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Posts mit dem Label "Cambodia" werden angezeigt.

Das Jahr des Bunnies

In Kambodscha kommen wir in den Genuss, insgesamt drei Jahreswechsel innerhalb eines Jahres feiern zu können. Das "International New Year" (unserem Sylvester), das "Khmer New Year" im April und das "chinesische Neujahr" Ende Januar. Weil letzteres schon übernächste Woche ist, und weil etwa 30% der Bevölkerung Kambodschas einen Chinabezug hat, ist das chinesische Neujahr bereits überall sichtbar.   Das Fest wird durch die Farben rot und gold dominiert. Runde, rote Lampions hängen in den Bäumen vor den Häusern. Dazu rote Schilder mit goldenen Zeichen bemalt, goldene Münzen und lachende Figuren und allerlei anderer Nippes zum Hinhängen und Hinstellen.   Natürlich ist jedes Jahr einem Tierzeichen gewidmet. Nun geht das Jahr des Tigers zu Ende und es beginnt das Jahr des Hasen. Der Dekoindustrie gelingt es dabei mit verblüffender Vollkommenheit den Tieren in den Darstellungen alles Natürliche und Erhabene zu nehmen. Stattdessen kommt es offenbar auf comic-haft ...

Das Haus gemusselt

Den Kram im Haus arrangieren. Den gewohnten Dingen in der neuen Box eine Ordnung geben. Den Kram in Szene setzen.   Mal sind es grosse Sachen und Entscheidungen, die getroffen werden müssen: Wo und wie sollen das Sofa und die Sessel stehen?   Und mal sind es kniffelige und frikkelige (2) Probleme, die nach smarten Lösungen verlangen: Wie hänge ich eine Lampe auf, ohne in die Decke zu bohren?   Und dann ist es oft dieses intensive bei sich und den Dingen Sein, wenn man Sachen einen neuen Sinn gibt, sie durch Kombination verändert oder transformiert: Die aufgeschnittene Plastikmilchflasche wird der Behälter für die Hängepflanze und weil das Holzregal aus Vietnam so entsetzlich gewackelt hat, ziert nun ein Kronkorken als Höhenausgleich das eine Bein.   Und das ist es also, wenn man herummusselt (1) und die Dinge so hintüdelt (3). Bild: Georg hat die Lampe aufgehangen (an zwei an der Gipskarton-Decke verkanteten Bambusstangen) und verdrahtet sie gerade.  Und hier ko...

Bananen, Bananen, Bananen

Bananenpflanzen begleiten uns schon eine ganze Weile auf unseren verschiedenen Stationen und Wohnorten. Aber so nah und imposant wie auf dem Grundstück unseres neuen Hauses in Phnom Penh waren sie uns noch nie. Schon in unserer Wohnung in Braunschweig hatten wir eine für Deutschland recht imposante Bananenpflanze, die bestimmt auch deshalb im nicht-tropischen Niedersachsen so gut gedieh, weil wir sie immer hin und wieder mit unter die Dusche ins warme Badezimmer nahmen. Später in Manica, im Herzen Mosambiks, haben wir gegenüber einer kleinen Bananenplantage gewohnt. Dann und wann haben uns die riesigen Spinnen und andere überdimensionalen Insekten von dort besucht. Und natürlich gab es auch in Indien immer und überall in der Nachbarschaft imposante Bananenstauden.   Doch nun in Phnom Penh sind wir den Bananen so nah wie nie zuvor. Obwohl unser Grundstück bei unserem Einzug ins neue Haus relativ karg und kahl ist, gibt es im hinteren Bereich ca. 6 imposante Bananenbäume von etwa 4m ...

Haus und Schreibtisch in Phnom Penh

Nach unserer Ankunft in Kambodscha im Dezember 2021 haben wir zwei Monate in einer Apartment-Wohnung in Phnom Penh gewohnt. Zwei Schlafzimmer, Wohn-/Esszimmer und Küche haben für das Nötigste gereicht. Dazu gab es auf dem Dach noch einen sehr netten Gemeinschaftspool mit Gym. Aber auf Dauer war es dann natürlich schon zu eng.   Seit Anfang März 2022 sind wir nun in ein Haus mit kleinem Garten umgezogen. Es liegt in einem relativ neuen Stadtquartier nahe der Schule auf die Kiran und Jamal gehen. Weil alle Häuser vom gleichen Investor in dem gleichen Stil gebaut wurden und weil alles noch irgendwie künstlich und neu aussieht, nennen wir es "Playmobil-Siedlung".  Wir genießen den vielen Platz, den wir nun für uns haben, sehr. Nach Wochen und Monaten der räumlichen Enthaltsamkeit und des Lebens aus dem Koffer freuen wir uns, nun wieder in den eigenen vier Wänden zu wohnen. In Kürze kommt auch unser Containerkram an, und dann wird das Echo in den Räumen auch weniger hallen.  A...

Mach das Dach

Die Architektur hält Tricks bereit, wie der warmen Klimazone in Kambotscha zu begegnen ist. Es sind Gebäude, die ganz ohne Technik und Energieverbrauch trotzdem ein gutes Raumklima erzeugen. Weniger ist mehr. Es braucht zunächst ein hohes Dach. Und es braucht im unteren Bereich entweder gar keine Wände, oder luftdurchlässige Wände. Die Hitze wird fern gehalten. Und der verschattete Bereich wird von Luft durchströmt. Fertig.   "Mama Thai" - ein Restaurant in der Innenstadt von Phnom Penh funktioniert so. Ein riesiges Dach auf ca. 10m Höhe überspannt einen Raum, in dem dann aus Holz mehrere offene Ebenen zum Sitzen und Speisen einladen.  Eine Kommunalverwaltung bei Battambang funktioniert so. Der kommunale Rat tagt unter dem hohen Dach quasi im Freien und zu beiden Seiten gibt es je zwei weitere Büroräume die eher geschlossen sind. Das Dachwasser wird in einem kleinen Teich hinterm Haus gesammelt, welches tagsüber zusätzlich kühlt.   Dieses uralte Design ist lässig, sm...

Die wassergekühlte Remorque Rickshaw

Die normale indische Bajaj-Motor-Rickshaw, wie es sie auch in vielen anderen Ländern (auch in Cambodia) gibt, bietet den Fahrgästen eine Sitzbank, auf der zwei Erwachsene oder auch zwei Erwachsene und ein Kind bequem sitzen können. Als Familie mit zwei Jungs, deren Beine stetig länger werden, wird es für uns zunehmend schwierig, alle zusammen auf so einer Rückbank komfortabel Platz zu finden - gerade wenn es über längere Strecken in der Stadt geht.   Wie gut, dass es in Phnom Penh zusätzlich zu den normalen "indischen Rickshaws" auch die lokalen Remorque-Rickshaws gibt. Hier ist ein Anhänger (Französisch "Remorque") an einem Moped befestigt. Auf diesem überdachten Anhänger gibt es zwei gegenüberliegende Bänke mit Armlehnen. Vier Personen können so bequem fahren und schauen sich dabei an. Das Dach reicht bis über den Fahrer des Mopeds nach vorne heraus. Und weil ein Moped dieses Typs kaum dafür motorisiert ist, bis zu 5 Personen zu bewegen, droht die Maschinerie stet...

Koh Rong Island Schnorcheltour

Unser Start ins Neue Jahr am 1. Januar beginnt mit einer Bootstour. Das offene rote Holzboot mit dem langsam tuckernden Dieselmotor bringt uns zu entlegenen Buchten und anderen Stränden der Insel. Der monotone Takt der Maschine und das Schaukeln der Wellen schafft eine angenehme Ruhe. Vom Boot fallen wir zum Schnorcheln ins halbtiefe Wasser, wo wir über den Korallen und bunten Fischen dahin schweben. Die Seeigel mit ihren extrem langen Stacheln lassen die Jungs durch ihre Schnorchel aufquieken. Und wir sehen Nemos (Clownfische) bei ihrem Versteckspiel in den     Seeanemonen. Immer wieder passieren wir andere Boote. In der Abenddämmerung halten wir noch zum Angeln an. Erschöpft stärken wir uns beim Abendessen mit frischem Ananassaft. Video: Auf Schnorchelfahrt

Metaphorische Wunsch-Lampions zum Neujahr

Die Erwartungen an die vom Hotel organisierte Sylvesterparty sind bei uns flach wie der Sandstrand, auf dem das Essen und das Buffet stattfindet. Direkt an der Wasserkante brennen einige Fackeln und von einem Boot auf dem Wasser werden gelegentlich kleinere Raketen in den Himmel geschossen. Die Palmen sind mit Lichterketten umwickelt und die Musik aus den Lautsprecherboxen mischt sich mit dem seichten Meeresrauschen.   Aber dann, gegen halb zwölf werden an einem freien Tisch vom Hotelpersonal Lampions aus dünnem Seidenpapier mit einem mittigen Wachsring an die Gäste verteilt. Auf das (noch zusammengefaltete) Papier kann man mit einem Filzstift etwas Persönliches schreiben, was man an diesem besonderen Tag in den Himmel senden möchte. Vielleicht sind es Wünsche für die Zukunft? Vielleicht sind es Dinge aus dem vergangenen Jahr, die man loslassen möchte? Vielleicht sind es Träume oder Dankbarkeiten?   Gemeinsam gehen wir mit unserem Lampion barfuss durch den Sand zu einer der Fa...

Nachtschwimmen mit den Plankton Sternen

"(...) You, I thought I knew you;  You I cannot judge;  You, I thought you knew me;  This one laughing quietly underneath my breath;  Nightswimming;  The photograph reflects, every streetlight a reminder;  Nightswimming deserves a quiet night, deserves a quiet night" / R.E.M. Nightswimming Auf Koh Rong Island gibt es Plankton, welches im Wasser nachts leuchtet. Um das gut sehen zu können, muss man allerdings mit dem Boot raus aufs Meer in eine Bucht fahren, in der es möglichst dunkel ist. Auch Mondschein stört. Und man sollte mit Schnorchelausrüstung ins Wasser gehen. Die Vorstellung in völliger Dunkelheit in einem tropischen Meeres-Gewässer irgendwo in einer Bucht baden zu gehen, schreckt uns zunächst ab. Erst als eine andere Familie mit Kindern davon schwärmt, sind wir bereit es doch zu wagen. Nachdem wir in der Dunkelheit auf dem kleinen offenen Boot aufs Meer getuckert sind, kostet es Überwindung in das schwarze Wasser hinein zu gleiten. Der schwarze St...

Urlaub im Klischee-Bildschirmhintergrund

Zuletzt hatten wir dieses Gefühl auf den Andaman Islands. Wenn die Szenerie um einen herum wie aus einem Urlaubskatalog aussieht. Oder wie ein Bildschirmhintergrund für einen Zoom-Call. Die Linien im Sand unter dem glasklaren Wasser sind zu perfekt gewellt. Das Türkisgrün des Wassers wirkt wie mit einem Filter nachbearbeitet und überzeichnet. Und dann sind auch noch diese Boote so perfekt farblich kontrastierend abgestimmt und hinkomponiert, dass man skeptisch wird.   Alleine der herumliegende Plastikmüll oder einige größere Fischerboote dann und wann am Horizont, die eine rußende Abgasfahne hinter sich herziehen, rücken das Realitätsbild wieder zurecht. Bild: Frühstückstisch vor realem Zoom-Hintergrund

Weihnachtliche 8K ohne Schaf

Mein erster Lauf in Kambotscha. Barfuss und mit schwitzigem Lächeln im Gesicht: Am Weihnachtstag einen ziemlich traumhaften Strandlauf über eine Distanz von 8 Kilometern auf Koh Rong Island hingelegt. Bei sonnigen 28 Grad und kaum Laufbreite zwischen Wasser und losem Sand für mich kein ganz leichtes Vorhaben.   Aber die Tradition will es so. Ja, Gott will, dass wir am Weihnachtstag einen Lauf machen. Schliesslich schickt er die Heiligen Drei Könige und die Hirten auf eine Reise, die unmissverständlich als Lauf gedeutet werden sollte. Nur die bonzigen drei Könige entziehen sich durch Wahl eines alternativen Verkehrsmittels (Kamele) dieser körperlichen Laufertüchtigung. Genaue Distanz und Geschwindigkeit der Hirten sind nicht übermittelt aber letztlich auch unerheblich. Was zählt sind der Nachhaltigkeitsgedanke und der Wille zur körperlichen Fitness und innerer Achtsamkeit, die dieses göttliche Ereignis erreichen will. Gott ist auch hier mal wieder absoluter Vorreiter und Vorbild in ...

Koh Rong Island

Per chinesisch aufgepimpter Limousine geht es am frühen morgen des 23.12. für uns von Phnom Penh nach Sihanoukville am Meer. Die Fahrt dauert etwa fünf Stunden. Dort wartet ein offenes Motorboot mit dem wir eine weitere Stunde auf die Insel "Koh Rong" übersetzen.  Die Stimmung und das Licht über dem Meer bei bedecktem Himmel und sporadischen Nieselregen ist sehr eigentümlich. Die Holzhütten des Resorts stehen direkt auf dem Strand unter den Palmen - daneben der geschmückte Weihnachtsbaum.   Foto: Heiligabend auf Koh Rong Island 

24/12 . Weihnachten 2021

22/12 . Ankunft in PP

Am 17.12.2021 haben wir Indien gen Phnom Penh verlassen. Und weil gleichzeitig Adventszeit (Countdown für Weihnachten) ist, gibt es hier den (hoffentlich) täglichen Adventskalender mit kleinen Geschichten und Bildern.   Heute: 22/12 . Ankunft in PP Nach kurzem Flug von Singapur noch Phnom Penh kommen wir gut in Kambodscha an. Alle Fluggäste werden im Flughafen auf Corona getestet und erst bei negativem Test aus dem Flughafengebäude herausgelassen. Auf der Fahrt vom Flughafen zum Hotel in der Stadt erscheint uns die Luft so klar und die Strassen recht ruhig. Wir spazieren am Abend durch die Nachbarschaft des Hotels. Wir besuchen am nächsten Tag das GIZ Büro. Wir fahren mit der Rickshaw durch die Stadt und verbringen Zeit in einem sehr netten Kinderpark mit Restaurant am Flussufer. Und natürlich zünden wir die vierte Kerze an unserem Adventskranz mit Traveltanne an.   Es gibt natürlich viel Neues zu sehen und zu entdecken und die Menschen sind sehr freundlich. Kurzum: Phnom...