Direkt zum Hauptbereich

Posts

Posts mit dem Label "Maputo" werden angezeigt.

Sitzend wachen

Der Job als Wachmann, rund um die Uhr eine Pforte, ein Tor oder einen Eingang zu bewachen, wird allgemein ungern im Stehen verrichtet. Man sollte also meinen, dass zur Standardausrüstung eines Wachmanns zu allererst ein Stuhl gehört, und erst danach über die Anschaffung weiteren Firlefanzes wie Uniform, Knüppel oder Handschellen nachgedacht wird. Auch in Mosambik kann man jedoch im unmittelbaren Umfeld eines Wachmanns eher die letztgenannten Gegenstände finden und eher selten neu gekaufte Sitzmöbel. Der Stuhl für den Wachmann muss also in der Regel eigenmächtig von ihm selber organisiert werden. Design- und Ergonomieaspekte spielen bei der Suche nach der Sitzgelegenheit eine eher untergeordnete Rolle. Betrachtet man die in Maputo eingesetzten Wachmann-Stühle wird schnell klar, dass das Hauptkriterium bei der Auswahl eines passenden Stuhles der Preis ist: das Teil muss umsonst zu haben sein - alles andere kommt nicht neben die Pforte. Nun liegt es wohl in der Natur der Sache, dass G...

MOZ hat die Haare schön

Mosambik. Erstes Mal in Afrika. Was wird am Anfang wohl das Prägendste sein? Welche Eindrücke werden mich am Meisten beschäftigen im Alltag der ersten Tage? Diese Fragen stellt sich wohl unbewusst fast jeder, der in ein fremdes Land geht. Und genauso unbewusst und automatisch beantwortet jeder für sich diese Fragen mit Bildern, die eine Erwartung aufs Neue umschreiben, die nur begründet sein kann auf den Dingen, die man bereits über das Land gehört, gelesen oder sonstwie erfahren hat. Ich dachte vorher, als grosser Weisser in einer Menschenmasse aus Schwarzen zu sein, würde dieses Prägende der ersten Tage darstellen. Weit gefehlt. In Indien fühlte ich mich viel mehr beäugt und verfolgt von den interessierten und neugierigen Augen der Inder. Auch wurde ich anfangs oft und gerne von irgendwelchen Leuten mit "hello, my friend" angesprochen. Das anfängliche Grundgefühl war das eines außenstehenden, herausgehobenen Betrachters. Hier in Mosambik, wo auch viel weniger Menschen auf...

Afrikabiere

Wenn Mann als Deutscher schon in Afrika weilt, dann ist es nur folgerichtig und geradezu klassisch als erstes über das hiesige Bier zu schreiben. Selbst der Geheimrath hätte in der gleichen Situation nicht anders gehandelt. Zunächst gibt es über die hiesigen Biere nur massiv Gutes zu berichten. Punkt eins: es gibt Bier in guter Auswahl. Und weiter: Bier ist selbst in Restaurants nicht allzu teuer (ab ca. 1 Euro die Flasche). Biertrinken ist populär. Überall und zu jeder Tageszeit wird Bier verkauft und konsumiert. Bier ist hier ein Männergetränk - die Dame trinkt Sangria.  Dennoch gilt auch festzuhalten: Alle im Folgenden beschriebenen Biere nehmen es mit den Regeln eines Deutschen Reinheitsgebotes nicht so ernst. Meist findet sich zum Beispiel Zucker auf der Liste der enthaltenen Substanzen. Da höre ich schon den ersten Kronkorken zischen! Es geht also los:   2M Gesprochen "Doschämme", steht für "MAC Mahon" und kommt nicht aus Cupertino. Ein leichtes Bier ...