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Posts mit dem Label "365" werden angezeigt.

365/365 - The Best 2017

The Best for that all is well in 2017 from Los Jahnsens from Delhi/India Kiran . Shanti . Jamal . Georg

343/2016 - Hommage an den Seniorenbeirat Heide

  Heide hat einen neuen Seniorenbeirat gewählt. Details gibt es auf der  Heide-Homepage   Da ich viele Erinnerungen und Momente mit diesem Gremium verbinde, drängt es mich, eine Hommage an den Seniorenbeirat der Stadt Heide zu teilen: Der Seniorenbeirat Heide, rettet wieder die Welt, mit 'ner smarten Diskussion, und ohne viel Geld. Hier fliegt die Brille, und die dritten Zähne, die neunzichplus Szene, löst ma wieder, locker alle Probleme. Legendäre Meetings, im Gremium mit Stil, Rollatoren drehen durch, manchmal leicht debil. Und das bisschen Rumgetatter, doesn't matter, derbe Käffchen trinken, und im Stuhl versinken. Geballtes Wissen, im fetten Netzwerk, jo, mit grauer Dauerkrause, bleib ma' lieber nich' zu Hause. Sondern komm ins Gremium, auf das jeder steht, und lass' das Hörgerät, mal easy aufgedreht. Foto: Schwender / Stadt...

332/2016 - Brägenbrummgrüße aus Moskau

  Unsere Schlafzimmer liegen fünf Stufen oberhalb des Niveaus der restlichen Wohnung. Die kleine Marmortreppe als Verbindungsgang hat eine lichte Durchgangshöhe von 194 Zentimetern. Die obere Begrenzung bildet eine scharfe Betonkante. Ich messe laut Passdokument offizielle 193 Zentimeter. Bis auf diese Engstelle, die mir und meiner Frisur bislang noch nie Probleme bereitet hat, ist die Wohnung ansonsten ausreichend großzügig bemessen. Es soll zu einer Seminarwoche nach Freiburg gehen. Der große Reisekoffer muss zur Eingangstür gewuchtet werden. Auf genannter Treppe hole ich tief Luft und reisse den Koffer mit einem kräftigen Durchstrecken meiner Körperspannung nach oben. Für einen kurzen Moment messe ich vom Scheitel zur Zehspitze 195 Zentimeter - dies natürlich genau an der Stelle des Treppendurchgangs mit der Durchgangshöhe von 194 Zentimetern. Stahlbeton durchdringt Fleisch und Knochen. Rumms! So habe ich mir schon lange nicht mehr die Rübe angerammt. Es brummt und wummert un...

331/2016 - kulturhybrider Adventskranz

  "Tradition ist nicht das Halten der Asche, sondern das Weitergeben der Flamme." Thomas Morus Advent und Weihnachten machen Spass. Die generelle Idee dieser Tradition wollen wir daher gerne zelebrieren und an die nächste Generation (die Jungs)  weitergeben. Beim Aufenthalt an einem relativ unweihnachtlichen Ort wie Delhi ist das nicht immer ganz einfach. Weihnachtsmärkte mit Eisbahnen, gebrannte Mandeln, Lübecker Marzipan und Lebkuchenherzen sind rar im Norden Indiens. Ebenso ist die Verfügbarkeit ordentlicher Adventskränze im indischen Einzelhandel nur sehr eingeschränkt gegeben.  Weihnachten besteht im Kern nicht aus Styropor, sondern aus Ästen, Zweigen, Harz und Nadeln. Die Basis unseres Adventskranzes bilden daher Zweige aus unserem ehemaligen Garten in Heide, die wir zu einer halbwegs runden Form zusammengebunden haben. Auf dieser Basis haben wir in Deutschland Tannenzweige befestigt und darauf dann Kerzen, Sterne und Kugelnippes zu einer schicklichen...

315/2016 - surviving AQI 999 | The Home

Delhis air sucks. The outside AQI often exceeds 999. What to do? In three categories we share our experiences. "Home", "Car" and "Outside". Today "Home".  The basic idea is to reduce the amount of outside air entering the house or flat. Sealing the home is crucial. We monitor all openings to the outside (Windows, doors, exhaust fans, ACs, etc) and seal them with broad duct tape, sealing bars and silicone.  We won't open the windows anyway (ventilation happens via exhaust fans) so it is just fine to completely seal these opening with duct tape. Any door to the outside that is not urgently needed is treated in the same manner. For doors and windows that are still required we use sealing bars and sealing tape. All these measures are very cheap as duct tape, silicone and sealing bars are not really expensive.    The exhaust fans for the bathrooms and the kitchen should have automatically closing shutter slats. Additionally we hav...

311/2016 - secret AQI Planespotting mission impossible

Aus meinem Bürofenster in Delhi habe ich neben der Hauptstraße "Africa Avenue" auch eine der Hauptanflugrouten zum Internationalen Flughafen Neu Delhi im Blick. Eine geheime Zusatzklausel in meinem Arbeitsvertrag sieht vor, dass ich diese Anflugroute pausenlos überwachen soll. Im Browserfenster läuft Flighttracker.com und ich muss die Flugzeuge auf dem Monitor mit jenen hinter der Fensterscheibe abgleichen. Oh, ich sehe gerade, dass die Lufthansa 10 Uhr Maschine aus München schon 25 Minuten Verspätung hat ... Delhi macht aktuell internationale Negativschlagzeilen mit seiner unterirdischen Luftqualität. In allen Berichten werden die hohen Schadstoffbelastungen mit dem Air Quality Index (AQI) beziffert, der natürlich immer den WHO-Wert um ein Vielfaches übersteigt. Auch wir haben ein Messgerät, welches situationsscharf die Luftqualität anzeigt ( hier wurde berichtet ).  Und hier ist die Verbindung vom Planespotting zur manuellen Abschätzung der Luftqualität: ...

304/2016 - Diwali Rangoli

Den Vormittag am Diwalisonntag nutzen wir, um unsere Eingangstreppe mit Rangoli zu schmücken. Dazu werden Farbpigmente auf Stoffschablonen verteilt, die dann auf dem Boden bunte Muster und Symbole erzeugen. Am Ende dürfen natürlich am Diwalifest einige Kerzen und Dias nicht fehlen. Happy Diwali! Video: Rangoli im Eingang

303/2016 - Happy Diwali

302/2016 - Diwali mit Luke Skywalker

Diwali und Halloween fallen dieses Jahr auf den gleichen Tag. An Jamals American Embassy School (AES) ist natürlich Halloween eine grosse Sache. Und in Delhi und Indien allgemein natürlich Diwali. Das Halloween-Motto an der Schule ist "Star Wars". Es bietet sich die einmalige Chance, dass Luke Skywalker und Prinzessin Leia gemeinsam mit Krishna und Lakshmi das Diwali-Licht entzünden.  Foto oben: Diwali Feierlichkeiten an Kirans (indischem) Kindergarten Foto unten: Kostümvorbereitungen für die Halloween Party an der AES

293/2016 - der Star der Blabla-Couture

(...) Du redest und redest,  ob's früh oder spät ist, hast zu Allem was zu sagen,  wo Du weißt worum es geht, Es ist klar,  Du bist der Star, Der bla bla - Couture Und deine Kumpels vom Stammtisch,  die lieben Dich dafür (...) "Na dann mach doch", Fischmob Der große Kongress-Saal der Habitat Konferenz ist den offiziellen Delegierten, den politisch Gesandten, vorbehalten. Eine Liveschaltung in einen kleineren Saal existiert, so dass auch die normalen Teilnehmer die Reden und Wortbeiträge zum politischen Prozess der "New Urban Agenda" mitverfolgen können. Der tiefere Sinn dieser ganzen Diskussion bleibt mir jedoch schleierhaft, da der Text der "New Urban Agenda" ohnehin schon vor Beginn der Konferenz weitgehend feststand.  Spannend und inspirierend sind aus meiner Sicht die vielen Sideevents, Workshops und Expertendiskussionen. Das alles gleicht einem riesigen Wissensbasar. Bei einem dieser  kleinen Sideevents zum Thema La...

292/2016 - UN-exklavisch

Das Gelände des Habitat Kongresses ist ein grosser innerstädtischer Park in der Innenstadt von Quito. Man sagt, dass Gelände sei für die Zeit des Kongresses unter UN Verwaltung. Eine UN-Enklave. Überall stehen markante Wachfrauen und Wachmänner in UN-typischen hellblauen Uniformen. Die Zugangskontrolle ist mit den Besuchermassen in den ersten Tagen überfordert. Mehrere Stunden muss ich warten, während die Sonne senkrecht ohne Erbarmen Nase und Ohren brät.  Der innere Bereich ist zweigeteilt. Neben dem eigentlichen Kongressbereich mit einer Vielzahl grosser und kleiner Veranstaltungssäle gibt es den Bereich mit den Länderpavillons, der eher wie eine grosse Messe aussieht.  Foto oben: Eingang zum Bereich mit den Länderständen Foto unten: Einer der grösseren Kongress-Säle

291/2016 - dem Himmel so nah

Quito hat die Haare schön. Wenn schon die Welt in Form der Stadtplanerelite zu Besuch kommt, darf es stadträumlich nicht aussehen wie bei Hempels unterm Sofa. Quito hat aufgeräumt. Quito hat Schilder aufgestellt, auf denen draufsteht, dass Quito schön ist. Quito hat viele Männer in Uniform und Körperpanzerung bereitgestellt. Und sonst? Die Luft ist so klar. Der Himmel so nah. Grüne Vulkanhänge - wunderbar. In den Strassen der Innenstadt ist abends durchgehend Partystimmung. Mit dem Aufräumen kommt eben auch die Feierlaune.  Foto: Mondunter- und Sonnenaufgang am ersten Morgen. Im Hintergrund Quitos latenter Schrecken: der Hausvulkan "Pichincha".

290/2016 - zum anderen Ende der Erde

Habitat III, die UN-Konferenz zu Themen der globalen Stadtentwicklung findet alle 20 Jahre statt. Diesmal in Quito, Ecuador. Diesmal auch mit Georg. Von Delhi aus betrachtet gibt es kaum einen Ort auf dem Planeten, der weiter entfernt ist als Quito. Die Anreise dauert folgerichtig über 33 Stunden und geht in meinem Fall über London und Miami. Alles läuft reibungslos.  Foto: Der Eingang zum Panamakanal

255/2016 - Bananaboat

Sich mit dem Kopf voran durch die Fluten zu pflügen ist keine Kunst - egal ob auf dem Rücken oder bäuchlings. Kinderkram. Connaisseure und Geniesser des nassen Elements bewegen sich im Wasser stets mit den Füßen voran fort. "Bananaboat".  Unter allen Schwimmstilen, ist Bananaboat die Königsdisziplin. Geschwindigkeit spielt keine Rolle. Und es ist zweifelslos die athletischste Art, sich im Wasser zu bewegen. Vorsicht: Nach ein paar Bahnen "Bananaboat" passt man in kein Hemd mehr hinein. Die Muskeln blähen sich auf und zerfetzen die schönste Rumpfbekleidung.  Völlig unverständlich bleibt vor diesem Hintergrund, warum Bananaboat bis heute nicht olympische Disziplin ist. Vielleicht, weil es einfach albern aussieht, wenn man derart unförmig, wie ein nasser Sack im Wasser hängt, und dabei kaum von der Stelle kommt. Video: Georg praktiziert Bananaboat

251/2016 - Arbeit wie in der Vorschule

Jamal verbringt einen Vormittag bei mir im Büro. Danach stellt er auf dem Weg nach Hause fest: "Das ist bei euch fast genauso wie bei uns in der Vorschule." Foto: Jamal in Papas Büro beschäftigt mit Hörspielen. 

250/2016 - Heizungskauf bei 30 Grad

Obgleich es noch immer tagsüber über 35 Grad hat, beginnen bei uns die Vorbereitungen auf die kalte Jahreszeit. Zwei Dinge sind zu tun: Kälte Im Dezember wird es kalt werden. Die Wohnung ist weder gedämmt noch mit Heizungen ausgestattet, und so kann es bei unter 5 Grad ungemütlich werden. Wir haben drei elektrische Ölradiatoren gekauft und ergänzen das noch mit Heißluftpustern und Heizdecken. Den Rest erledigen die warmen Alpaka-Pullover aus Bolivien und (je nach Dramatik) der Schnaps aus Deutschland.  Luftverschmutzung Mit der Kälte steigt ebenso die Luftverschmutzung in der Stadt. In der Wohnung gibts viele Ritzen - die bringen mich ins Schwitzen. Die Fenster und Türen aus Holz bieten dem heranstürmenden siffigen Ölstaub kaum die Stirn. Also klebe ich händisch alles mit Klebeband und Silikonspritze dicht, um die Luftwechselrate zu reduzieren. Die Formel für saubere Luft in Innenräumen geht so: Die Gesamtfilterleistung der Luftfilter [cbm/h] muss höher sein als de...

249/2016 - Happy Ganesh Chaturthi

Foto: zu Hause

248/2016 - orangene Frühernte

Verheißungsvoll und mit prächtigen Früchten behangen, steht ein Baum vor unserem Küchenfenster. Die Früchte sind grün und orangengroß. Weil die Früchte nun schon recht lange da so rumhängen, haben wir mal angenommen, dass sie erntereif sein müssten. Aus dem Küchenfenster im ersten Stock heraus pflücken wir eine Frucht und prüfen den Geschmack. Herbsüß - das passt schon. Wir entscheiden, dass Erntezeit ist. Formvollendet, von den Stadtaffen abgeguckt, klettere ich also im Baum umher und rupfe die dicken Dinger ab, bis der Fahrer unseres Vermieters mich mit dem Hinweis unterbricht, dass für diesen Baum erst im Dezember Erntezeit sei. Bedenke ich die grüne Farbe und den leicht herben Geschmack der Früchte, und gehen wir mal davon aus, dass es sich um einen Orangenbaum handelt, mit orangefarbenen Orangen, klingt sein Einwand plausibel.  Die etwa zehn bereits geernteten Früchte werden wir in den nächsten Tagen dennoch zu Saft verarbeiten und konsumieren. Prost.  ...

247/2016 - Botschaftsarchitekturen

Jeden Tag auf dem Weg zu Jamals Schule durchfahren wir "Chanakyapuri" - Delhis Botschaftsviertel. Der Stadtraum ist hier mehr als großzügig, mit weitläufigen Grünbereichen, breiten Straßen und mächtigen Kreisverkehren. Die Gebäude der Botschaften präsentieren sich gleichsam in einem riesigen Park und sind von den Straßen aus gut zu sehen. Die Vielfalt der Architekturen, der Zeitschichten in denen sie gebaut wurden, und dem jeweiligen Ausdruck mittels der Gestalt dessen wofür ihr jeweiliges Land steht, ist sehr spannend.  Foto: Mein Favorit: die polnische Botschaft

246/2016 - Die funktionierende Sparkasse als Armutsindikator

An vielen Ampelkreuzungen in Delhi betteln arme Kinder an den Autoscheiben. Armut wird sichtbar und Jamal möchte wissen, warum es hier so viele arme Kinder gibt und in Deutschland nicht. Die elterliche Antwort: "Weil die Menschen in Deutschland mehr Geld haben." erscheint ihm unbefridigend und fordert weitere Fragen. "Wieso ist Deutschland reicher?" (und stimmt das überhaupt?!) Aber dann erhellt sich sein Blick, und er weiß selber eine Antwort. "Papa, ich weiß warum die Menschen in Deutschland mehr Geld haben! Weil da die Sparkassen seltener kaputt gehen als in Indien!" Bild: Eine lokale Bankfiliale mit Geldautomat und Kundenverkehr.