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Es werden Posts vom 2009 angezeigt.

2009 >>> 2010

We wish a Merry Christmas and a great start into the New Year 2010. Shanti and Georg Wir wünschen Frohe Weihnachten und einen guten Start ins Neue Jahr 2010. Shanti und Georg Feliz Navidad y un próspero Año Nuevo 2010. Shanti y Georg

Weihnachten in Indien

Aufgrund der extremen Konkurrenzsituation zwischen den Religionen in Indien, ist es in den letzten paar tausend Jahren zu einer Perfektionierung in der ornamentalen Ausgestaltung religiöser Feste gekommen. Jede noch so kleine Glaubensrichtung versucht durch immer ausgefeiltere und extravagantere Götterdarstellungen die Masse der Gläubigen auf ihre Seite zu bringen. Es ist dabei das oberste Gebot immer auf der Höhe der Zeit zu sein: eine Religion, die sich dem technologischen und gesellschaftlichen Fortschritt verschliesst, hat keine Chance auf breite Anerkennung.

Rickshawfahren

Für kurze bis mittlere Strecken in der Stadt ist die Motorrickshaw das ideale Gefährt. Es ist unkompliziert und schnell eine freie Rickshaw zu finden. Rickshaws können sich im dichten Verkehr oft schneller fortbewegen als Autos oder Busse. Und man ist der Stadt und dem Leben in der Strasse in dem offenen Gefährt einfach näher als in einem geschlossenen Taxi oder Auto.

Ganpati Teil 2 - die Straßenparade

In den letzten Tagen ändert sich der Charakter des Festivals dann zusehends: nachdem die Statuen im weitgehend privaten Raum der eigenen vier Wände verehrt wurde, beginnt nun der öffentliche und ausgelassen-fröhliche Teil des Festivals. Alle Ganpatis werden in den Abendstunden der letzten Tage in einer einzigen riesigen Straßenparade ans Meer gebracht, um sie dort dem Wasser zu übergeben. Und wir sind mittendrin: mit der kleinen Familiengemeinschaft, die in provisorischen Bambus-Plastik-Hütten in unserer Straße wohnt und ihrer großen Ganpati Statue ziehen wir gemeinsam gen Strand. Zwei kleine LKWs sind angemietet, mit denen wir Teil der großen Parade sind. Vorweg fährt ein LKW auf dessen Ladefläche sich eine mobile Disko mit Lautsprecherboxen, eine Lichtanlage und ein DJ für die heißen Hindi-Rythmen befinden. Hinten fährt der LKW auf dessen Ladefläche Ganpati zusammen mit den Alten und den Kindern Platz findet. In der Mitte tanzt gehend die Gemeinschaft auf der Straße in einer Wolke au

Ganpati Teil 1 - der Gott im Haus

Eines der wichtigsten religiösen Feste, das Ganesh-Festival, ist vorüber. Es hat für fast zwei Wochen das Gesicht der Stadt und ihren Alltag beherrscht. Zeit also für eine beschreibende Bilanz. Ganesh, der hinduistische Gott mit dem Elefantenkopf, ist der mit Abstand beliebteste Gott in Mumbai und dem Bundesstaat Maharashtra. Die Menschen nennen ihren Gott hier meist nicht "Ganesh" sondern liebevoll "Ganpati". Die Tempel für Ganpati sind in der Stadt reich gesät und in jeder Form und Größe anzutreffen. Die Armaturenbretter von Rickshaws, Taxis und vieler Privatautos sind mit Ganpati-Statuen ausgestattet. Überall werden Ganpati Statuen verkauft und oft posiert der Gott in ulkigen Posen. So ist es zum Beispiel kein Problem Ganpati in Badehose, mit Sonnenbrille oder Skateboard fahrend zu erwerben. Den jährlichen Höhepunkt dieser Verehrung bildet das Ganpati-Festival im September. Elf Tage lang wird der Gott auf spezielle Weise und mit unzähligen religiösen Handlungen u

neue Adresse

Mumbai auf einer größeren Karte anzeigen Wir sind umgezogen, und wohnen nun etwa 2km von unserer alten Wohnung entfernt im Stadtviertel Bandra. Die Wohnung ist ebenso im 6. Stock mit Blick in die Palmen und einem Minimeeresblick. (beim Duschen lässt es sich aus der Dusche aufs Meer gucken...) Wir haben ein zusätzliches Zimmer (Gäste willkommen!), und überhaupt mehr Platz in der Wohnung. Über unserer Wohnung ist eine riesige Dachterrasse, die wir auch mitbenutzen können, mit Rundum- und Meerblick, z.B. für gediegene Abendessen, Tischtennis, Federball, Bollywooddancing oder professionelles Rumsitzen. Zum Meer ist es jetzt für uns noch näher: in etwa zwei Minuten können wir die Uferpromenade "Carterroad" erreichen, an der es auch zahlreiche Restaurants und Cafés gibt. Ausserdem befindet sich der so genannte Joggerspark am Wasser: eine ovale Joggingstrecke mit Meeresblick. Alle, die uns schreiben, oder besuchen wollen: hier die neue Adresse Shanti und Georg JAHNSEN Flat

Urbane Vergrämvorrichtungen

Artikel auf urbanophil.net //von Gastautor Georg Jahnsen // Vergrämvorrichtung, Santacruz East / Mumbai, India (Fotograf: Georg Jahnsen) Vergrämung findet in der Architektur bisher meist klassisch physikalisch statt. Es ist ein Krieg, der entweder mit Spitzen und Scharfkantigkeiten ausgefochten wird oder eher defensiv mit Barrieren und Licht. Ein Beispiel aus Mumbai zeigt, dass es noch andere Methoden gibt. Um den Angriff der Tierwelt auf die gebaute Umwelt zu parieren, stehen dem Architekten allerlei Hilfsmittel zur Verfügung. So gibt es zum Beispiel kaum ein historisches Gebäude dessen Gesimse, Fensterbänke oder Figurenschmuck nicht mit “Taubenvergrämvorrichtungen” geschützt wird. Messerscharfe Drähte überziehen die Fassaden. Eine Armee aus spitzen Eisendrähten wartet darauf die anfliegenden Taubenhintern zu durchbohren. Doch auch die Bewohner der Stadt vergrämen sich mit professionellen Methoden gegenseitig: Fassaden werden mit speziellen Anstrichen versehen, die Graffitis, Plaka

TEE oder KAFFEE ?

Diese Frage hatte sich mir bisher in Deutschland nicht gestellt: der Kaffee am Morgen im Büro oder in der Uni war beim Start in den Tag stets present. Zu wichtig dieser geschmackliche Tritt in den Hintern, der brühwarme Schlag in den Nacken, der braune Turbo für den Blutdruck. Mit dem indischen Chai verschiebt sich diese deutliche Kaffeepräferenz zusehends. Die asiatische Getränkekonkurrenz schläft nicht und was die Chaiwalas (die Teekocher) zu brauen und köcheln im Stande sind, hat es wahrlich in sich. Grund genug die Arena zu eröffnen für den Chai gegen Kaffee Direktvergleich in den vier Schlüsselkategorien Aussehen, Duft, Geschmack und Wirkungsweise. Aussehen Du denkst "Crèma" kann nur Dein Senseo Kaffeeautomat? Du irrst Dich: ein frisch gekochter Strassenchai hat eine aus hellbraunem Tee-/ Milchschaum bestehende Crèma so fein und zart wie frisch gefallener Schnee im Himalaya. Dazu wird der Chai beim Kochen mit einer Kelle durch die Luft gewirbelt. Ein guter Chai verbr

Saluting Monsoon Season

Water masses from the sky, Indian waters rising high. Ganesh is snorkeling with his trunk. Holy Cow is nearly sunk. Rickshawdriver can't believe: his Rickshaw floating like a leaf, on holy waters in the street, where shit and piss and panspit meet. Rain and heat and dusty air, nasty insects everywhere. Umbrellasellers earning rich. Welcome, Monsoon: you dirty bitch! by Georg Jahnsen

Urbaner Monsun

folgender Artikel ist auf www.urbanophil.net erschienen: Urbaner Monsun /Gastbeitrag von Georg Jahnsen Die ersten schweren Regenfälle der diesjährigen Monsunsaison werden in Mumbai in Kürze beginnen. Jeweils um den 24. der Monate Juni und Juli werden diese Monsunregenfälle von extremen Gezeitenhochwassern überlagert. Die Stadt erwartet ein Jahrhunderthochwasser, welches möglicherweise schlimmer ausfallen wird als jenes vom Juli 2005, welches die Stadt bis zu zwei Meter überflutete. Angesichts dieser bevorstehenden Ereignisse versucht sich die Stadt, so weit Mittel und Möglichkeiten vorhanden sind, zu rüsten. Private Geschäfte, Restaurants und Hotels lassen provisorische Dächer aus Bambus und blauen Plastikplanen vor ihren Gebäuden errichten und versuchen mit Sonderaktionen und Rabatten (”Monsoonshopping”) den zu erwartenden Umsatzrückgängen von bis zu 30% zu begegnen. Die abenteuerlichen Dachkonstruktionen sehen dabei denen der städtischen Slums nicht unähnlich. Die städtische Ver

GUT FRISIERT

Mein erster indischer Frisörtermin führt mich auf Anraten meiner (stets gut frisierten) Studentinnen zu einem der angesagten Bollywoodfrisöre der Stadt. Der Laden heißt "Bottlegreen". Hier gehen die Stars ein und aus. Die Wände sind zartgrün in Schwämmchentechnik betupft. Der Trockenblumenstrauß auf dem Designer Beistelltischchen ist farblich abgestimmt mit den topmodernen Frisiersesseln. Ich zahle 600 Rupees (ca. 10 Euro) für einen wohlgestalteten Innenraum, eine feste Terminzusage, jede Menge Smalltalk und einen mäßigen Haarschnitt, der nach jung und hip aussehen soll. Immerhin: der Sohn der Friseuse konnte als Kunde für Shantis Malschule gewonnen werden. Mein zweiter indischer Frisörtermin führt mich schließlich in eine kleine Seitengasse zu einem Laden, den die Rickshawfahrer bevorzugt aufsuchen. Ein Freund hat ihn mir als "einfach und gut" empfohlen. Termine werden hier nicht gemacht- man geht hin und bekommt seinen Haarschnitt. Beim ersten Besuch zur Mitt

Donate a Toilet

Folgender Artikel ist auf www.urbanophil.net erschienen: DONATE A TOILET //Gastbeitrag von Georg Jahnsen , Mumbai// Die Toilette oder das Pissoire im öffentlichen Raum werden seit einigen Jahren nicht nur in Deutschland als städtebauliche Elemente wiederentdeckt. Fast immer sind diese heute mit allerlei Sensorik und sonstiger Technik vollgestopft und die Gestaltung läßt in puncto Eleganz und Modernität kaum Wünsche offen (z.B. das "Pinkelraumschiff" auf dem Braunschweiger Kohlmarkt) . Pinkelexklusivität hat jedoch ihren Preis, und so ist es wenig Erstaunlich, daß dieser einen Großteil der potenziellen Nutzer abschreckt. Wo ist das gute und einfache Design für eine öffentliche Toilette? Vorbild könnte das öffentliche Pissoire aus französischer Zeit sein: zwei halbhohe Wände und ein fliegendes Dach: fertig ! In Mumbai leben 8 Millionen Menschen in Slums, von denen etwa die Hälfte ohne irgendwelche sanitären Anlagen ausgestattet sind. Stattdessen ist die Stadt

DAS HAUS MACHEN

Auf der Arbeit im Flur vor der kleinen Teeküche spricht mich eine indische Kollegin von der Verwaltungsabteilung an. Sie hätte außerhalb Mumbais ein Grundstück erworben auf dem sie nun ein Haus bauen wolle. Ein Handwerker für diese Arbeit sei schon gefunden. Er hätte bereits zuverlässig eine Mauer um das Grundstück errichtet und sei nun ebenso bereit das Haus zu bauen. Aber nun hätte sie Probleme mit ihm: "Georg, ich habe ihm gesagt, daß er mir ein Haus bauen soll und nun will er irgendwas mit Maßen wissen, hast Du eine Ahnung was er meinen könnte ?" Der Tee in meiner Tasse muss noch etwas ziehen, und so habe ich genügend Zeit ihr die Grundzüge und den Sinn von Architektur in ein paar Sätzen nahe zu bringen. "Um Dein Haus zu bauen, braucht Dein Handwerker einen Plan in dem die Wände, Türen und Fenster mit Maßen dargestellt sind." Langsam scheint sie zu verstehen, um was es geht, wenn von Architektur die Rede ist. "Also zeichne ich ihm einfach die Wände au

KURTA

Die Kurta ist neben dem Sari das wohl beliebteste Kleidungsstück der Inder. Und im Gegensatz zum Sari, wird die Kurta auch von Männern getragen. Es gibt sie in den Variationen kurz oder lang. Die kurze Kurta entspricht dabei in etwa einem normalen Oberhemd mit folgenden Modifikationen: Die Knopfleiste geht nur bis zur Mitte der Brust - man muss also die Kurta zum Ankleiden über den Kopf ziehen. Es gibt wahlweise keinen oder nur einen sehr kleinen Kragen. Die Ärmel enden ohne Knöpfe. Die lange Kurta kommt baugleich daher, geht jedoch bis zu den Knien. Damit hat sie alle Qualitäten eines Nachthemdes. Außerdem hat sie auf Höhe der Taille links und rechts zwei innen liegende Taschen eingenäht. Die klassische Kurtafarbe ist weiß. Dennoch gibt es viele Variationen, was die Webart und Strukturierung des weißen Stoffes betrifft. Viele weiße Kurtas sind so aufwendig bestickt oder mit Strukturierungen gewebt, daß sie überaus festlich und edel wirken. Das Kurta-Design überzeugt in seiner Sch

MANGOGIGANTEN ZUR MANGOSAISON

Trotz der zahlreichen Mangobäume in und um Mumbai gehört die Mangofrucht eher dem Premiumsegment der hier erhältlichen Obstsorten an. Vielleicht liegt es daran, dass sie nur in der dreimonatigen "Mangoseason" erhältlich ist. Oder aber an der monopolartigen Vormachtstellung des staatlich kontrollierten Mangogiganten "Alphonso". Die Alphonsomangos sind ein Traum gelb-süßlichen Fruchtfleisches, ein Gedicht von perfekt geformten und "sinnlich gebogenen" Mangofruchtkörpern, ein Synapsenkitzler - kurzum die obere Spitze der indischen Mangospitzenklasse. Mit Beginn der Mangosaison bekommt man sie von fliegenden Mangohändlern an allen großen Kreuzungen der Stadt beim Warten in der Rickshaw oder im Taxi durchs offene Fenster angeboten. Erst später ist die Edelfrucht dann auch bei den anderen Obsthändlern in der Straße erhältlich. Am Anfang der Saison kostet eine (Alphonso-) Mango beim Mangohändler unseres Vertrauens etwa 80 Rupees (1,20 Euros) gegen Mitte und

Artikel auf Urbanophil.net

Folgender Artikel ist auf www.urbanophil.net erschienen: Lernen von Dharavi ? / von Georg Jahnsen Was für ein Stadtviertel ! Es liegt im Herzen einer globalen Metropole , und hat direkten Kontakt zu einem innerstädtischen Flussarm mit ausgedehnten seitlichen Grünräumen. Eine klassische Hierarchie der Erschließungssysteme macht das gesamte Quartier hervorragend erreichbar und verknüpft es mit dem Verkehrsnetz der Metropole: eine ringförmige Hauptstrasse führt um das Gebiet herum, einige mittelgroße Nebenstraßen durchqueren das Quartier und die restliche Erschließung erfolgt über autofreie Gassen, die sich an vielen Stellen zu kleineren Platzabfolgen aufweiten. Innerhalb des Gebietes erfolgt die Erschließung fast ausschließlich auf diesen gefahrlos von allen Bewohnern zu begehenden Gassen. Die Hauptnutzungen Wohnen und Arbeiten liegen eng beieinander - oftmals in der selben Gasse oder im selben Gebäude. Weitere Wege von der eigenen Wohnung zur Arbeitsstätte entfallen. Die

Andaman Islands 2009

Es ist zwar maßlos übertrieben und doch umschreibt es den Kern der Sache am Ehesten: Wir nennen es "Urlaub im Urlaub". Über Chennai fliegen wir nach Port Blair dem 100.000 Einwohner Hauptort der indischen Andamanen und Nikobaren Inselgruppe. Für die Einreise benötigt man eine spezielle Genehmigung / Registrierung, da der gesamte Inselbereich unter Naturschutz steht. Ausserdem leben einige Stämme von Ureinwohnern auf den Inseln. Wer also beim Essen von Schildkröteneiern oder beim Partymachen mit dem Knochenmann erwischt wird, kann hinterher zur Rechenschaft gezogen werden. Die Wikipedia Aussage, die Inseln seien einst dänische Kolonie gewesen, läßt sich, zumindest auf den ersten Blick, nicht einwandfrei bestätigen: ich lehne mich jedoch nicht zu weit aus dem Fenster, wenn ich behaupte, daß es heute auf den Andamanen keinen einzigen Pølserstand gibt. Von Port Blair aus fahren wir mit einer Fähre zwei Stunden gen Norden auf eine kleine Insel auf der Insel "Havelock&qu

Jahnsen calling

Am Sonntag den 8.März 2009 wird um 15.00 Uhr in der Buchhandlung Graff der "Kinderstadtführer Braunschweig" vorgestellt. Ab Montag ist das Buch dann im Handel erhältlich. Shanti wird per Video-Liveschaltung bei der Veranstaltung anwesend sein. Im Moment organisieren wir zusammen mit der IT Abteilung von Graff gerade die letzten technischen Details. Das Foto zeigt das Standbild im Falle einer Unterbrechung der Videoübertragung, die wir einplanen müssen, weil das globale Datennetzwerk (auf das wir angewiesen sind) in Indien gerne und oft ausfällt. >>> weitere Infos zum Kinderstadtführer

GEBURTSTAG

In der Uni empfangen mich meine Studenten am Morgen nach meinem Geburtstag mit einer leckeren Schokotorte. Gratuliert wird zunächst formal korrekt mit Handschlag und "Happy Birthday, Sir." Ich bin happy, und schneide die Torte an, um die Stücken an alle zu verteilen. Zunächst wundert es mich nicht, dass niemand zu essen beginnt. Erst als die erste Studentin mit ihrem Tortenstück in der Hand auf mich zukommt, bemerke ich, dass hier etwas anders läuft. Sie gratuliert mir nochmals und bietet mir den ersten Biss in ihr Tortenstück an. Alle anderen tun es ihr gleich. Am heutigen Tag habe ich als Geehrter das Recht des ersten Bisses. Brilliant! Dann bestehen noch einige darauf mir etwas von der Schokotorte ins Gesicht schmieren zu dürfen. Das bringe noch mehr Glück und sei ebenso üblich. Im Angesicht der dunklen Schokocreme verzichte ich auf zusätzliche Ehrung und Glücksmehrung und lehne dankend ab. Die gratis Gesichts-Schokomaske hole ich mir dann vielleicht im nächsten Jahr a

Murud

Der arbeitsfreie "Republic Day" an einem Montag hat uns ein langes Wochenende beschert, welches wir zusammen mit Freunden nutzen, um erstmals einen Ausflug in die ländliche Umgebung von Mumbai zu unternehmen. Vom kleinen Hafen am Gateway of India, dem touristischen Zentrum im Süden der Stadt, geht es per Boot ca. eine Stunde lang gen Süden nach Alibag, einer kleinen Hafenstadt. Über dem Hafen auf einem kleinen Hügel thront ein kreisrunder Wachturm aus portugiesischer Zeit. Vor dem Hintergrund der mit Palmen bewachsenen Berge und den weißen Sandstränden ergibt sich ein malerisches Gesamtbild. Auf kleinen Straßen und Wegen geht es per Rickshaw-Bus 45 km an der Küste entlang weiter nach Süden. Wir passieren zahlreiche weitere kleinere Fischerdörfer, dichte Palmenwälder, ausgedehnte üppig bewachsene Flusstäler und Pass-Straßen hoch über dem Meer. In Murud unserem Zielort finden wir eine passende Übernachtungsmöglichkeit für die nächsten Tage. Mit Meeresblick, kleinen Balkonen