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Posts

Lego, Shiva und die unverbindliche Verbundenheit.

Ein riesiger, bunter Haufen alter Freunde liegt ausgeschüttet auf dem Teppich vor mir: meine Legosteine aus den 80er Jahren. O wieviele Stunden und Tage habe ich mit ihnen gemeinsam verbracht! Wie viele Fahrzeuge, Flugobjekte, Raumschiffe und andere wunderliche Fantasiemaschinen und -Objekte habe ich aus ihnen erschaffen! Und obwohl nicht ein einziges dieser Objekte aus jener Zeit erhalten geblieben ist, liegen sie doch alle vor mir, inklusive aller, die da noch folgen werden - jene, die Jamal und ich in Zukunft bauen werden. Mich ergreift und bewegt diese Vorstellung und wirft die Frage auf: wie schafft Lego das eigentlich? Ich vermute die Faszination und der Erfolg von Lego sind nicht die vielen verschiedenen Steinformen oder die Farben - es ist vielmehr die Art, wie die Steine ineinander greifen, und hier speziell: die Festigkeit des Verbunds. Die Steine sitzen nicht zu locker, als dass sie auseinanderfallen oder verrutschen könnten, und sie sitzen nicht zu fest, als dass es Mü...

“Fisch! Pan?”

Das erste Fischbrötchen im Leben eines Menschen gehört sicher zu den prägendsten Eindrücken, die das Universum für uns bereit hält - vielleicht noch vergleichbar mit dem ersten Schluck Bier oder (aber dieses bereits in der Liste weit abgeschlagen) mit dem ersten Kuss. Wir sind das erste Mal mit Jamal am Nordsee-“Strand” in Büsum. Spontan gibt es zur Kaffeezeit bei eisigen Temperaturen aber ansonsten hellem Wetter je ein Fischbrötchen für jeden auf die kalte Hand. Müde belächelt werden von uns die Sahnetortenesser in den überheizten Cafés. Jamal ist begeistert und isst seines komplett auf. Sofort lernt er das Wort “Fisch” und brabbelt es in den Kaupausen vor sich hin, während seine Fisch gefetteten Lippen in der Abendsonne orange gleissen. Wenn seitdem beim gemeinsamen Lesen in Kinderbüchern Fische auftauchen, stellt er stets die Verbindung zum Fischbrötchen her, indem er zum im Buch erwähnten “Fisch” auch sofort und energisch nach “Pan” (Spanisch=Brot) fragt.

Der geschundene Sparletta Morango Kronkorken

Am Ende waren es einzelne Gegenstände, die noch eine Weile die Geschichten aus vergangener Zeit weiter erzählten. Jene Gegenstände, die nicht nur ihre Zeit überdauert haben, sondern die auch so beschaffen waren, dass sie ihre Zeit widerspiegeln und abbilden konnten. Im optimalen Fall waren sie gleichsam eine Projektionsfläche mit jenem Bild eingebrannt, welches über die Zeit am meisten angesehen wurde. Das schartige Schwert im Mittelalter-Museum, der wuchtige Pelzmantel, mit dem mein Opa im Winter 45 Ostpreussen den Rücken kehrte, oder das Tee-Service aus dem fernen Finnland von unserer bolivianischen Tante aus langem Familienbesitz sind nur einige Beispiele dieser fast klischeehaften Gattung von Gegenständen. Ich schaue auf das letzte Jahr zurück und frage mich, welcher Gegenstand die Kraft hätte von dieser vergangenen Zeit zu erzählen? Dieses "Von-einem-Ort-zum-nächsten-Ziehen", über Ländergrenzen und Kontinente hinweg muss doch irgendwo sichtbare Spuren und Greifba...

Alles neu: 2013! Alles Gute!

Seit dem Ende unseres Einsatzes in Mosambik sind wir auf vielen Stationen über Bolivien und quer durch Deutschland gereist. Die Beschwerden des Lebens "aus dem Koffer" wurden dabei aufgewogen durch viele schöne Momente, die wir endlich wieder mit Freunden und Familie in Deutschland und Bolivien teilen konnten. An alle, die wir in 2012 sehen konnten, und die uns geholfen haben ein grosses Dankeschön. Und an alle, die wir leider noch nicht sehen, sprechen und besuchen konnten: 2013 geht da was!    Die Odyssee hat sich gelohnt. Wir sind in Heide gestrandet und es passt gut. Die Stadt, die Menschen und das Leben hier sagen uns zu. Und so freuen wir uns auf ein Jahr in dem mal wieder viel Neues zu entdecken ist. Und wir freuen uns natürlich auch auf Post, Mails, Anrufe und Besuche. Familie Jahnsen Loher Weg 2, 25746 Heide jahnsen(at)jahnsen.info 0157.78913829 oder 015773829485

Tschüss Mosambik!

*tino onana Moçambique (Shona) = tschüss / bye / chau  Mozambique Tschüss Mosambik. Unsere gemeinsame Zeit ist um. Und wir sagen danke. Alle unsere Sachen sind im Container auf dem Seeweg nach Hamburg. Es war viel Arbeit und Mühe alles in Kisten zu verpacken, diese dann nach Beira in den Hafen zu bringen, alles in einen Container zu packen und das alles dann abzuschicken (Stichwort: mosambikanisches Behördenpoker). Einen Riesendank nochmal allen, die uns dabei unterstützt und geholfen haben. Während das Containerschiff nun etwa zwei Monate unterwegs ist, machen wir Urlaub im Bolivianischen und sind dann ab Mitte Juli in Deutschland. "Schick mir ein Foto von dir, oder eine Postkarte, Geh, es ist vorbei, Goodbye!"   (Stereo Total)

"So gross!" - Gestendesign im internationalen Wettstreit

"Unser Sohn ist schon so gross..." - ich stehe mit einem Mitarbeiter der Stadtverwaltung auf dem weiten, staubigen Sandplatz vor dem Munizipgebäude in Manica. Wie immer, wenn wir uns treffen, erkundigt er sich intensiv über das Befinden meiner Familie. Diesmal will ich ihm also erzählen, wie hoch Jamal inzwischen gewachsen ist. Dazu strecke ich meine flache Hand auf der Höhe meines Knies aus, und messe den Abstand zum Boden, um eine Idee von der Scheitelhöhe des Kleinen zu vermitteln. Plötzlich ist mein Gegenüber sichtlich verstört. Es muss die Geste des Abmessens der Höhe vom Boden mit der flachen Hand sein, die ihn irritiert. Nach kurzer Verlegenheitspause löst sich das Missverständnis in ein Lachen, und er erklärt mir, wie in Mosambik "abgemessen" wird: Um jemand anderem die Grösse einer Person zu verdeutlichen ist es hier tabu, dafür die flache Hand zu benutzen. Für den Menschen, als aufrecht gehendes Lebewesen, so wird mir erklärt, sei diese Geste unpassen...

Antarktisexpedition goes Afrika

Insektengleich steht dieses gelbe Teil seit etwa einer Woche beim Munizip in Manica auf dem Hof, und wartet auf seinen Einsatz im Bereich Strassenbau und Strasseninstandsetzung. Ein Monstrum, welches das Gebäude des Ratssaals überragt. Es muss nun nur noch jemand gefunden werden, der den "Nivelador" bedienen kann, ihn bändigt und ihm die richtige Spur weist - bei der imposanten Anzahl Hebel und Knöpfe im Cockpit keine ganz leichte Aufgabe. Ein Aufkleber auf der Seite weist auf die chinesische Antarktisexpedition hin. Vermutlich ist das Gerät jedoch nie dort angekommen - zu neu und ungebraucht sieht es aus. Vielleicht wurde gerade noch rechtzeitig bemerkt, dass man statt einer Strassenmaschine besser noch ein paar mehr Schneepflüge mitnehmen sollte? Statt Eisberge und Schneewehen sind nun also roter Schlamm und überreife Mangos aus dem Weg zu räumen. Von dieser Stelle sei dem XGMA-38120 im Munizip Manica allzeit gute Fahrt gewünscht.

Bei mir alles gut

Wenn sich zwei Bekannte in der Stadt treffen, ist es ja logisch, dass der jeweils andere fragt wie es einem geht. Im ideal angenommenen Regelfall werden also vier Sätze gewechselt, zwei von jeder Person: Person 1 und 2 treffen sich. Person 1: Wie gehts? Person 2: Gut. Danke. Person 2: Und wie gehts Dir? Person 1: Mir gehts auch gut. Danke. Ich beobachte gerade in Mosambik, dass hier zunehmend, wohl aus allgemeiner Übereinkunft heraus, und aus der zwangsläufigen Logik, dass natürlich der andere fragt wie es einem gehe, die beiden einleitenden Fragesätze bei einer normalen Begrüssung weggelassen werden. Die Konversation verkürzt sich also wie folgt: Person 1 und 2 treffen sich. Person 1: Bei mir alles gut. Danke. Person 2: Bei mir auch alles gut. Danke. Es scheint auf den ersten Blick etwas egoistisch, dem Gegenüber als aller erstes sein eigenes Befinden mitzuteilen, anstatt sich erst nach dem Befinden des anderen zu erkundigen. Vielleicht kann man darin jedoch auch eine...

Die fertigen Schulbänke

"Mr. George, do you trust your car?" Wir stehen im Nieselregen mit dem Auto vor der Tischlerei. Die Bänke für die New Horizon School sind alle fertig, und stehen seit zwei Tagen im Regen. Wo auch sonst? Das Dach der Tischlerei taugt nicht mal richtig als Schattenspender, geschweige denn als Schutz vor Regen. Die bis zu 5cm dicken Eukalyptusbohlen der Bänke haben sich mit Wasser vollgesogen. Eine Bank wiegt nun knappe 40kg. Das sind bei 20 Bänken etwa 800 kg Gewicht. Gerade mal die Hälfte der Bänke sind aufgeladen. Die hinteren Reifen des Pickups versinken im Dreck, der sich hier unterhalb des Marktes mit dem Müll und den Exkrementem aus dem offenen Abfluss der öffentlichen Toiletten vermischt. Ich drehe mich zum Schulleiter Mr. Bright, der die Frage an mich gerichtet hat: "Yes, no problem, let´s continue." Mit einigen Helfern wuchten wir die Bänke auf die Ladefläche. Die Helfer sind nicht leicht zu finden, denn obwohl die Stadt voller Leute ist, sind nun zwisch...

Feliz • Happy • Frohes • 2012

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Das deutsche Traumzeugnis

Einen Tag kommt ein Mosambikaner mittleren Alters in mein Büro und bittet mich um die Übersetzung eines deutschen Dokumentes ins Portugiesische. Er sei Lehrer in einer örtlichen Schule in Manica, und hätte mit dem Nachweis einer besseren Ausbildung Chancen auf ein höheres Gehalt in seinem Beruf. Nun habe er einige Zeit in Deutschland gelebt, und aus dieser Zeit stamme das Dokument, welches bescheinigt, dass er als Lehrer eine Ausbildung in Deutschland erfahren habe, die die Gehaltsheraufstufung rechtfertige. Nun fehle nur noch die Übersetzung dieses Dokumentes, damit die Entscheidungsträger in der Hauptstadt es lesen können. Ich überfliege das Papier, und erkenne sofort, dass einem mit diesem Dokument in der Tasche, die Türen im mosambikanischen Verwaltungsapparat weit offen stehen. Die Übersetzung ist schnell gemacht, und während wir abwarten, wie die Antwort aus Maputo aussehen wird, stelle ich mir vor, wie ein deutscher Arbeitgeber auf ein solches Zeugnis reagieren würde. O...

Jamal . 1

EINLADUNG Liebe Freunde, hiermit laden wir Euch herzlich zur grossen Party zu Jamals erstem (1.) Geburtstag ein. Die Feier findet am 24.12.2011 von 10 bis 13 Uhr in unserem Haus in Manica gegenüber vom Bahnhof statt. Wir freuen uns auf Euch. Jamal . Shanti . Georg INVITATION Dear Friends, we herewith invite you to the big birthday party for Jamals first (1.) birthday. The party takes place the 24th of December 2011 in our house in Manica opposite the train station from 10am to 1pm. We are looking forward having you with us. Jamal . Shanti . Georg INVITACIÓN Queridos amigos, les invitamos a la gran fiesta del primer cumpleaños de Jamal. La fiesta se llevará a cabo el 24 de Diciembre 2011 en nuestra casa en Manica en frente de la estación de tren de 10 a 13 horas. Nos alegramos de tenerlos con nosotros. Jamal . Shanti . Georg CONVITE Caros Amigos, nós convidamos você para a grande festa para o primeiro aniversário de Jamal. A festa tem...

Der Kondom Kiosk

Am ersten Dezember was über AIDS schreiben ist vorbildlich. Dem wird hiermit nachgekommen. Das Thema HIV/AIDS ist in der deutschen Entwicklungszusammenarbeit in Mosambik ein so genanntes Querschnittsthema. Weil die allgemeine Situation auf diesem Gebiet in Mosambik recht dramatisch ist, soll also jeder Mitarbeiter etwa fünf Prozent seiner Arbeitszeit diesem Thema widmen. Ich könnte also zwei Stunden pro Woche mit einem Besenstiel durch das Munizip laufen, und munter Kondome darüberstreifen, oder meine Kolleginnen und Kollegen mit Fragen leicht unterhalb der Gürtellinie belästigen. Doch glücklicherweise haben wir eine professionelle Betreuung zu diesem Themenfeld an unserer Seite, die uns den Horizont der möglichen Aktionen und Projekte extrem erweitert. Dennoch beschreibe ich heute "nur" eine von den kleinen tagtäglichen Möglichkeiten, wie sich dieses wichtige Thema in meinem Arbeitsalltag verankert hat. Vom scheidenden Kollegen Adrian aus Beira habe ich vor einigen Mon...

Capulana Carpentry oder: tischlern mit Multifunktionstüchern

Die Capulana ist ein Stück Stoff, ohne das in Mosambik wenig geht. Das traditionelle Tuch ist etwa 2 x 1,5 m gross und in vielen Farben und Mustern erhältlich. Es wird für viele Zwecke benutzt und kann daher zur Gruppe der Multifunktionstücher gerechnet werden. Zunächst ist es ein einfaches aber effektives Kleidungsstück für Frauen. Es wird meist als Rock gewickelt. Über die Schultern oder den Kopf geworfen, schützt es ausserdem vor starker Sonne oder Kälte und Regen. Auf dem Kopf zusammengebunden, ergibt sich ein überaus schöner Kopfschmuck in farblicher Abstimmung mit dem passenden Kleid (natürlich auch aus Capulana Stoff). Bei der Arbeit dient es als Unterlage auf dem Kopf zum Tragen schwerer Lasten. Auf dem Boden ausgebreitet ist es eine Sitzdecke. Praktisch alle Kinder in Mosambik werden auf dem Rücken in Capulanas getragen. Im Haushalt dient es als Haustür und Fenstervorhang. Für die Politik ist es ein beliebtes Werbemittel, um das Bild des Präsidenten und die alten ...

Der mosambikanische Stempel

Ein Dokument, ein wichtiger Brief oder ein offizielles Schreiben sind in Mosambik ohne einen richtigen Stempel quasi wertlos. Ein normal unterschriebener Brief oder eine E-Mail an einen mosambikanischen Adressaten gesendet, bleibt in der Regel unbeantwortet. Erst ein Stempel auf dem Schreiben ist der Hinweis für den Empfänger, dass dieses Dokument eine gewisse Dringlichkeit hat, und daher nicht sofort im Mülleimer oder im Ordner für "zu ignorierende Post" landet.   Fein säuberlich entwarf ich also am Computer einen einfachen Stempel mit Name, Funktion und Titel. Der Ausdruck, oder sogar die Bilddatei, so war ich es von Deutschland gewohnt, könnte dann als Vorlage für die Herstellung des Stempels genutzt werden. Doch wo in Manica einen Stempel herstellen lassen? Selbst in Chimoio, der nächstgrösseren Stadt, winkten die Besitzer der von mir aufgesuchten Papier- und Schreibwarengeschäfte ab, bzw. schickten mich zu dem jeweils anderen Geschäft. In einem dieser Geschäfte ve...

Gesang

Meine Arbeit als Berater der Stadtverwaltungen von Manica und Catandica , bedeutet auch, dass sich mein Arbeitsplatz in unmittelbarer Nähe der zu beratenden technischen Angestellten befinden muss. In Catandica, der kleinen Stadt in der ich immer einmal in der Woche arbeite, habe ich einen eigenen Schreibtisch direkt in dem Arbeitsraum der Stadtangestellten (glücklicherweise an der Stelle, wo das Dach noch intakt ist). In Manica habe ich ein eigenes kleines Büro. Der Raum befindet sich direkt neben dem städtischen Ratssaal. Durch ein kleines Oberlichtfenster habe ich eine direkte akustische Verbindung in diesen Saal. (wenn ich mich auf meinen Schreibtisch stelle, kann ich auch in den Ratssaal hineinsehen) Die regelmässige Sitzung des Stadtrates ist nur ein Treffen von vielen, die in diesem Raum abgehalten werden. Es findet dort ebenso Erwachsenenbildung statt, die Landfrauen treffen sich, Seminare werden abgehalten, die Stadtteilvorsteher treffen sich, und, und, und... Für mich i...

15 Dinge ...

... die man in Manica (Mosambik) auf dem Markt kaufen kann, eher nicht jedoch in einer deutschen Innenstadt. Bei dem vielen Lamentieren (auch meinerseits) was es hier alles nicht gibt, eine längst fällige Gegen-Aufstellung: 1 . Handgemachte Zwille / Steinschleuder 2 . Gebratene Mäuse verzehrfertig (10 Stk. 1 Euro) 3 . Seife als 1m langer Strang zum selber Ablängen 4 . Scharniere aus altem Karrosserieblech 5 . Ziegenköpfe (frisch) 6 . Windows7 Installations DVD mit Echtheitszertifikat für 1,5 Euro 7 . Golfballgrosse Sandsteine zum Lutschen (für schwangere Frauen) 8 . 50kg Sack Maismehl ("Maizena") 9 . Alte Fahrradschläuche in Streifen geschnitten (als Dichtungsband für Wasserschläuche, als Gummi für die Zwille, oder als Fahrradgepäckträgergummi) 10 . Klärgrubendeckel aus armiertem Beton mit mittigem Plumsklo-Loch und zwei Vertiefungen für die Füsse. 11 . Alte, leere Ölfässer (200l)  12 . Amtliche Buschmesser (Catana) 13 . Frisches Zuckerrohr 14 ...

Realitätskollage mit T-Shirts

Die Deutschen bringen brav ihre alten Klamotten zur Altkleidersammlung. Von dort treten diese Sachen dann die lange Reise nach Afrika an. Ich habe mich in Deutschland nie so richtig gefragt, was mit den Sachen eigentlich genau passiert. Auch habe ich mir nie ausgemalt, wie der zukünftige Besitzer meiner Sachen damit wohl aussieht? Jetzt hier vor Ort an der letzten Station im Leben von Altkleidern, werden diese nicht gestellten Fragen beantwortet. Die Klamotten sind im mosambikanischen Alltag auf der Strasse sehr präsent. Und es sind gerade die mit Statements bedruckten T-Shirts, die ins Auge fallen. In Deutschland ist das T-Shirt mit irgendeinem tollen Spruch drauf die nach aussen gezeigte Lebenseinstellung: "dies ist mein Style", "das finde ich cool" oder "das ist total witzig", sind Beweggründe beim T-Shirt-Kauf. Hier ist dann dasselbe T-Shirt einfach nur ein Kleidungsstück über das man sich freut, wenn es billig erworben werden kann, und wenn es k...

Shanti in der chinesischen "Elle"

Yves Molet, ein Freund und ehemaliger Kollege aus Indien, arbeitet zur Zeit als Mode / Schuhdesigner in China. Dort wurde er von der Modezeitschrift "Elle" interviewt. Auf einem der Bilder, die dem Interview beigefügt sind, ist Shanti zu sehen. Es ist ein Foto aus der Zeit in Indien, als wir an einem Wochenende mit einem kleinen Boot von Mumbai nach Süden (Murud) gefahren sind. Hier der volle Artikel.  Tipp: Mit Google Übersetzer ins Deutsche übersetzt, kommt der Artikel (vermutlich) noch besser als im Original. Foto: links Lisa, Mitte Yves, rechts Shanti

Ortsbild made by Vodacom.

Artikel auf www.Urbanophil.net // von unserem Gastautor  Georg Jahnsen  aus Manica/Mosambik In Mosambik gibt es zwei Mobilfunk-Telefongesellschaften: mCEL und Vodacom. Ihr Einfluss auf das tägliche Leben in Mosambik ist in vielerlei Hinsicht enorm. Nun hat Vodacom seine Erkennungsfarbe gewechselt, und ändert mit dieser Marketingentscheidung das Erscheinungsbild ganzer Ortschaften radikal. “Credito” Der Verkauf von Handyguthaben ist für viele junge Männer in Mosambik eine Möglichkeit etwas Geld zu verdienen. Auf offener Strasse verkaufen sie das “Credito” in Form kleiner Papierschnipsel, auf denen man einen Freischaltcode freirubbeln muss. Telefoniert wird immer und überall, fast unabhängig vom Einkommen – und so ist das Verkaufen von “Credito” zwar eine magere doch ebenso auch eine halbwegs sichere Einnahmequelle. Neben den fliegenden Creditohändlern verkaufen natürlich auch viele kleinere Läden und Kioske, die “Bancas fixas”, dieses Handyguthaben. ...

Leaving Bolivia never easy.

In der letzten Woche unseres Bolivienaufenthaltes fahren wir durch mächtige Täler und über schwindelnde Höhen dem Illimani entgegen. Auf staubigen Wegen nähern wir uns bis auf 10 km Luftlinie der Schneespitze. Das Panorama ist imposant und geeignet als Fototapete. Gleissend hell wird das Licht vom makellosen Schnee der Bergwand gegenüber reflektiert.

Die Erdinger Königskordillere oder: Biertrinken auf 3600m Höhe

Vor der mäßigen Bierqualität Mosambiks geflüchtet, trieb es mich über den afrikanischen Kontinent und den Atlantik hinweg in die bolivianische Andenstadt La Paz direkt in die deutsche Kneipe "Reineke Fuchs" auf 3600m Höhe. In konspirativer Runde mit zwei Cousins und einem Onkel wurden wichtige Familien- und Männerthemen debattiert, deren Verlauf ich ob der Sprachbarriere nur 50 prozentig folgen konnte. Intelligente Redebeiträge zu liefern war auch nicht meine Aufgabe an diesem Abend. Es waren dies die vier dunklen Erdinger Hefeweissbiere, die vom Wirt serviert wie die Sechstausender der bolivianischen Königskordillere vor mir aufgereiht wurden. Gleich vorne in unmittelbarer Reichweite der Illimani (6462m) - Hausberg von La Paz´ mit hellweisser Schaumkrone steil aufragend. Etwas versetzt dahinter der Huayna Potosí (6088m) und der Chacaltaya (5421m) mit ihrem tiefbraunem, hefigem Gletscherwasser und im rauchigen Dunst der Kneipe an der hinteren Tischkante noch schwach ...

Bolivia 06_2011

Das Dosennippel Portemonnaie

Auch in Mosambik hat sich in ausgewählten Geheimzirkeln herumgesprochen, dass der Dosennippel Schlüssel und integraler Bestandteil zu etwas ganz Grossem ist. Die Menschheit wird es vielleicht irgendwann erfahren. Zumindest scheint jetzt bereits eines völlig sicher: ohne Dosennippel in ausreichender Anzahl lässt sich keine Weltherrschaft erringen. Noch streben die Kreaturen auf dem Erdenkreis nach flüchtigem Gekröse wie Geld, Macht, Glück oder schnellem Sex. Das alles erscheint im Angesicht eines grossen Berges Dosennippel so lächerlich klein und unwichtig.  In der schönen Stadt Inhambane in Mosambik gibt es ein durch deutsche Entwicklungszusammenarbeit finanziertes Projekt, welches aus Müll neue Dinge erschafft. Kronkorken werden zu Topfuntersetzern zusammengefügt, aus gepresstem Altpapier entstehen Ohrringe und aus Dosennippeln kreiert man ein flexibles und multifunktionales Aufbewahrungsbehältnis mit Reissverschluss. Letztgenanntes eignet sich als iPod Case, CD Hülle (pressen...

Muzungu Auto-Tuning

"Ambiente und einzigartige Haptik" Meine wöchentlichen Dienstreisen waren an dieser Stelle ja bereits Thema. Solche längeren Autofahrten verlangen nach Komforteinrichtungen im Fahrzeuginnenraum, die mein ansonsten grandioser Nissan Hardbody Pickup Dienstwagen bislang nicht bieten konnte. Dazu zählt ein Tassenhalter, irgendetwas wo eine Flasche oder Thermoskanne senkrecht stehen können sowie eine Halterung für das Telefon mit integriertem iPod. Kurzum: das Auto musste "gepimpt" werden. Ein klarer Fall für "Muzungu Tuning", der low-tech Tuning Experte in Manica. Das ganze war nicht ganz billig, aber dafür ist es einzigartig geworden. "Edle Verarbeitung und hohe Funktionalität" Meine Dienstfahrten umweht nun ein Hauch von Eleganz, wenn ich mit meinen Händen über die edlen Naturholzeinbauten streiche. (und hoffe, mir dabei keinen Splitter in die Hand zu reissen) Für alle Autotuning Interessierten im Weiteren die Produktbeschreibung. ...

"Hmpffff"

Jamals erstes Wort. Jamals first word. La primera palabra de Jamal.

Jamal testet Mützen

Muzungu Tours

"Häufige Dienstreisen sind erforderlich aufgrund der Arbeitsplatzaufteilung zwischen den beiden Stadtverwaltungen." (aus der Stellenbeschreibung meines Arbeitsplatzes) Es handelt sich dabei zum einen um die wöchentliche Dienstreise zur Stadtverwaltung nach Catandica , einer Stadt etwa 160 km nördlich von Manica , und zum anderen um weitere sporadische Reisen nach Chimoio , die 70 km entfernt liegende Provinzhauptstadt. Die Strassen zu beiden Orten sind asphaltierte Nationalstrassen, die Mosambik mit Simbabwe und Malawi verbinden. Die Qualität der Strassenoberfläche und der Strassenbreite ist teilweise vergleichbar mit einer deutschen Bundesstrasse - wenn man mal von den zahlreichen Schlaglöchern absieht. Für die 160 km nach Catandica benötige ich etwa zwei Stunden. Zwischen den Städten Manica, Catandica und Chimoio gibt es kaum nennenswerte Infrastruktur. Die Strasse passiert immer wieder kleine Ansammlungen von Hüttendörfern und winzige Verkaufsstände für Obst und Gem...

Added convenience . Der Wasserhahn als Designobjekt

Der Wasserhahn in der Mitte des Hofes zwischen den beiden Gebäudeteilen unseres Hauses ist einfach gut. Die Wachmänner zapfen sich hier ihr Trinkwasser, man kann sich die Hände und das Gesicht waschen, oder mit einem Eimer Wasser für alles mögliche holen. Der Wasserhahn ist ein Meisterstück simplen Designs. Ein Stahlrohr kommt aus der Erde, krümmt sich in etwa einem Meter Höhe und endet mit dem einfachen Verschlussmechanismus. Lässt sich da noch irgendetwas verbessern? Die Wasserentnahmestelle soll durch einen zusätzlichen Seife- und Handtuchhalter erweitert werden. Ein etwa 50cm langes Stück 2,5mm Stahldraht, feuerverzinkt, umgreift das bestehende Stahlrohr und formt sowohl die Ablage für das Seifenstück, als auch den Haken für das Handtuch. Es werden keine weiteren Materialien gebraucht. Die Konstruktion ist wetterfest. Design: Georg Jahnsen

Mosambik hält an Kernkraft fest

Neben Südafrika ist Mosambik das einzige Land auf dem afrikanischen Kontinent, welches Atomkraft zur Energiegewinnung nutzt. Nach der Reaktorkatastrophe im japanischen Fukushima, macht die weltweite kritische Diskussion über die Gefahren der Atomenergie auch vor Mosambik nicht halt. In einer Pressekonferenz am Montag verteidigte João Mambula, der Sprecher der genossenschaftlichen Kooperative "Unsere Atomkraft für Mosambiks Zukunft", die Sicherheit und Zuverlässigkeit dieser Technik in Mosambik. Die Kooperative, ein Zusammenschluss von 4 Dorfgemeinschaften mit insgesamt 13 Grossfamilien, ist der verantwortliche Betreiber des einzigen Kernkraftwerks in Mosambik "Centro Nuclear 25 de Setembro" in der Serra Shoa einer Hochebene nahe der simbabwianischen Grenze im Osten des Landes. Mambula verwies auf die langjährigen Erfahrungen, die Mosambik im Umgang mit der Technologie habe. Der Reaktorkomplex in der Serra Shoa wurde von den Portugiesen errichtet und mit der Una...

Willkommen im Lutscher-Land

Neulichst hat Simbabwe, das sympatische Nachbarland von Mosambik, seine Währung, den Simbabwe Dollar, kaputtgespielt. Um den Staatshaushalt aufzuhübschen, hat die Regierung munter Banknoten gedruckt und auf einmal hatten alle ganz viel Geld, bzw. Geld mit ganz vielen Nullen. Weil die Nullen irgendwann nicht mehr auf die Scheine drauf gepasst haben, wurden von Zeit zu Zeit in 1000er Schritten die Nullen wieder entfernt. Sicher hätte man auch einfach die Schriftgrösse auf den Scheinen verkleinern können. Auf die Idee ist aber wohl niemand gekommen. So oder so mussten also alle Scheine nach jeder Nullenentfernung wieder neu layoutet werden. Das war für Herrn Mugabe, den Diktator von Simbabwe immer eine schöne Gelegenheiten, sein Bild auf den Scheinen zu aktualisieren. Für den Einzelhandel bedeutete diese Zahlenjongliererei mit sovielen Nullen jedoch einen erheblichen Einbruch in der Kundenzufriedenheit. Wenn man sich als Kunde in einem simbabwianischen Supermarkt zum Beispiel einen Li...

Mais

Wir haben uns gewundert warum unsere Nachbarn kaum Vegetation wie z.B. Bäume oder Büsche auf ihrem Grundstück rund um das Haus angepflanzt haben. Die Vorzüge liegen doch auf der Hand: Sichtschutz, Windschutz, Schatten, Schutz vor Regen und eventuell Früchte und Obst zum Essen. Stattdessen zog sich das bisherige Jahr über eine Wüste aus roher Erde und einiger karger Grasbüschel rund um das nachbarliche Haus. Lediglich ein einzelner Mangobaum und ein kleiner Papayabaum sind auf dem grossen Grundstück zu finden. Doch dann begann die Regenzeit. Der stetige Regen und die gleichzeitigen hohen Temperaturen lassen die Natur in der Regenzeit explodieren. Das Gras wächst übermannshoch, und Büsche, die zu Beginn der Regenzeit die Grösse kleiner Setzlinge haben, schiessen binnen weniger Tage auf einmeterfünfzig Höhe. Das Bild der Landschaft verändert sich radikal. Auf einmal wird aus einer steppenartigen Landschaft eine durchgängig grüne Oase. Unsere Nachbarn und überhaupt 90% der Menschen h...

Die Wunschfabrik

"Deine Holzprojekte sehen richtig super aus, als hättest Du nur darauf gewartet, einen Grund zu haben, wieder etwas zu basteln" - schreibt Immo.  Und wie recht er hat (und danke fürs Lob). Seit langem wünsche ich mir schon ein kleines Werkzimmer mit Material und Werkzeugen zum Herumwerkeln. Und nun, hier in Mosambik ist dieser Wunsch in Erfüllung gegangen. Und das kam so: Vor knapp vier Jahren hat mir Mamita Alicia in der Nähe des Hexenmarktes in La Paz bei einer professionell ausgebildeten Alasitasfachverkäuferin, eine Werkbank und Werkzeug im Massstab 1:20 gekauft. "Alasitas"  bedeutet (hier nur ganz grob und kurz erläutert), einen (meist materiellen) Wunsch in Kleinform zu erwerben, und so Wirklichkeit werden zu lassen. Die komplette Erfüllung des Wunsches, so der Glaube, folgt dann zwangsläufig. Verantwortlich ist der Gott des Überflusses (abundancia) "Equeco" . Weil er von allem und immer zu viel hat, kann, ja muss er Wünsche erfüllen, um den Kr...

KINDERWIEGE

Idee Caroline hat uns einen grandiosen, handgeflochtenen Kinderkorb (1) geschenkt. Mit dem Teil wird das Kleinkind mobil, es fühlt sich geborgen und alles ist 100% Natur, weil aus Schilf geflochten. Das Weltklima freut sich und lokal werden selbstbestimmte Arbeitsplätze geschaffen. (MaxiCosi ist chinesischer Plastikdreck dagegen, der das Schweinesystem unterstützt.) Für das zu Hause soll dieser Korb nun so gelagert werden, dass er sich als Wiege eignet - also hin- und her geschaukelt werden kann. Konstruktion Als Basis dient eine flache Holzkiste (2), in der auch Spielsachen gelagert werden können. Diese Kiste ist eine einfache Rahmenkonstruktion mit einem Boden (3). In den Ecken dienen zwei senkrechte Bretter (4) als Aufnahme für die waagerechte Halterung (5) des Korbs. Diese waagerechte Stange habe ich auf dem lokalen Markt in Manica erworben. Dort wird dieser gewachsene Ast als Stiel für Schaufeln und Hacken verkauft.  Rahmen und Boden sind genagelt und verleimt. Die senkr...

Kinderbett

Allgemein Schlafplatz für das Neugeborene. In den ersten Monaten steht das Kinderbett direkt neben dem Elternbett. Die Matratze kann durch die in der Höhe verstellbare Unterkonstruktion auf die gleiche Hähe wie die Matratze des Elternbettes gebracht werden. Durch eine offene Längsseite ist ein einfaches Herüberholen des Kindes in das Elternbett möglich. Diese offene Seite kann später durch Einfügen weiterer Stäbe geschlossen werden.   Multifunktionalität Für einen Umzug lässt sich das Kinderbett in eine große Umzugskiste umfunktionieren. Dazu werden alle Seiten mit Sperrholzplatten verschlossen. Später lässt sich ausserdem das Kinderbett in ein zweisitziges Sofa umwandeln. Dazu wird eine Längsseite entfernt. Konstruktion und Materialien Zwischen zwei Rahmenkonstruktionen aus Eukalyptusholz (oben und unten) sind vertikale Holzstäbe aus Fichte (Pine) montiert. Drei horizontale Bretter, die in der Höhe verstellbar sind, tragen die Matratze. Die Bretter lagern auf zwei Runds...

The Penhalonga Battle

The idea was to visit a waterfall near Penhalonga, a place in the mountains at 1.500m close to the zimbabwian border 25km away from Manica. Under normal weather conditions with a normal 4x4 car this journey takes max 40 min. Today, rainy season, constant light rainfall. But we have this great old fashioned british Land Rover from Rory. It is a fight. The ways are extremely slippy. We get stuck several times and it is a mess. I loved it. After two hours we give up (not the car !!!). I guess I was lucky wearing my white trousers as they show the whole mess perfectly. Anyone an idea how to wash this ...?

2011 + JAMAL

Willkommen 2011! Willkommen Jamal! Wir wünschen allen ein schönes Neues Jahr 2011. Ausserdem geben wir die Geburt unseres Sohnes Jamal bekannt. Er wurde am 24.12.2010 in München geboren. Liebe Grüsse von Shanti, Georg und ... Jamal ----------------- Welcome 2011! Welcome Jamal! To all of you a very Happy New Year 2011. In addition to this we herewith announce the birth of our son Jamal. He was born the 24th of December 2010 in Munic. All the best from Shanti, Georg, and ... Jamal ----------------- Bem-vindo 2011! Bem-vindo Jamal! Desejamos a todos um Feliz Ano Novo 2011. Também anunciamos o nascimento do nosso filho Jamal. Ele nasceu no dia 24 de Decembro 2010 em Munique. Abraços, beijinhos e cumprimentos de Shanti, Georg, e ... Jamal ------------------ Bienvenido 2011! Bienvenido Jamal! Les deseamos a todos un Feliz Año Nuevo 2011. También queremos anunciar el nacimiento de nuestro hijo Jamal. Nació el 24.12.2010 en Munich. Abrazos calurosos de Sha...

EDOMOKI goes Mosambik

"Ich werde in Afrika einen Kicker bauen!" - mit dieser Vision und einigem bei "Kickerklaus" (www.kickerklaus.de) erworbenen Kickerzubehör, verliessen wir im Juli 2010 Deutschland gen Mosambik. Die Zukunft und der Erfolg dieses Planes war ungewiss. Zu viel Unplanbares, zu viele Rätsel, die dieses Land in punkto professionellem Kickern umwittern. Gibt es in Mosambik brauchbare Materialien? Werde ich versierte Handwerker finden, die sich in diesem hochpräzisen handwerklichen Metier auskennen? Der Zufall, oder wohl eher der grosse afrikanische Kickergott, wollte es so, dass wir in einer Gegend in Mosambik landeten, die für Holzgewinnung und Holzverarbeitung bekannt ist. Die Stadt Manica lag einst umgeben von finsteren Urwäldern, in denen die exostischsten Tropenhölzer zu finden waren. Heute gibt es nur noch vereinzelte Wälder in entlegenen Gebieten. Doch noch war er nicht geschlagen, der letzte Baum, aus dem sich der Korpus für einen Tischkicker tischlern liesse....

Shanti in der Cosmopolitain

>>> Der ganze Beitrag als pdf hier.

Sitzend wachen

Der Job als Wachmann, rund um die Uhr eine Pforte, ein Tor oder einen Eingang zu bewachen, wird allgemein ungern im Stehen verrichtet. Man sollte also meinen, dass zur Standardausrüstung eines Wachmanns zu allererst ein Stuhl gehört, und erst danach über die Anschaffung weiteren Firlefanzes wie Uniform, Knüppel oder Handschellen nachgedacht wird. Auch in Mosambik kann man jedoch im unmittelbaren Umfeld eines Wachmanns eher die letztgenannten Gegenstände finden und eher selten neu gekaufte Sitzmöbel. Der Stuhl für den Wachmann muss also in der Regel eigenmächtig von ihm selber organisiert werden. Design- und Ergonomieaspekte spielen bei der Suche nach der Sitzgelegenheit eine eher untergeordnete Rolle. Betrachtet man die in Maputo eingesetzten Wachmann-Stühle wird schnell klar, dass das Hauptkriterium bei der Auswahl eines passenden Stuhles der Preis ist: das Teil muss umsonst zu haben sein - alles andere kommt nicht neben die Pforte. Nun liegt es wohl in der Natur der Sache, dass G...

Fun with Coconuts

Prepare a Coconut snack and an oil candle from a Coconut in ten easy steps. Here is how it works: You need: - a Coconut - drill - handsaw - strong knife - straw - sandpaper (- maybe: a fridge and a glass) Step 1 Put the Coconut in a fridge for about one night. Step 2 Get all the mentioned stuff you need and look out for a shady place to start the work. Step 3 Drill a hole in the (cold) Coconut. Use one of the three dark spots to do so. Either insert the straw and drink the cold and refreshing Coconut water directly, or pour the Coconut water in a glass and keep it in the fridge for later. Step 4 Use the handsaw to cut the Coconut into two pieces. Step 5 Get the white Coconut flesh from the two half Coconut pieces. Use a strong knife. Mind your fingers. Step 6 The Cococnut part with the three dark spots and the hole is no longer needed. Step 7 Prepare the Coconut meat. First cleaning and washing with water. Then cutting into small stripes is best to have ...