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Ortsbild made by Vodacom.

Artikel auf www.Urbanophil.net // von unserem Gastautor  Georg Jahnsen  aus Manica/Mosambik In Mosambik gibt es zwei Mobilfunk-Telefongesellschaften: mCEL und Vodacom. Ihr Einfluss auf das tägliche Leben in Mosambik ist in vielerlei Hinsicht enorm. Nun hat Vodacom seine Erkennungsfarbe gewechselt, und ändert mit dieser Marketingentscheidung das Erscheinungsbild ganzer Ortschaften radikal. “Credito” Der Verkauf von Handyguthaben ist für viele junge Männer in Mosambik eine Möglichkeit etwas Geld zu verdienen. Auf offener Strasse verkaufen sie das “Credito” in Form kleiner Papierschnipsel, auf denen man einen Freischaltcode freirubbeln muss. Telefoniert wird immer und überall, fast unabhängig vom Einkommen – und so ist das Verkaufen von “Credito” zwar eine magere doch ebenso auch eine halbwegs sichere Einnahmequelle. Neben den fliegenden Creditohändlern verkaufen natürlich auch viele kleinere Läden und Kioske, die “Bancas fixas”, dieses Handyguthaben. ...

Das Dosennippel Portemonnaie

Auch in Mosambik hat sich in ausgewählten Geheimzirkeln herumgesprochen, dass der Dosennippel Schlüssel und integraler Bestandteil zu etwas ganz Grossem ist. Die Menschheit wird es vielleicht irgendwann erfahren. Zumindest scheint jetzt bereits eines völlig sicher: ohne Dosennippel in ausreichender Anzahl lässt sich keine Weltherrschaft erringen. Noch streben die Kreaturen auf dem Erdenkreis nach flüchtigem Gekröse wie Geld, Macht, Glück oder schnellem Sex. Das alles erscheint im Angesicht eines grossen Berges Dosennippel so lächerlich klein und unwichtig.  In der schönen Stadt Inhambane in Mosambik gibt es ein durch deutsche Entwicklungszusammenarbeit finanziertes Projekt, welches aus Müll neue Dinge erschafft. Kronkorken werden zu Topfuntersetzern zusammengefügt, aus gepresstem Altpapier entstehen Ohrringe und aus Dosennippeln kreiert man ein flexibles und multifunktionales Aufbewahrungsbehältnis mit Reissverschluss. Letztgenanntes eignet sich als iPod Case, CD Hülle (pressen...

Muzungu Auto-Tuning

"Ambiente und einzigartige Haptik" Meine wöchentlichen Dienstreisen waren an dieser Stelle ja bereits Thema. Solche längeren Autofahrten verlangen nach Komforteinrichtungen im Fahrzeuginnenraum, die mein ansonsten grandioser Nissan Hardbody Pickup Dienstwagen bislang nicht bieten konnte. Dazu zählt ein Tassenhalter, irgendetwas wo eine Flasche oder Thermoskanne senkrecht stehen können sowie eine Halterung für das Telefon mit integriertem iPod. Kurzum: das Auto musste "gepimpt" werden. Ein klarer Fall für "Muzungu Tuning", der low-tech Tuning Experte in Manica. Das ganze war nicht ganz billig, aber dafür ist es einzigartig geworden. "Edle Verarbeitung und hohe Funktionalität" Meine Dienstfahrten umweht nun ein Hauch von Eleganz, wenn ich mit meinen Händen über die edlen Naturholzeinbauten streiche. (und hoffe, mir dabei keinen Splitter in die Hand zu reissen) Für alle Autotuning Interessierten im Weiteren die Produktbeschreibung. ...

Muzungu Tours

"Häufige Dienstreisen sind erforderlich aufgrund der Arbeitsplatzaufteilung zwischen den beiden Stadtverwaltungen." (aus der Stellenbeschreibung meines Arbeitsplatzes) Es handelt sich dabei zum einen um die wöchentliche Dienstreise zur Stadtverwaltung nach Catandica , einer Stadt etwa 160 km nördlich von Manica , und zum anderen um weitere sporadische Reisen nach Chimoio , die 70 km entfernt liegende Provinzhauptstadt. Die Strassen zu beiden Orten sind asphaltierte Nationalstrassen, die Mosambik mit Simbabwe und Malawi verbinden. Die Qualität der Strassenoberfläche und der Strassenbreite ist teilweise vergleichbar mit einer deutschen Bundesstrasse - wenn man mal von den zahlreichen Schlaglöchern absieht. Für die 160 km nach Catandica benötige ich etwa zwei Stunden. Zwischen den Städten Manica, Catandica und Chimoio gibt es kaum nennenswerte Infrastruktur. Die Strasse passiert immer wieder kleine Ansammlungen von Hüttendörfern und winzige Verkaufsstände für Obst und Gem...

Mosambik hält an Kernkraft fest

Neben Südafrika ist Mosambik das einzige Land auf dem afrikanischen Kontinent, welches Atomkraft zur Energiegewinnung nutzt. Nach der Reaktorkatastrophe im japanischen Fukushima, macht die weltweite kritische Diskussion über die Gefahren der Atomenergie auch vor Mosambik nicht halt. In einer Pressekonferenz am Montag verteidigte João Mambula, der Sprecher der genossenschaftlichen Kooperative "Unsere Atomkraft für Mosambiks Zukunft", die Sicherheit und Zuverlässigkeit dieser Technik in Mosambik. Die Kooperative, ein Zusammenschluss von 4 Dorfgemeinschaften mit insgesamt 13 Grossfamilien, ist der verantwortliche Betreiber des einzigen Kernkraftwerks in Mosambik "Centro Nuclear 25 de Setembro" in der Serra Shoa einer Hochebene nahe der simbabwianischen Grenze im Osten des Landes. Mambula verwies auf die langjährigen Erfahrungen, die Mosambik im Umgang mit der Technologie habe. Der Reaktorkomplex in der Serra Shoa wurde von den Portugiesen errichtet und mit der Una...

Mais

Wir haben uns gewundert warum unsere Nachbarn kaum Vegetation wie z.B. Bäume oder Büsche auf ihrem Grundstück rund um das Haus angepflanzt haben. Die Vorzüge liegen doch auf der Hand: Sichtschutz, Windschutz, Schatten, Schutz vor Regen und eventuell Früchte und Obst zum Essen. Stattdessen zog sich das bisherige Jahr über eine Wüste aus roher Erde und einiger karger Grasbüschel rund um das nachbarliche Haus. Lediglich ein einzelner Mangobaum und ein kleiner Papayabaum sind auf dem grossen Grundstück zu finden. Doch dann begann die Regenzeit. Der stetige Regen und die gleichzeitigen hohen Temperaturen lassen die Natur in der Regenzeit explodieren. Das Gras wächst übermannshoch, und Büsche, die zu Beginn der Regenzeit die Grösse kleiner Setzlinge haben, schiessen binnen weniger Tage auf einmeterfünfzig Höhe. Das Bild der Landschaft verändert sich radikal. Auf einmal wird aus einer steppenartigen Landschaft eine durchgängig grüne Oase. Unsere Nachbarn und überhaupt 90% der Menschen h...

The Penhalonga Battle

The idea was to visit a waterfall near Penhalonga, a place in the mountains at 1.500m close to the zimbabwian border 25km away from Manica. Under normal weather conditions with a normal 4x4 car this journey takes max 40 min. Today, rainy season, constant light rainfall. But we have this great old fashioned british Land Rover from Rory. It is a fight. The ways are extremely slippy. We get stuck several times and it is a mess. I loved it. After two hours we give up (not the car !!!). I guess I was lucky wearing my white trousers as they show the whole mess perfectly. Anyone an idea how to wash this ...?

EDOMOKI goes Mosambik

"Ich werde in Afrika einen Kicker bauen!" - mit dieser Vision und einigem bei "Kickerklaus" (www.kickerklaus.de) erworbenen Kickerzubehör, verliessen wir im Juli 2010 Deutschland gen Mosambik. Die Zukunft und der Erfolg dieses Planes war ungewiss. Zu viel Unplanbares, zu viele Rätsel, die dieses Land in punkto professionellem Kickern umwittern. Gibt es in Mosambik brauchbare Materialien? Werde ich versierte Handwerker finden, die sich in diesem hochpräzisen handwerklichen Metier auskennen? Der Zufall, oder wohl eher der grosse afrikanische Kickergott, wollte es so, dass wir in einer Gegend in Mosambik landeten, die für Holzgewinnung und Holzverarbeitung bekannt ist. Die Stadt Manica lag einst umgeben von finsteren Urwäldern, in denen die exostischsten Tropenhölzer zu finden waren. Heute gibt es nur noch vereinzelte Wälder in entlegenen Gebieten. Doch noch war er nicht geschlagen, der letzte Baum, aus dem sich der Korpus für einen Tischkicker tischlern liesse....

Sitzend wachen

Der Job als Wachmann, rund um die Uhr eine Pforte, ein Tor oder einen Eingang zu bewachen, wird allgemein ungern im Stehen verrichtet. Man sollte also meinen, dass zur Standardausrüstung eines Wachmanns zu allererst ein Stuhl gehört, und erst danach über die Anschaffung weiteren Firlefanzes wie Uniform, Knüppel oder Handschellen nachgedacht wird. Auch in Mosambik kann man jedoch im unmittelbaren Umfeld eines Wachmanns eher die letztgenannten Gegenstände finden und eher selten neu gekaufte Sitzmöbel. Der Stuhl für den Wachmann muss also in der Regel eigenmächtig von ihm selber organisiert werden. Design- und Ergonomieaspekte spielen bei der Suche nach der Sitzgelegenheit eine eher untergeordnete Rolle. Betrachtet man die in Maputo eingesetzten Wachmann-Stühle wird schnell klar, dass das Hauptkriterium bei der Auswahl eines passenden Stuhles der Preis ist: das Teil muss umsonst zu haben sein - alles andere kommt nicht neben die Pforte. Nun liegt es wohl in der Natur der Sache, dass G...

Fun with Coconuts

Prepare a Coconut snack and an oil candle from a Coconut in ten easy steps. Here is how it works: You need: - a Coconut - drill - handsaw - strong knife - straw - sandpaper (- maybe: a fridge and a glass) Step 1 Put the Coconut in a fridge for about one night. Step 2 Get all the mentioned stuff you need and look out for a shady place to start the work. Step 3 Drill a hole in the (cold) Coconut. Use one of the three dark spots to do so. Either insert the straw and drink the cold and refreshing Coconut water directly, or pour the Coconut water in a glass and keep it in the fridge for later. Step 4 Use the handsaw to cut the Coconut into two pieces. Step 5 Get the white Coconut flesh from the two half Coconut pieces. Use a strong knife. Mind your fingers. Step 6 The Cococnut part with the three dark spots and the hole is no longer needed. Step 7 Prepare the Coconut meat. First cleaning and washing with water. Then cutting into small stripes is best to have ...

MOZ hat die Haare schön

Mosambik. Erstes Mal in Afrika. Was wird am Anfang wohl das Prägendste sein? Welche Eindrücke werden mich am Meisten beschäftigen im Alltag der ersten Tage? Diese Fragen stellt sich wohl unbewusst fast jeder, der in ein fremdes Land geht. Und genauso unbewusst und automatisch beantwortet jeder für sich diese Fragen mit Bildern, die eine Erwartung aufs Neue umschreiben, die nur begründet sein kann auf den Dingen, die man bereits über das Land gehört, gelesen oder sonstwie erfahren hat. Ich dachte vorher, als grosser Weisser in einer Menschenmasse aus Schwarzen zu sein, würde dieses Prägende der ersten Tage darstellen. Weit gefehlt. In Indien fühlte ich mich viel mehr beäugt und verfolgt von den interessierten und neugierigen Augen der Inder. Auch wurde ich anfangs oft und gerne von irgendwelchen Leuten mit "hello, my friend" angesprochen. Das anfängliche Grundgefühl war das eines außenstehenden, herausgehobenen Betrachters. Hier in Mosambik, wo auch viel weniger Menschen auf...

Erster Blick auf Maputo

Maputo hat sozialistischen Charme: schon bei unserem ersten Spaziergang durch die Stadt fallen die relativ breiten Avenidas mit ihren beidseitigen Gehwegen und Baumreihen positiv auf. Verglichen mit Mumbai ist es sehr bequem zu spazieren. Die Luft ist dank der Meeresbrise meist sauber, die Menschen sind ebenso nett, doch weniger zahlreich wie in Mumbai. Der Innenstadtbereich lässt sich in einer Dreiviertelstunde zu Fuss durchqueren. Obendrein haben die Strassen wohlklingende Namen wie: Avenida Salvadore Allende, Avenida Karl Marx oder Avenida Vladimir Lenine. Das DED Gästehaus, in dem wir wohnen, liegt nicht weit vom Meer entfernt. Nahe einer der zentralen Strassen mit zahlreichen Restaurants und Einkaufsmöglichkeiten, ist es dennoch ruhig in einer Nebenstrasse gelegen. Von der Dachterrasse haben wir einen tollen Blick über die Stadt und die Meeresbucht. Kulinarisch ist bisher ein leckeres Frühstück in einem der zahlreichen Strassencafés erwähn...