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Es werden Posts vom Januar, 2012 angezeigt.

Antarktisexpedition goes Afrika

Insektengleich steht dieses gelbe Teil seit etwa einer Woche beim Munizip in Manica auf dem Hof, und wartet auf seinen Einsatz im Bereich Strassenbau und Strasseninstandsetzung. Ein Monstrum, welches das Gebäude des Ratssaals überragt. Es muss nun nur noch jemand gefunden werden, der den "Nivelador" bedienen kann, ihn bändigt und ihm die richtige Spur weist - bei der imposanten Anzahl Hebel und Knöpfe im Cockpit keine ganz leichte Aufgabe. Ein Aufkleber auf der Seite weist auf die chinesische Antarktisexpedition hin. Vermutlich ist das Gerät jedoch nie dort angekommen - zu neu und ungebraucht sieht es aus. Vielleicht wurde gerade noch rechtzeitig bemerkt, dass man statt einer Strassenmaschine besser noch ein paar mehr Schneepflüge mitnehmen sollte? Statt Eisberge und Schneewehen sind nun also roter Schlamm und überreife Mangos aus dem Weg zu räumen. Von dieser Stelle sei dem XGMA-38120 im Munizip Manica allzeit gute Fahrt gewünscht.

Bei mir alles gut

Wenn sich zwei Bekannte in der Stadt treffen, ist es ja logisch, dass der jeweils andere fragt wie es einem geht. Im ideal angenommenen Regelfall werden also vier Sätze gewechselt, zwei von jeder Person: Person 1 und 2 treffen sich. Person 1: Wie gehts? Person 2: Gut. Danke. Person 2: Und wie gehts Dir? Person 1: Mir gehts auch gut. Danke. Ich beobachte gerade in Mosambik, dass hier zunehmend, wohl aus allgemeiner Übereinkunft heraus, und aus der zwangsläufigen Logik, dass natürlich der andere fragt wie es einem gehe, die beiden einleitenden Fragesätze bei einer normalen Begrüssung weggelassen werden. Die Konversation verkürzt sich also wie folgt: Person 1 und 2 treffen sich. Person 1: Bei mir alles gut. Danke. Person 2: Bei mir auch alles gut. Danke. Es scheint auf den ersten Blick etwas egoistisch, dem Gegenüber als aller erstes sein eigenes Befinden mitzuteilen, anstatt sich erst nach dem Befinden des anderen zu erkundigen. Vielleicht kann man darin jedoch auch eine

Die fertigen Schulbänke

"Mr. George, do you trust your car?" Wir stehen im Nieselregen mit dem Auto vor der Tischlerei. Die Bänke für die New Horizon School sind alle fertig, und stehen seit zwei Tagen im Regen. Wo auch sonst? Das Dach der Tischlerei taugt nicht mal richtig als Schattenspender, geschweige denn als Schutz vor Regen. Die bis zu 5cm dicken Eukalyptusbohlen der Bänke haben sich mit Wasser vollgesogen. Eine Bank wiegt nun knappe 40kg. Das sind bei 20 Bänken etwa 800 kg Gewicht. Gerade mal die Hälfte der Bänke sind aufgeladen. Die hinteren Reifen des Pickups versinken im Dreck, der sich hier unterhalb des Marktes mit dem Müll und den Exkrementem aus dem offenen Abfluss der öffentlichen Toiletten vermischt. Ich drehe mich zum Schulleiter Mr. Bright, der die Frage an mich gerichtet hat: "Yes, no problem, let´s continue." Mit einigen Helfern wuchten wir die Bänke auf die Ladefläche. Die Helfer sind nicht leicht zu finden, denn obwohl die Stadt voller Leute ist, sind nun zwisch