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Es werden Posts vom März, 2011 angezeigt.

Muzungu Tours

"Häufige Dienstreisen sind erforderlich aufgrund der Arbeitsplatzaufteilung zwischen den beiden Stadtverwaltungen." (aus der Stellenbeschreibung meines Arbeitsplatzes) Es handelt sich dabei zum einen um die wöchentliche Dienstreise zur Stadtverwaltung nach Catandica , einer Stadt etwa 160 km nördlich von Manica , und zum anderen um weitere sporadische Reisen nach Chimoio , die 70 km entfernt liegende Provinzhauptstadt. Die Strassen zu beiden Orten sind asphaltierte Nationalstrassen, die Mosambik mit Simbabwe und Malawi verbinden. Die Qualität der Strassenoberfläche und der Strassenbreite ist teilweise vergleichbar mit einer deutschen Bundesstrasse - wenn man mal von den zahlreichen Schlaglöchern absieht. Für die 160 km nach Catandica benötige ich etwa zwei Stunden. Zwischen den Städten Manica, Catandica und Chimoio gibt es kaum nennenswerte Infrastruktur. Die Strasse passiert immer wieder kleine Ansammlungen von Hüttendörfern und winzige Verkaufsstände für Obst und Gem

Added convenience . Der Wasserhahn als Designobjekt

Der Wasserhahn in der Mitte des Hofes zwischen den beiden Gebäudeteilen unseres Hauses ist einfach gut. Die Wachmänner zapfen sich hier ihr Trinkwasser, man kann sich die Hände und das Gesicht waschen, oder mit einem Eimer Wasser für alles mögliche holen. Der Wasserhahn ist ein Meisterstück simplen Designs. Ein Stahlrohr kommt aus der Erde, krümmt sich in etwa einem Meter Höhe und endet mit dem einfachen Verschlussmechanismus. Lässt sich da noch irgendetwas verbessern? Die Wasserentnahmestelle soll durch einen zusätzlichen Seife- und Handtuchhalter erweitert werden. Ein etwa 50cm langes Stück 2,5mm Stahldraht, feuerverzinkt, umgreift das bestehende Stahlrohr und formt sowohl die Ablage für das Seifenstück, als auch den Haken für das Handtuch. Es werden keine weiteren Materialien gebraucht. Die Konstruktion ist wetterfest. Design: Georg Jahnsen

Mosambik hält an Kernkraft fest

Neben Südafrika ist Mosambik das einzige Land auf dem afrikanischen Kontinent, welches Atomkraft zur Energiegewinnung nutzt. Nach der Reaktorkatastrophe im japanischen Fukushima, macht die weltweite kritische Diskussion über die Gefahren der Atomenergie auch vor Mosambik nicht halt. In einer Pressekonferenz am Montag verteidigte João Mambula, der Sprecher der genossenschaftlichen Kooperative "Unsere Atomkraft für Mosambiks Zukunft", die Sicherheit und Zuverlässigkeit dieser Technik in Mosambik. Die Kooperative, ein Zusammenschluss von 4 Dorfgemeinschaften mit insgesamt 13 Grossfamilien, ist der verantwortliche Betreiber des einzigen Kernkraftwerks in Mosambik "Centro Nuclear 25 de Setembro" in der Serra Shoa einer Hochebene nahe der simbabwianischen Grenze im Osten des Landes. Mambula verwies auf die langjährigen Erfahrungen, die Mosambik im Umgang mit der Technologie habe. Der Reaktorkomplex in der Serra Shoa wurde von den Portugiesen errichtet und mit der Una

Willkommen im Lutscher-Land

Neulichst hat Simbabwe, das sympatische Nachbarland von Mosambik, seine Währung, den Simbabwe Dollar, kaputtgespielt. Um den Staatshaushalt aufzuhübschen, hat die Regierung munter Banknoten gedruckt und auf einmal hatten alle ganz viel Geld, bzw. Geld mit ganz vielen Nullen. Weil die Nullen irgendwann nicht mehr auf die Scheine drauf gepasst haben, wurden von Zeit zu Zeit in 1000er Schritten die Nullen wieder entfernt. Sicher hätte man auch einfach die Schriftgrösse auf den Scheinen verkleinern können. Auf die Idee ist aber wohl niemand gekommen. So oder so mussten also alle Scheine nach jeder Nullenentfernung wieder neu layoutet werden. Das war für Herrn Mugabe, den Diktator von Simbabwe immer eine schöne Gelegenheiten, sein Bild auf den Scheinen zu aktualisieren. Für den Einzelhandel bedeutete diese Zahlenjongliererei mit sovielen Nullen jedoch einen erheblichen Einbruch in der Kundenzufriedenheit. Wenn man sich als Kunde in einem simbabwianischen Supermarkt zum Beispiel einen Li

Mais

Wir haben uns gewundert warum unsere Nachbarn kaum Vegetation wie z.B. Bäume oder Büsche auf ihrem Grundstück rund um das Haus angepflanzt haben. Die Vorzüge liegen doch auf der Hand: Sichtschutz, Windschutz, Schatten, Schutz vor Regen und eventuell Früchte und Obst zum Essen. Stattdessen zog sich das bisherige Jahr über eine Wüste aus roher Erde und einiger karger Grasbüschel rund um das nachbarliche Haus. Lediglich ein einzelner Mangobaum und ein kleiner Papayabaum sind auf dem grossen Grundstück zu finden. Doch dann begann die Regenzeit. Der stetige Regen und die gleichzeitigen hohen Temperaturen lassen die Natur in der Regenzeit explodieren. Das Gras wächst übermannshoch, und Büsche, die zu Beginn der Regenzeit die Grösse kleiner Setzlinge haben, schiessen binnen weniger Tage auf einmeterfünfzig Höhe. Das Bild der Landschaft verändert sich radikal. Auf einmal wird aus einer steppenartigen Landschaft eine durchgängig grüne Oase. Unsere Nachbarn und überhaupt 90% der Menschen h