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Es werden Posts vom 2008 angezeigt.

Skizzen-Kitchen-Paper

Was dem Tischler der Zollstock, dem Metzger das Hackebeil, der Friseuse der Lockenwickler, (...), ist dem Planer sein Skizzenpapier auf einer handlichen Rolle. Ein Entwerfen und Herumkritzeln ohne dieses halbtransparente Hilfsmittel scheint ihm undenkbar. Daher war die Rolle Skizzenpapier eines der ersten Dinge, die ich an meinem neuen Arbeitsplatz in Indien vermisst habe. Der Assistent für die Materialbeschaffung wackelte nur höflich mit dem Kopf und verwies auf einen DIN A4 Block mit Transparentpapier. Die Mitarbeiter und Studenten im fortgeschrittenen Semester winkten ebenso ab, wie die Verkäufer in den zahlreichen Papiergeschäften, die ich mit meinem dringlichen Anliegen aufsuchte. Transparentpapier auf der Rolle schien es in Indien nicht zu geben. Also habe ich mir in der Not schließlich aus Skizzenpapierbögen im DIN A2 Format eine Rolle selber gewickelt. Die handgedrehte Skizzenpapierrolle: erst mit dem Cutter lange Streifen geschnitten und dann ein Blatt nach dem anderen aufgew

indisches WEB 2.0

Wäre es nicht faszinierend, das weitgehend virtuelle Internet in der physischen Umwelt zu sehen? -diese unvorstellbaren Datenströme sichtbar, ja greifbar zu machen? Schon seit Beginn des Internetbooms ist Mumbai diesen Weg konsequent gegangen. Wer in Mumbai einen Internetanschluss bei einer der Telekommunikationsgesellschaften beantragt, hat am nächsten Tag die Strippenzieher vor der Tür stehen. Die Herren mit der großen Kabeltrommel wissen wo der nächste heiße Knoten im Datennetzwerk liegt und peilen diesen vom Balkon aus an. Kurze Zeit später baumelt das nächste Ethernet-Kabel in der Luft und lädt die Vögel zum Schaukeln ein. Letztere sind für die vielen Netzausfälle und offline-Zeiten verantwortlich: wenn zu viele Vögel "online" sind gibts Kabelbruch. Abhilfe bietet das indische WEB 2.0: Statt direkt die Netzwerkkabel von Haus zu Haus zu spannen übernimmt bei dieser neuartigen Netzwerkarchitektur ein dünnes Stahlseil die Zugkräfte. An diesem ist das Daten übermittelnde

GEHWEG

Geh-Weg. Schon der Name drückt pure Bewegung aus. Und das macht den Gehweg unschlagbar: der Transitraum für die fußläufige Fortbewegung. Der Gehweg: ihr kompetender Partner, wenn es um Herumlatschen geht. In Mumbai geht man mit dem Gehweg einen anderen Weg, bei dem die Überwindung von Raum im Sinne einer Fortbewegung weniger im Mittelpunk steht. Hier ist der Gehweg mehr ein nötiger Deckel aus Stahlbeton für die darunterliegende Regenwasserableitung. Diese Kanäle sind für die Stadt während der schweren Monsunregenfälle überlebenswichtig. Und in der langen trockenen übrigen Zeit des Jahres ein prima Ort, um unkompliziert Müll zu entsorgen. Alle 5 Meter hat der "Gehweg" ein 1 mal 1 Meter Loch. Dieses schluckt zuverlässig bei Regenereignissen die Wassermassen, in der Trockenzeit den Müll und bei Dunkelheit unvorsichtige Passanten. Aber an vielen Stellen sind diese Schachteingänge auch mit passenden Stahlbetondeckeln verschlossen. Schließlich gilt: Security first. Die Verwaltu

WATERCOLOUR · Bandra

Die Kreativ-/ Kunst- und Malschule ihres Vertrauens hat nun in Mumbai / Bandra eröffnet. Ab sofort finden für Kinder, Jugendliche und Erwachsene verschiedene Kurse zu den o.g. Themen statt. Anmeldung unter shanti[at]jahnsen.info oder unter 0091 9833352606. Weitere Infos im >>> Flyer

Bagel Shop

Mit dem Slogan "Bread for your head" wirbt der Bagel Shop um Kundschaft. Und wir kommen, denn es lohnt sich. Das kleine Bistro liegt zwischen unserer Wohnung und dem Meer in einer mäßig befahrenen Nebenstraße im grünen Stadtviertel Pali Hill. Die Außensitzplätze sind zusätzlich mit üppigem Grün beschattet. In Korbstühlen und Sofas läßt es sich gemütlich über Stunden aushalten. Die Einrichtung ist "alternativ", künstlerisch: Malereien, Grafiken und Bilder zieren die Wände. Zu den Bagels gibt es die verschiedensten Getränke und Shakes.Die Kellner sind lustige Jungs aus der Gegend. Ambiente und Bewirtung werden abgerundet durch schnurloses umsonst Internet. So ist dieser Ort inzwischen zu einem festen Bestandteil unserer Wochenenden geworden. Hier treffen wir Freunde zum zweiten Frühstück, lesen Online Zeitung, bloggen oder schreiben E-Mails. Und es gibt den Nutellabagel - Riesensauerei beim Essen (Nutella ist bei 36 Grad quasi flüssig), aber eben Nutella. Bild:

Mumbai Nachrichten

Das Bild im Fernsehen ist drei-, vier oder sechsfach geteilt: in Briefmarkengröße laufen Polizisten und Soldaten vor brennenden Gebäuden umher. Minutenlange Wackelaufnahmen eines Fensters hinter dem nichts passiert. Stimmengewirr von Reportern, die gleichzeitig Situationsbeschreibungen stammeln und dazu am unteren Bildrand mehrere Zeilen mit laufendem Text. Die "unübersichtliche Nachrichtenlage" in der Stadt findet ihr passendes Format im Breaking-News-Fernsehen. Nonstop. Und das will alles nicht nach Journalismus aussehen. Ist aber eine sichere Methode Kopfschmerzen zu bekommen. Unsere Alternative sind die (v.a. deutschen) Online Nachrichten. Deren Stärke ist es einen guten Überblick zu geben ohne sich in Details zu verlieren. Und doch liefert gerade Spiegel online teilweise ein ziemlich in Bildzeitungsmanier verzerrtes Bild: Die Stadt versinkt weder in Chaos noch herrscht überall Angst und Schrecken. Es ist ruhiger in der Stadt als sonst - und das war es auch schon. Es i

"Attack on Mumbai"

Während die Nachrichten aus Mumbai sich rasant um die Welt verbreiten, schlummern wir ahnungslos. Erst ein Anruf aus Deutschland weckt uns am frühen morgen. Unser Stadtviertel ist zum Glück weit entfernt von den Vorgängen. Dennoch verlassen wir heute nicht das Haus. Alle öffentlichen Einrichtungen sind geschlossen, so auch Raffles. Terrorfrei. Danke für die vielen umsorgten Rückfragen. Nochmal kurz knapp und klar: bei uns ist alles in Ordnung. Detaillierte Situationsberichte und analytische Einschätzungen direkt von der Frontlinie dann später an dieser Stelle.

WASSER

"Wasser ist Leben" Wir trinken kein Wasser, sondern "Bisleri" - dies ist der Name der Firma, die die Stadt mit jener Sorte Wasser beliefert, nach dessen Genuss man nicht zwangsläufig im Krankenhaus landet. Und unter diesem Namen kennt und bestellt man Wasser: "do you have Bisleri?"  Betont markenbewusst ordert man auch eine Fotokopie am Kiosk, oder im Copyshop: "make me Xerox, please." (dazu eine Handbewegung wie sie ein DJ auf dem Plattenteller vollführt) Mit dem Unterschied, daß tatsächlich kaum jemand weiß, was eine "Copy" ist. Nunja, in Deutschland schnoddert man ja auch ins "Tempo"-Taschentuch. Das Wasser aus der Leitung ist, wie schon erwähnt, mehr was für Gefahrensucher: durchsetzt mit Schwebeteilchen und undefinierbarem Mini-Gekraute kommt es mit intensivem Chlor-Bouquett ins Haus. Wenn es denn mal kommt! Wie groß ist jeden morgen und jeden abend um kurz nach acht die Freude, wenn lautes Gluggern in der Leitung d

TIERE

Der Himmel über der Stadt gehört den Vögeln. Von unserer Wohnung aus können wir die vielen Schwärme und einzelne imposante Greifvögel sehen. Neben den großen Greifvögeln sind die Papageien am spannendsten zu beobachten. "City Parrots" ist der gleichnamige Titel einer Gruppe bei flickr. Unsere City Parrots sind knallgrün und haben rote Schnäbel. Wenn die Papageien auch nicht so zahlreich wie die Tauben, Krähen und Greifvögel vorkommen so sind sie jedoch sehr stetige und treue Besucher: jeden morgen beim Frühstück sitzen 2 oder mehr von Ihnen auf der Stromleitung oder im Baum gegenüber und sehen und rufen zu uns ins Fenster. Nach ein paar Minuten ausruhen und putzen stürzen sie sich senkrecht in die Tiefe und fliegen davon. Die Taubenmassen sorgen für eine zuverlässig lückenlos zugeschissene Stadt. Im Besonderen trifft das auf den Innenhof unseres Hauses zu. Bei offenem Fenster kommen sie auch gerne mal in die Wohnung. Auf dem Boden sind die üblichen Straßenhunde und manchma

DAS MEER

Das Meer liegt in etwa 1500 m Entfernung zu unserer Wohnung. Leider können wir es von dort aus nicht sehen, weil der "Pali-Hill" dazwischen liegt. Von der Dachterrasse meiner Arbeitsstelle ist es jedoch zu erkennen. Von unserer Wohnung aus brauchen wir zu Fuß etwa 20 Minuten. Dann sind wir an der sogenannten Carter Road, einer Straße mit breiter Promenade direkt am Wasser. Die Küste ist hier steinig und felsig. Das Wasser ist bei Ebbe dann weitere 500 m entfernt. Man kann auf Steinbänken sitzen und auf den Horizont gucken. Kleinere Mangrovenwälder sind in der Nähe. Leider ist das Wasser sehr stark verschmutzt. Gerade bei Ebbe merkt man dies: Papier und Plastiktüten liegen auf den Steinen und manchmal liegt ein unschöner Geruch in der Luft. Dennoch lohnt es sich - beispielsweise für Sonnenunterganggucken. Dann gibt es eine weitere Strand-Möglichkeit: Juhu Beach ca. 2 km weiter im Norden gelegen. Von unserer Wohnung brauchen wir mit der Rickshaw 20 Minuten. Dort gibt es ein

Essen in Bandra

Lecker, lecker, lecker, muss man schon sagen !! Wir sind mangels einer ausgestatteten Küche bisher jeden abend im Stadtviertel unserer Wohnung auf Restaurantsuche. Das ist bequem, erschwinglich und überaus lecker. In der Regel sind die Räumlichkeiten in denen gespeist wird (wie bereits beschrieben) auf Temperaturen heruntergekühlt, die den in der Stadt grassierenden Erkältungswellen den Boden bereiten. Die Speisekarten sind sehr umfangreich, und bis auf einige Ausnahmen (zumindest für mich) meist unverständlich. Nur anhand einiger Wortfetzen (Alu=Kartoffel, Paneer=Käse etc.) kann ich inzwischen einige Gerichte in Kategorien einordnen; Ist aber auch eigentlich nicht nötig: bisher hat alles ziemlich gut und interessant geschmeckt. Bekömmlich ist die Küche sowieso. Für Vegetarier haben die Restaurants mindestens die gleiche Anzahl an "Veg"-Gerichten parat, wie Fleischgerichte. Kurzum: der kochende Inder hat bisher perfekt unseren Geschmack getroffen. Weil viel und gerne mit d

die ARBEIT

Den ersten morgen in Mumbai werden wir nach dem Frühstück vom netten Raffles Chauffeur im kühlschrank-klimatisierten Auto abgeholt. Die Sonne scheint, die Luft ist schwer feucht heiß. Ein kurzer Aufenthalt im Freien und etwas Bewegung genügt bereits , um durchgeschwitzt zu sein. Dünnes Hemd, dünne Hose, Unterhose und ein paar leichte, offene Schuhe sind das Maximum an Kleidung, welches noch erträglich ist. Die Raffles-Design-Uni liegt in der Linkin-Road, eine der quirligsten und lebendigsten Straßen des Stadtviertels Bandra. Auch im Westen bekannte Modelabels, McDonalds, Banken und jede Menge andere Geschäfte befinden sich ebenso in der Straße. Der Leiter von Raffles Mumbai, führt uns durch das ganze Gebäude und stellt uns allen vor. Auf fünf Etagen befinden sich alle Büros und Arbeitsräume. Alles ist hell und freundlich. Die Wände sind teilweise mit Pastelltönen gestaltet. Studentenarbeiten sind an den Wänden ausgestellt. Möbel und Schreibtische sind aus hellem Holz. Für alle Lecture

das Wetter

"36 Grad - kein Ventilator das Leben kommt mir gar nicht hart vor" 2Raumwohnung Pünktlich zum Ende der Regenzeit sind wir angekommen. Die Tage unserer ersten Woche sind die heißesten im ganzen Jahr. Wir hatten jetzt tagsüber durchgehend 36 bis 37 Grad (im Schatten). Nachts wird es kaum "kühler" als 27 Grad. Die Zeitungen berichten von vielen Erkrankungen, die auf die Hitze zurückzuführen sind. Die nächsten Regenschauer wird es tatsächlich erst im Juni nächsten Jahres geben. Ein Glück: wir haben unsere Fleecejacken, Lamasocken und Allwetter-GoreTex Ausrüstung dabei ! Nachts nervt das Rattern der Klimaanlagen im Hotel. Da unsere Wohnung gut (quer-)belüftet ist, werden wir zum Glück keine Klimaanlage brauchen. Ein großer Pluspunkt unseres Stadtviertes (Bandra) sind die vielen großen - manchmal mächtigen - Bäume in den Straßen. Sie senken die Temperatur merklich und filtern auch die Luft spürbar. Die Straßen sind an vielen Stellen wie 8 Meter hohe grüne Tunnel mit to

NAUSHAD-ALI

Er stand morgens auf einmal im Raffles Büro neben uns und nahm die Anweisungen der Kollegen entgegen, was bei unserer Wohnungssuche zu beachten sei. Anfangs war uns schleierhaft, was er eigentlich tut, woher er kommt und wie er sein Geld verdient. Er war einfach immer da: Knappe 1,60m groß, um die 20 Jahre alt, schwarze Haare, kurzer Vollbart mit akzentuiertem Schnurrbart und Baseballkap. Das gepflegtes Hemd mit aufgekrempelten Ärmeln, die Anzughose und die Lederschuhe allesamt etwas zu groß, so daß eine seriöse und doch legere Gesamthaltung entsteht. Cool, locker, zielstrebig und kompetent sein Arbeitsstil. Seine zwei Mobiltelefone in der Hemdtasche mit grellem Klingelton sind fast pausenlos im Einsatz. Der Muslim-Hip-Hopper als Makler und Problemlöser für alles. Der wandelnde Knoten in einem Netzwerk, daß geschätzte 50 Leute umfasst. Egal was man ihn fragt, er hat immer eine Antwort, bzw. holt sie sich von jemand anderem - sofort. Kommunikation und sofortiges Handeln sind seine Mark

Mumbai speaking ... ?

Wir sind gut in Mumbai angekommen. Alles läuft bisher für uns sehr gut. Die Stadt übertrifft unsere Erwartungen - die Fülle der Eindrücke macht uns gerade einigermaßen sprachlos . Wir lassen daher erstmal die Bilder sprechen : >>> zum Album "Mumbai_Start"

Dazwischen im Leerraum

Ist es nicht herrlich in einer leeren Wohnung zu sein ! Wenn man stetig scheinbar zu viel hat, ist Leere auf einmal Luxus. Hier die aktuellen Zahlen, wo unsere Sachen geblieben sind (pfeilschnell aus der Hüfte geschätzt).

Evo siegt !

Nun ist Evos Sieg schon fast eine Woche alt - angestoßen haben wir auch schon und unsere Nachrichten und Tageszeitungen haben viel berichtet über Bolivien, was ja sonst eher selten vorkommt. Evo war sogar in der Tagesschau ! Gerade habe ich in einem sehr guten Bolivien Blog eine detaillierte Wahlanalyse gelesen. Es wird unter anderem die Frage beantwortet wo die Stimmengewinne herkommen. Der Autor hat dazu nebenstehende Tabelle angefertigt: muchas gracias !

Mumbai calling

Evo schreibt an die EU

In einem offenen Brief schreibt Evo Morales an die EU und bezieht Stellung zur neuen Abschieberichtlinie der EU.

Länderspielatmosphäre

"Zappelich wie vorm HSV-Spiel."

Höhenfußball

Da wir EM-bedingt sowieso gerade nur noch Fußball im Kopf haben, hier eine schöne Nachricht aus Bolivien: unser aller FIFA - Gott Herr Blatter hat das Höhenlimit für internationale Fußballspiele aufgehoben! (Artikel Spiegel-online) Damit können nun auch im Stadion Hernando-Siles in La Paz wieder spiele stattfinden, und bei unseren Freunden vom FC Potosí. Das alles haben wir natürlich nur einem zu verdanken: Evo. Muuuuchas gracias. Jetzt braucht Bolivien nur noch Losglück bei der Vergabe der WM für 2030 ... Bild: Cholita beim Ligaspiel "Bolivar" vs. "The Strongest" Feb. 2005 (Endstand 2:0) im Stadion Hernando-Siles, La Paz

EM2008 Tippspiel

Rechtzeitig zur Fußball EM gibts auch wieder ein Online-Tippspiel. Für 5 Euro Einsatz kann man mitmachen. Zu gewinnen gibts unter anderem den abgebildeten EM-Pokal. Der Link lautet: http://www.kicktipp.de/oesiem08 Viel Spaß

Trinklied / Canciòn para beber

1. Auswendig lernen 2. Stimme ölen 3. Mitsingen ... die Melodie und das Dazugehampel gibts später Tu tenías toda la razón Du hattest vollkommen recht y no te hice caso und ich habe nicht hören wollen y ahora tengo que reconocer und nun muss ich zugeben delante de un vaso im Angesicht eines Glases que me pesa la cabeza dass mir mein Kopf schwer ist arriba! abajo! al centro! Y todo pa´ dentro! nach oben! nach unten! in die Mitte! und alles hinein!

Cuxhaven

Was für eine Stadt! Am gefühlten letzten Zipfel Niedersachsens hängt nach unendlicher Fahrt durch das wunderschöne Alte Land der wohl ordendlichste Strand Deutschlands. Für 2 Euro 70 darf man ihn sogar betreten, wenn man den Weg durch die gelben Strandkörbe zum Wasser gefunden hat. In Sichtweite fahren die großen Schiffe auf der Elbe Richtung Hamburger Hafen. Die Insel Neuwerk ist auch nur ein (Watt-) Spaziergang entfernt. Der Schlick ist herrlich klebrig zwischen den Füßen, und je weiter man sich vom Strand entfernt, umso einsamer wird es um einen herum. Nach vollbrachtem Fußmarsch kann man sich dann wieder der Fußgängerzone mit ihrem 70er Jahre Charme hingeben. Exotik pur, aus einer längst vergangenen Zeit. Zu Hause fällt mir dann auf: war doch gar nicht so schlimm!

Andenmelone

Spiegel online über die Hüte der Cholitas.

ein Abend

Ein Abend bei den Jahnsens. >>> Fotos

Feiern

4 die Reaktionen

Den manchmal cool wirkenden Jungs mit ihren vermummten Gesichtern ist die Überraschung und die Freude anzusehen: kurz unterbrechen sie ihre Arbeit, blicken überrascht auf und stecken das Paket mit einem Lächelnin den Augen zunächst unausgepackt beiseite, um weiter zu arbeiten. Die Kleineren haben meist keine vermummten Gesichter- auch sie freuen sich riesig. Oft ist die erste Geste nach dem Dank, der Fingerzeig zu anderen Freunden in der Straße, die wir auch beschenken sollen. Wenig später sehen wir bereits einige mit den neuen Sachen herumlaufen. Zwischendurch geht Elisabeth im Menschen- und Verkehrsgewimmel der Innenstadt kurz verloren. Während wir sie mit dem Taxi suchen wird sie auf dem Mittelstreifen der breiten innerstädtischen Straße von einer kleinen Gruppe von Schuhputzern behütet. Sofort wird sie ausgefragt: wo kommst Du her? Wo arbeitest Du? Da noch nicht alle der Gruppe etwas bekommen haben und Elisabeth keine Pakete mehr hat besteht großes Interesse das Taxi mit dem Ko

das ist ja wohl die Höhe (Teil 1)

Dem Nordländer wird es schon leicht schwindelig, wenn er auf einer Düne oder einem Deich steht und von dort oben das famose Meerespanorama überblickt. Gar plötzlich haut es ihn dann aus dem Stand und in Rückenlage in den Dünensand, wenn noch etwas Alkohol z.B. in Form von friesisch herbem Biergenuss mit im Spiel ist. Nun also aus der Norddeutschen Tiefebene in die Anden. Das Flugzeug ist in El Alto, dem Flughafen von La Paz auf über 4.000m Höhe gelandet. Es ist Mitternacht und die Gebirgslandschaft liegt in der Dunkelheit verborgen. Schon im Flugzeug kurz nach der Landung macht sich der fehlende Sauerstoff bemerkbar. Nachdem das Handgepäck aus dem Fach geholt ist, tritt eine unerwartete Erschöpfung mit leichter Atemnot ein: tief Luft holen, Japsen, als würde man Hyperventilieren. Nur sehr langsam kann ich die Gangway herunter gehen und stehe auf dem riesigen dunklen Rollfeld. Die Luft ist klar, kalt und dünn: Luftplörre. Selbst nach einem tiefen Atemzug will der Körper augenblicklich