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Posts

Es werden Posts vom 2012 angezeigt.

Alles neu: 2013! Alles Gute!

Seit dem Ende unseres Einsatzes in Mosambik sind wir auf vielen Stationen über Bolivien und quer durch Deutschland gereist. Die Beschwerden des Lebens "aus dem Koffer" wurden dabei aufgewogen durch viele schöne Momente, die wir endlich wieder mit Freunden und Familie in Deutschland und Bolivien teilen konnten. An alle, die wir in 2012 sehen konnten, und die uns geholfen haben ein grosses Dankeschön. Und an alle, die wir leider noch nicht sehen, sprechen und besuchen konnten: 2013 geht da was!    Die Odyssee hat sich gelohnt. Wir sind in Heide gestrandet und es passt gut. Die Stadt, die Menschen und das Leben hier sagen uns zu. Und so freuen wir uns auf ein Jahr in dem mal wieder viel Neues zu entdecken ist. Und wir freuen uns natürlich auch auf Post, Mails, Anrufe und Besuche. Familie Jahnsen Loher Weg 2, 25746 Heide jahnsen(at)jahnsen.info 0157.78913829 oder 015773829485

Tschüss Mosambik!

*tino onana Moçambique (Shona) = tschüss / bye / chau  Mozambique Tschüss Mosambik. Unsere gemeinsame Zeit ist um. Und wir sagen danke. Alle unsere Sachen sind im Container auf dem Seeweg nach Hamburg. Es war viel Arbeit und Mühe alles in Kisten zu verpacken, diese dann nach Beira in den Hafen zu bringen, alles in einen Container zu packen und das alles dann abzuschicken (Stichwort: mosambikanisches Behördenpoker). Einen Riesendank nochmal allen, die uns dabei unterstützt und geholfen haben. Während das Containerschiff nun etwa zwei Monate unterwegs ist, machen wir Urlaub im Bolivianischen und sind dann ab Mitte Juli in Deutschland. "Schick mir ein Foto von dir, oder eine Postkarte, Geh, es ist vorbei, Goodbye!"   (Stereo Total)

"So gross!" - Gestendesign im internationalen Wettstreit

"Unser Sohn ist schon so gross..." - ich stehe mit einem Mitarbeiter der Stadtverwaltung auf dem weiten, staubigen Sandplatz vor dem Munizipgebäude in Manica. Wie immer, wenn wir uns treffen, erkundigt er sich intensiv über das Befinden meiner Familie. Diesmal will ich ihm also erzählen, wie hoch Jamal inzwischen gewachsen ist. Dazu strecke ich meine flache Hand auf der Höhe meines Knies aus, und messe den Abstand zum Boden, um eine Idee von der Scheitelhöhe des Kleinen zu vermitteln. Plötzlich ist mein Gegenüber sichtlich verstört. Es muss die Geste des Abmessens der Höhe vom Boden mit der flachen Hand sein, die ihn irritiert. Nach kurzer Verlegenheitspause löst sich das Missverständnis in ein Lachen, und er erklärt mir, wie in Mosambik "abgemessen" wird: Um jemand anderem die Grösse einer Person zu verdeutlichen ist es hier tabu, dafür die flache Hand zu benutzen. Für den Menschen, als aufrecht gehendes Lebewesen, so wird mir erklärt, sei diese Geste unpassen

Antarktisexpedition goes Afrika

Insektengleich steht dieses gelbe Teil seit etwa einer Woche beim Munizip in Manica auf dem Hof, und wartet auf seinen Einsatz im Bereich Strassenbau und Strasseninstandsetzung. Ein Monstrum, welches das Gebäude des Ratssaals überragt. Es muss nun nur noch jemand gefunden werden, der den "Nivelador" bedienen kann, ihn bändigt und ihm die richtige Spur weist - bei der imposanten Anzahl Hebel und Knöpfe im Cockpit keine ganz leichte Aufgabe. Ein Aufkleber auf der Seite weist auf die chinesische Antarktisexpedition hin. Vermutlich ist das Gerät jedoch nie dort angekommen - zu neu und ungebraucht sieht es aus. Vielleicht wurde gerade noch rechtzeitig bemerkt, dass man statt einer Strassenmaschine besser noch ein paar mehr Schneepflüge mitnehmen sollte? Statt Eisberge und Schneewehen sind nun also roter Schlamm und überreife Mangos aus dem Weg zu räumen. Von dieser Stelle sei dem XGMA-38120 im Munizip Manica allzeit gute Fahrt gewünscht.

Bei mir alles gut

Wenn sich zwei Bekannte in der Stadt treffen, ist es ja logisch, dass der jeweils andere fragt wie es einem geht. Im ideal angenommenen Regelfall werden also vier Sätze gewechselt, zwei von jeder Person: Person 1 und 2 treffen sich. Person 1: Wie gehts? Person 2: Gut. Danke. Person 2: Und wie gehts Dir? Person 1: Mir gehts auch gut. Danke. Ich beobachte gerade in Mosambik, dass hier zunehmend, wohl aus allgemeiner Übereinkunft heraus, und aus der zwangsläufigen Logik, dass natürlich der andere fragt wie es einem gehe, die beiden einleitenden Fragesätze bei einer normalen Begrüssung weggelassen werden. Die Konversation verkürzt sich also wie folgt: Person 1 und 2 treffen sich. Person 1: Bei mir alles gut. Danke. Person 2: Bei mir auch alles gut. Danke. Es scheint auf den ersten Blick etwas egoistisch, dem Gegenüber als aller erstes sein eigenes Befinden mitzuteilen, anstatt sich erst nach dem Befinden des anderen zu erkundigen. Vielleicht kann man darin jedoch auch eine

Die fertigen Schulbänke

"Mr. George, do you trust your car?" Wir stehen im Nieselregen mit dem Auto vor der Tischlerei. Die Bänke für die New Horizon School sind alle fertig, und stehen seit zwei Tagen im Regen. Wo auch sonst? Das Dach der Tischlerei taugt nicht mal richtig als Schattenspender, geschweige denn als Schutz vor Regen. Die bis zu 5cm dicken Eukalyptusbohlen der Bänke haben sich mit Wasser vollgesogen. Eine Bank wiegt nun knappe 40kg. Das sind bei 20 Bänken etwa 800 kg Gewicht. Gerade mal die Hälfte der Bänke sind aufgeladen. Die hinteren Reifen des Pickups versinken im Dreck, der sich hier unterhalb des Marktes mit dem Müll und den Exkrementem aus dem offenen Abfluss der öffentlichen Toiletten vermischt. Ich drehe mich zum Schulleiter Mr. Bright, der die Frage an mich gerichtet hat: "Yes, no problem, let´s continue." Mit einigen Helfern wuchten wir die Bänke auf die Ladefläche. Die Helfer sind nicht leicht zu finden, denn obwohl die Stadt voller Leute ist, sind nun zwisch