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Es werden Posts vom 2020 angezeigt.

Das schönste Klo Norddeutschlands

(...) Du hast die Weltmeere bereist und du kennst die Klos des Planeten, Warst in Rio schon pinkeln und bist in London ausgetreten, Hattest Durchfall in Bombay und Verstopfung in Athen, Doch sowas wie mein Klo hast du noch nie gesehen. (...) aus: Fischmob "Dreckmarketing V.1.7" Mitten im deutschen Dezemberlockdown ist es in Norddeutschland grau und trübe und kalt und nass. Und brillianterweise haben wir genau in dieser Zeit mehr als zwei Wochen Urlaub. Aber wir lassen uns nicht vom Wetter abschrecken und machen mit unserem Bus Tagestouren wahlweise in den Süden Hamburgs - in die Nordheide - oder in den wilden Nordwesten an die Küste in Schleswig Holstein. Wir machen lange Wanderungen und geniessen es danach im warmen Bus bei einem heissen Süppchen und Lebkuchen mit Tee oder Kaffee zu sitzen. An der Küste am famosen endlosen Strand von Sankt Peter sind wir fast immer alleine im endlosen Grau. Der Strand ist matschig und von Seen überflutet. Mal ist es gespenstisch still und da

Run OK Please

Es ist beschlossen: das GIZ Team Indien läuft gemeinsam von Delhi nach Eschborn. Alle Kolleginnen und Kollegen zählen dafür ihre Schritte oder Kilometer, die am Tag anfallen. Die bereits zurück gelegte Strecke wird auf einer Karte angezeigt. Auf dem Weg nach Deutschland besuchen wir zusätzlich noch andere GIZ Landesbüros und bieten den dortigen Kolleginnen und Kollegen an mitzumachen. So wird das Ganze eine Art "digital saltmarch" in Corona Zeiten. Und wer weiss - vielleicht umrunden wir zusammen sogar den Erdball.  Video: Kiran und Georg beim Laufen an der Alster  

Becklingen War Cemetery

I used to visit this place long before and for various times. It is situated in the middle of nowhere in a forest - somewhere in between Hamburg and Hannover. It is a well designed and well maintained war cemetery from the Allied Forces of WW II. Although the cemetery is not too big, it is quite impressive mostly because of the uniformity of the gravestones and the simplicity how the lawn and the light slope of the terrain embrace the visitor. Plus the amount of countries from where the soldiers came to fight Nazi-Germany is overwhelming. Soldiers from Australia, New Zealand, Canada, India and more countries are buried here. Many stones are engraved with "Unknown Soldier".  This is the first time I am visiting this place with my family. I only tell my little son beforehand, that this is a graveyard for soldiers. Full of enthusiasm he runs over the lawn and kneels down at some random grave. I am not really a person that believes in Military, the need for weapons and Armed Forc

Kettcar

Der Bauernhof nahe Eichstätt hat eine Scheune zum Hindurchfahren. Mit majestätischem Tor und abschüssigem Gelände. Wie gut, dass reichlich Kettcars vorhanden sind - eines sogar in meiner Grösse. Kiran und ich fahren um die Wette und synchron. Video: Kettcar auf dem Bauernhof. 

Berlin und das Gestern

Wir laufen durch die Innenstadt von Berlin. Gendarmenmakt, Unter den Linden, Brandenburger Tor, Reichstag, Kanzleramt etc....  All die Orte sind mit Kinderaugen betrachtet vermutlich recht flach. Nett, aber flach. Und ich muss das erläutern - verspüre den Drang und die Verpflichtung, meinen Kindern gegenüber, dem ganzen Dimension und Perspektive zu geben.  Also los:  • Unter den Linden - Prachtstrasse. Vorbild Champs Elyssées.  • Brandenburger Tor - ehemaliges Stadttor, deutsche Teilung mit Grenze und irgendwann Party auf der Mauerkrone,  • Reichstag mit der Geschichte unserer Demokratie.  Und so weiter. Unsere Geschichte. Unsere Geschichten.  Dann schlendern wir auf das Denkmal der ermordeten Juden Europas zu. Um uns herum der sonnendurchflutete Tiergarten. Unbedarft fange ich an zu erzählen. Zwinge mich bei der Beschreibung die Nüchternheit und die einfache Sprache der vorangegangenen Stationen beizubehalten. Ich rede zu meinem neunjährigen Sohn. Versuche irgendwie mit einfa

Coronagegenstände: Der Bluetoothkopfhörer

Ich kaue auf dem Gedanken herum, welche Gegenstände in ein paar Jahren die Geschichte der Corona Pandemie aus meiner persönlichen Sicht erzählen werden. Gegenstände, die später einmal meinem Herz und Hirn einen Hopser verpassen, um zurückzudenken an damals, 2020. Heute: Die weissen JBL Bluetoothkopfhörer Meine Zeit im Home Office ist, wie bestimmt auch bei vielen anderen, geprägt durch permanente virtuelle Audio- und Videokonferenzen. Mehrere Stunden am Tag verbringe ich in diesen virtuellen Räumen der Diskussion und des Austausches. Oft ist es dabei nicht nötig, direkt vor dem Computer, oder am Tisch zu sitzen. Die Bluetoothköpfhörer ermöglichen die freie Bewegung in der Wohnung. Ich kann während der virtuellen Treffen herumlaufen, kleinere Arbeiten nebenbei machen, einen Tee kochen oder rumstehen. Während körperlicher Ertüchtigung (bei mir Treppensteigen oder Laufmaschine) bekommen die Kopfhörer Kindersocken als Schweiss-Schutz übergezogen. Die Kopfhörer tragen bei mir essentiell

Das virtuelle Klassenzimmer auf der Hemnes Couch

Wegen Corona. Seit ca. 2 Wochen hat die Schule von Jamal und Kiran geschlossen. Brillianterweise hat es die Schule geschafft, den Unterricht in den verschiedenen Fächern nahtlos im virtuellen Raum weitergehen zu lassen. Die letzten Tage vor der Schulschließung standen ganz unter dem Zeichen der Vorbereitung auf das virtuelle Lernen. Für alle Kinder waren kleine Taschen vorbereitet, die an Ausgabestellen verteilt wurden. Sie beinhalten neben einem iPad mit Ladegerät verschiedene Dokumente, die beschreiben, wie man in die Lern-App reinkommt, und wie weitere Login-Daten und Passwörter lauten. In der täglichen Schulroutine sind zwei Applikationen auf dem iPad zentral: In der "Seesaw-App" laden die verschiedenen Lehrer jeden morgen ihre Begrüßungsvideos und Aufgabestellungen für den Tag hoch. Eine Zahl in einem runden Kreis ("Benachrichtigung") zeigt, wie viele Aufgaben noch zu bearbeiten sind. Die Dinge, die zu tun sind, müssen entweder direkt am iPad bearbeit

Delhi Corona Shutdown

Bereits in der vergangenen Woche, war das öffentliche Leben in Delhi weniger quirlig und laut. Die Schulen hatten geschlossen, viele Firmen sind schon auf Homeoffice umgeschwenkt und auch der Flugbetrieb war eingeschränkt. Am Sonntag war nun eine landesweite freiwillige Ausgangsbeschränkung angeordnet. Die Stimmung über der Stadt könnte veränderter kaum sein. Bei klarem Himmel ist die Luft erfüllt von Vogelgezwitscher. Wir können den ganzen Tag die Türen zur Terrasse geöffnet haben. Um fünf Uhr nachmittags treten dann die Menschen vor ihre Häuser, auf die Balkone und Dachterrassen, um mit Topfschlagen, Klatschen und Glocken den Menschen in den Krankenhäusern Mut und Respekt zu geben. Statt dem stetigen Maschinengedröhne liegt ein helles Klimpern und Klappern über der Stadt. Und so geht dieser stille Tag zu Ende und spendet Zuversicht für die kommenden Tage. Foto oben: Jamal beim Lesen auf der Dachterrasse Video unten: Endlich geht Skateboarden auf der Strasse vor unserem Hau

Corona Ungewissheit in Delhi

Das Schulgelände der American Embassy School in Delhi ist die letzten vier Jahre unser Anker und unser Bezugspunkt gewesen. Dort treffen wir jeden Tag einen grossen Teil unserer befreundeten Familien. Und dort verbringen wir auch viel Freizeit. Es ist an diesem Wochenende als wir erfahren, dass nunmehr das Schulgelände bis Ende März geschlossen ist. Nach dem Wochenende werden die Flughäfen geschlossen, so dass es nicht mehr möglich sein wird, das Land zu verlassen. Alle starren permanent auf ihre Telefone und verfolgen die Corona-Statistiken. Es herrscht Ungewissheit, wie es in Indien weitergehen wird. Bange Fragen und Unsicherheiten. Einige Familien haben sich daher schon entschlossen in ihre Heimatländer abzureisen.  Es sind beklemmende Tage. Alles könnte perfekt sein. Das Wetter ist toll. Der wenige Verkehr und der eingeschränkte Flugbetrieb haben die Luft sauber und den Himmel über Delhi blau gemacht. Alle geniessen nochmal den Pool und die schönen Grün- und Spielanlagen

Happy 2020

2019