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Es werden Posts vom Januar, 2022 angezeigt.

Mach das Dach

Die Architektur hält Tricks bereit, wie der warmen Klimazone in Kambotscha zu begegnen ist. Es sind Gebäude, die ganz ohne Technik und Energieverbrauch trotzdem ein gutes Raumklima erzeugen. Weniger ist mehr. Es braucht zunächst ein hohes Dach. Und es braucht im unteren Bereich entweder gar keine Wände, oder luftdurchlässige Wände. Die Hitze wird fern gehalten. Und der verschattete Bereich wird von Luft durchströmt. Fertig.   "Mama Thai" - ein Restaurant in der Innenstadt von Phnom Penh funktioniert so. Ein riesiges Dach auf ca. 10m Höhe überspannt einen Raum, in dem dann aus Holz mehrere offene Ebenen zum Sitzen und Speisen einladen.  Eine Kommunalverwaltung bei Battambang funktioniert so. Der kommunale Rat tagt unter dem hohen Dach quasi im Freien und zu beiden Seiten gibt es je zwei weitere Büroräume die eher geschlossen sind. Das Dachwasser wird in einem kleinen Teich hinterm Haus gesammelt, welches tagsüber zusätzlich kühlt.   Dieses uralte Design ist lässig, smart und m

Die wassergekühlte Remorque Rickshaw

Die normale indische Bajaj-Motor-Rickshaw, wie es sie auch in vielen anderen Ländern (auch in Cambodia) gibt, bietet den Fahrgästen eine Sitzbank, auf der zwei Erwachsene oder auch zwei Erwachsene und ein Kind bequem sitzen können. Als Familie mit zwei Jungs, deren Beine stetig länger werden, wird es für uns zunehmend schwierig, alle zusammen auf so einer Rückbank komfortabel Platz zu finden - gerade wenn es über längere Strecken in der Stadt geht.   Wie gut, dass es in Phnom Penh zusätzlich zu den normalen "indischen Rickshaws" auch die lokalen Remorque-Rickshaws gibt. Hier ist ein Anhänger (Französisch "Remorque") an einem Moped befestigt. Auf diesem überdachten Anhänger gibt es zwei gegenüberliegende Bänke mit Armlehnen. Vier Personen können so bequem fahren und schauen sich dabei an. Das Dach reicht bis über den Fahrer des Mopeds nach vorne heraus. Und weil ein Moped dieses Typs kaum dafür motorisiert ist, bis zu 5 Personen zu bewegen, droht die Maschinerie stet

Koh Rong Island Schnorcheltour

Unser Start ins Neue Jahr am 1. Januar beginnt mit einer Bootstour. Das offene rote Holzboot mit dem langsam tuckernden Dieselmotor bringt uns zu entlegenen Buchten und anderen Stränden der Insel. Der monotone Takt der Maschine und das Schaukeln der Wellen schafft eine angenehme Ruhe. Vom Boot fallen wir zum Schnorcheln ins halbtiefe Wasser, wo wir über den Korallen und bunten Fischen dahin schweben. Die Seeigel mit ihren extrem langen Stacheln lassen die Jungs durch ihre Schnorchel aufquieken. Und wir sehen Nemos (Clownfische) bei ihrem Versteckspiel in den     Seeanemonen. Immer wieder passieren wir andere Boote. In der Abenddämmerung halten wir noch zum Angeln an. Erschöpft stärken wir uns beim Abendessen mit frischem Ananassaft. Video: Auf Schnorchelfahrt

Metaphorische Wunsch-Lampions zum Neujahr

Die Erwartungen an die vom Hotel organisierte Sylvesterparty sind bei uns flach wie der Sandstrand, auf dem das Essen und das Buffet stattfindet. Direkt an der Wasserkante brennen einige Fackeln und von einem Boot auf dem Wasser werden gelegentlich kleinere Raketen in den Himmel geschossen. Die Palmen sind mit Lichterketten umwickelt und die Musik aus den Lautsprecherboxen mischt sich mit dem seichten Meeresrauschen.   Aber dann, gegen halb zwölf werden an einem freien Tisch vom Hotelpersonal Lampions aus dünnem Seidenpapier mit einem mittigen Wachsring an die Gäste verteilt. Auf das (noch zusammengefaltete) Papier kann man mit einem Filzstift etwas Persönliches schreiben, was man an diesem besonderen Tag in den Himmel senden möchte. Vielleicht sind es Wünsche für die Zukunft? Vielleicht sind es Dinge aus dem vergangenen Jahr, die man loslassen möchte? Vielleicht sind es Träume oder Dankbarkeiten?   Gemeinsam gehen wir mit unserem Lampion barfuss durch den Sand zu einer der Fackeln im