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Es werden Posts vom Dezember, 2008 angezeigt.

Skizzen-Kitchen-Paper

Was dem Tischler der Zollstock, dem Metzger das Hackebeil, der Friseuse der Lockenwickler, (...), ist dem Planer sein Skizzenpapier auf einer handlichen Rolle. Ein Entwerfen und Herumkritzeln ohne dieses halbtransparente Hilfsmittel scheint ihm undenkbar. Daher war die Rolle Skizzenpapier eines der ersten Dinge, die ich an meinem neuen Arbeitsplatz in Indien vermisst habe. Der Assistent für die Materialbeschaffung wackelte nur höflich mit dem Kopf und verwies auf einen DIN A4 Block mit Transparentpapier. Die Mitarbeiter und Studenten im fortgeschrittenen Semester winkten ebenso ab, wie die Verkäufer in den zahlreichen Papiergeschäften, die ich mit meinem dringlichen Anliegen aufsuchte. Transparentpapier auf der Rolle schien es in Indien nicht zu geben. Also habe ich mir in der Not schließlich aus Skizzenpapierbögen im DIN A2 Format eine Rolle selber gewickelt. Die handgedrehte Skizzenpapierrolle: erst mit dem Cutter lange Streifen geschnitten und dann ein Blatt nach dem anderen aufgew

indisches WEB 2.0

Wäre es nicht faszinierend, das weitgehend virtuelle Internet in der physischen Umwelt zu sehen? -diese unvorstellbaren Datenströme sichtbar, ja greifbar zu machen? Schon seit Beginn des Internetbooms ist Mumbai diesen Weg konsequent gegangen. Wer in Mumbai einen Internetanschluss bei einer der Telekommunikationsgesellschaften beantragt, hat am nächsten Tag die Strippenzieher vor der Tür stehen. Die Herren mit der großen Kabeltrommel wissen wo der nächste heiße Knoten im Datennetzwerk liegt und peilen diesen vom Balkon aus an. Kurze Zeit später baumelt das nächste Ethernet-Kabel in der Luft und lädt die Vögel zum Schaukeln ein. Letztere sind für die vielen Netzausfälle und offline-Zeiten verantwortlich: wenn zu viele Vögel "online" sind gibts Kabelbruch. Abhilfe bietet das indische WEB 2.0: Statt direkt die Netzwerkkabel von Haus zu Haus zu spannen übernimmt bei dieser neuartigen Netzwerkarchitektur ein dünnes Stahlseil die Zugkräfte. An diesem ist das Daten übermittelnde

GEHWEG

Geh-Weg. Schon der Name drückt pure Bewegung aus. Und das macht den Gehweg unschlagbar: der Transitraum für die fußläufige Fortbewegung. Der Gehweg: ihr kompetender Partner, wenn es um Herumlatschen geht. In Mumbai geht man mit dem Gehweg einen anderen Weg, bei dem die Überwindung von Raum im Sinne einer Fortbewegung weniger im Mittelpunk steht. Hier ist der Gehweg mehr ein nötiger Deckel aus Stahlbeton für die darunterliegende Regenwasserableitung. Diese Kanäle sind für die Stadt während der schweren Monsunregenfälle überlebenswichtig. Und in der langen trockenen übrigen Zeit des Jahres ein prima Ort, um unkompliziert Müll zu entsorgen. Alle 5 Meter hat der "Gehweg" ein 1 mal 1 Meter Loch. Dieses schluckt zuverlässig bei Regenereignissen die Wassermassen, in der Trockenzeit den Müll und bei Dunkelheit unvorsichtige Passanten. Aber an vielen Stellen sind diese Schachteingänge auch mit passenden Stahlbetondeckeln verschlossen. Schließlich gilt: Security first. Die Verwaltu

WATERCOLOUR · Bandra

Die Kreativ-/ Kunst- und Malschule ihres Vertrauens hat nun in Mumbai / Bandra eröffnet. Ab sofort finden für Kinder, Jugendliche und Erwachsene verschiedene Kurse zu den o.g. Themen statt. Anmeldung unter shanti[at]jahnsen.info oder unter 0091 9833352606. Weitere Infos im >>> Flyer

Bagel Shop

Mit dem Slogan "Bread for your head" wirbt der Bagel Shop um Kundschaft. Und wir kommen, denn es lohnt sich. Das kleine Bistro liegt zwischen unserer Wohnung und dem Meer in einer mäßig befahrenen Nebenstraße im grünen Stadtviertel Pali Hill. Die Außensitzplätze sind zusätzlich mit üppigem Grün beschattet. In Korbstühlen und Sofas läßt es sich gemütlich über Stunden aushalten. Die Einrichtung ist "alternativ", künstlerisch: Malereien, Grafiken und Bilder zieren die Wände. Zu den Bagels gibt es die verschiedensten Getränke und Shakes.Die Kellner sind lustige Jungs aus der Gegend. Ambiente und Bewirtung werden abgerundet durch schnurloses umsonst Internet. So ist dieser Ort inzwischen zu einem festen Bestandteil unserer Wochenenden geworden. Hier treffen wir Freunde zum zweiten Frühstück, lesen Online Zeitung, bloggen oder schreiben E-Mails. Und es gibt den Nutellabagel - Riesensauerei beim Essen (Nutella ist bei 36 Grad quasi flüssig), aber eben Nutella. Bild: