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Es werden Posts vom 2013 angezeigt.

spacious 2014

feliz 2014 . espacio suficiente  . para todo  . lo bueno y nuevo . 47.000 m 2  El centro histórico de la ciudad de Heide con la plaza del mercado mas grande de Alemania. froh 2014  . genug Platz  . für alles  . Gute und Neue .  47.000 m 2  Das historische Zentrum der Stadt Heide mit dem größten Marktplatz Deutschlands. happy 2014  . enough space  . for all  . the good and new .  47.000 m 2  The historic inner city of Heide with Germanys biggest urban market square.

Ein Jahr Dithmarschen, oder: Home is where the Matsch is

  "Dithmarschen: Wo die Trecker schön, und die Frauen stark sind" Wo ist eigentlich Heimat? Meine wunderbare Oma ist einst mitsamt Familie aus Ostpreussen geflüchtet. Sie hat über den Daumen gepeilt zweidrittel ihres Lebens außerhalb ihrer Heimat verbracht. Zumindest hat sie das manchmal so anklingen lassen. Für sie war nun mal der Ort an dem sie geboren wurde, und an dem die großen Gehöfte ihrer Familien standen, Heimat. Das es danach auch nicht so schlecht war, wurde vielleicht im Nebensatz erwähnt, galt aber nicht so richtig, wenn es darum ging das Zuhause des Herzens zu umschreiben.  Wir sinnieren auch sehr oft über die nebulösen Begriffe Heimat, Zuhause und Fremde. Weil an neuen Lebensorten die eigenen Vertrautheiten herausstehen. Die aus der eigenen Geschichte in die Gegenwart gebrachten Vorlieben und schönen Erinnerungen treten zutage. Gute Erfahrungen, die man gemacht hat, möchte man wiederholt sehen, und das besonders dann, wenn sie in weiter Entfernung

Hallo Echo!

Wir renovieren ein Zimmer. Alles ist leer und es hallt enorm. Umfangreich erkläre ich Jamal, was ein Echo ist. Viel später am Abend bemerkt er dann: "Das Echo wohnt in einem Haus aus Stein. Das hat es selber kaputt gemacht." Recht hat er. 

Lüneburg`13

Lüneburg`13 , a set on Flickr. field trip

Feier

Lego, Shiva und die unverbindliche Verbundenheit.

Ein riesiger, bunter Haufen alter Freunde liegt ausgeschüttet auf dem Teppich vor mir: meine Legosteine aus den 80er Jahren. O wieviele Stunden und Tage habe ich mit ihnen gemeinsam verbracht! Wie viele Fahrzeuge, Flugobjekte, Raumschiffe und andere wunderliche Fantasiemaschinen und -Objekte habe ich aus ihnen erschaffen! Und obwohl nicht ein einziges dieser Objekte aus jener Zeit erhalten geblieben ist, liegen sie doch alle vor mir, inklusive aller, die da noch folgen werden - jene, die Jamal und ich in Zukunft bauen werden. Mich ergreift und bewegt diese Vorstellung und wirft die Frage auf: wie schafft Lego das eigentlich? Ich vermute die Faszination und der Erfolg von Lego sind nicht die vielen verschiedenen Steinformen oder die Farben - es ist vielmehr die Art, wie die Steine ineinander greifen, und hier speziell: die Festigkeit des Verbunds. Die Steine sitzen nicht zu locker, als dass sie auseinanderfallen oder verrutschen könnten, und sie sitzen nicht zu fest, als dass es Mü

“Fisch! Pan?”

Das erste Fischbrötchen im Leben eines Menschen gehört sicher zu den prägendsten Eindrücken, die das Universum für uns bereit hält - vielleicht noch vergleichbar mit dem ersten Schluck Bier oder (aber dieses bereits in der Liste weit abgeschlagen) mit dem ersten Kuss. Wir sind das erste Mal mit Jamal am Nordsee-“Strand” in Büsum. Spontan gibt es zur Kaffeezeit bei eisigen Temperaturen aber ansonsten hellem Wetter je ein Fischbrötchen für jeden auf die kalte Hand. Müde belächelt werden von uns die Sahnetortenesser in den überheizten Cafés. Jamal ist begeistert und isst seines komplett auf. Sofort lernt er das Wort “Fisch” und brabbelt es in den Kaupausen vor sich hin, während seine Fisch gefetteten Lippen in der Abendsonne orange gleissen. Wenn seitdem beim gemeinsamen Lesen in Kinderbüchern Fische auftauchen, stellt er stets die Verbindung zum Fischbrötchen her, indem er zum im Buch erwähnten “Fisch” auch sofort und energisch nach “Pan” (Spanisch=Brot) fragt.

Der geschundene Sparletta Morango Kronkorken

Am Ende waren es einzelne Gegenstände, die noch eine Weile die Geschichten aus vergangener Zeit weiter erzählten. Jene Gegenstände, die nicht nur ihre Zeit überdauert haben, sondern die auch so beschaffen waren, dass sie ihre Zeit widerspiegeln und abbilden konnten. Im optimalen Fall waren sie gleichsam eine Projektionsfläche mit jenem Bild eingebrannt, welches über die Zeit am meisten angesehen wurde. Das schartige Schwert im Mittelalter-Museum, der wuchtige Pelzmantel, mit dem mein Opa im Winter 45 Ostpreussen den Rücken kehrte, oder das Tee-Service aus dem fernen Finnland von unserer bolivianischen Tante aus langem Familienbesitz sind nur einige Beispiele dieser fast klischeehaften Gattung von Gegenständen. Ich schaue auf das letzte Jahr zurück und frage mich, welcher Gegenstand die Kraft hätte von dieser vergangenen Zeit zu erzählen? Dieses "Von-einem-Ort-zum-nächsten-Ziehen", über Ländergrenzen und Kontinente hinweg muss doch irgendwo sichtbare Spuren und Greifba