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Es werden Posts vom Juli, 2014 angezeigt.

Vorwärts . Vamos . Sommerparty

Jamals erster Frisörbesuch

Es ist Sommertag. Her muss die Sommerfrisur. Bei Jamal und bei Papa. Jamals Kopfwollestil ist bislang geprägt von zahlreichen väterlichen Schneideterminen. Wenn sich Innovation und Experimentierlust mit Selbstüberschätzung und Dilettantismus mischen, kommt meist Gutes bei raus. Mit Bastelschere, iPad (Ablenkung) und einigen Basistipps in Sachen Haareschneiden von Tante Erika, ging bislang das Kürzen gut von der Hand und war obendrein eine grandiose Vater-Sohn Teambuilding Maßnahme.  Warum davon abrücken? Weil das Drum und Dran eines richtigen Frisörbesuches, zumal beim nahe gelegenen Frisör mit jungem gemischt südeuropäisch-nordafrikanischem Team, ähnlich reichhaltige Lebenserfahrungen verspricht. Vertrauen und Vertrautheit zu den genannten Frisören sind bei Jamal schon da: zum Einen sind das quasi unsere Nachbarn, zum Anderen ist es nun schon das dritte Mal, daß er neben Papa aus dem Frisörstuhl heraus die professionelle Frisörtätigkeit der Schwarzgelmatten begutachtet. Jed

Wie Garten-Nazis Grasbüschelchen zupfen

"Zu jedem gepflegten Garten, gehört immer auch ein geleerter Kopf."  Gerade eben selber vorsichtig mein Gehirn im Schuppen in einen unbenutzten Blumentopf gleiten lassen, um mich meditativ und ungestört der Gartenarbeit zu widmen. Ah, tut das gut! Und so befreiend. Gartenarbeit. Muss das denn sein? Biomasse hat sich inzwischen zahlreiche Wege ins Haus gebahnt. Armdicke Bündel aus Efeu- und Knöterichwurzeln: die ritzengeschwächten Anschlusspunkte zwischen Wand und Dach ausnutzend, drängen sie massiv ins Innere, überziehen Wände, passieren Flure und durchbrechen Geschossdecken. Kurz schulterzuckend bemerken, dass wir kaum noch vom Schlafzimmer ins Bad kommen, weil alles zugewuchert ist. Aber wir waschen uns ja sowieso fast nie, und wenn, dann im Gartenteich oder der Regenwassertonne. Im Dachgebälk nisten in der Wärmedämmung zahlreiche Vögel, Dachsbauten in den Zwischenwänden aus Gipskarton, flauschiger Moos auf dem Stäbchenparkett, Dammwild sucht Unterschlupf in der Einbauk

Warwerort

Es sind 16 Kilometer von unserer Haustür zum "Strand" nach Warwerort, einem kleinen Dorf kurz südlich vor Büsum. Die Küste ist dort wunderbar unaufgeregt. Grasdeich mit Schafen und einigen Zäunen, ein kleiner Asphaltweg, Basaltsteine als letzte Bastion zum Meer und dann Matsch mit Buhnen dazwischen. Sonntag. Wir fahren nach dem Mittag bei offen, warmem Sommerwetter hin. Die Sachen irgendwie schnell ins Auto geworfen. Söhne nicht vergessen. Der Parkplatz mit kleinem Kioskrestaurant liegt zwischen Deich und Speicherkoog. Deichtreppe hoch und schon sind wir da. Hier war noch nie viel los.  Die Strandmuschel trotzt dem Wind. Wolken sehen uns wie Rundhölzer auf dem Rasen herumkullern. Dann rein in den Matsch. Ebbe ist Entdeckerzeit, wenn Mensch auf dem Meeresboden zu Besuch ist. Geschlüpfte Minikrebse tausendfach kaum größer als Marienkäfer. Die Buhnen voller Tang umarmen kleine grüne Grasplacken wie hingepflanzt mitten im Watt. Der Wind erzählt, dass es immer so sein