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Strandkram sammeln

Es ist die Ästhetik von maritimem Müll, die mich in ihrem Bann hält. Nicht jede Art von Müll, aber jener Kram, der irgendwie aus etwas hochwertigeren Materialien besteht. Plastiktüte und Strohhalm: nö. Ein Tau, ein Netzschwimmer oder ein Holzbrett: klares ja! Wenn diese Dinge über längere Zeit dem Salzwasser, der Sonne und dem Schleifen des Sandes ausgesetzt sind, vielleicht noch Meeresgetier seine Spuren hinterlässt, dann entsteht die wunderbare Patina, die Geschichten erzählt. Schon mein Papa war dieser Schönheit verfallen und hat unablässig Strandgut gesammelt und nach Hause gebracht. Mein Elternhaus war voll damit. Und ebenso voll mit Kunst und Arrangements gemacht aus diesen Gegenständen. Irgendwie haben diese gealterten Gegenstände nämlich die geheime Macht, die Kreativität und den Schöpfergeist zu beflügeln. Man will etwas damit machen. Den Sachen einen neuen Sinn geben - sie kombinieren mit anderem Krams.

Foto oben: kleinteiliges Strandgut von der Insel "Koh Ta Kiev"

Foto unten: Stöcker, Fender und Bretter

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Weihnachtliche 8K ohne Schaf

Mein erster Lauf in Kambotscha. Barfuss und mit schwitzigem Lächeln im Gesicht: Am Weihnachtstag einen ziemlich traumhaften Strandlauf über eine Distanz von 8 Kilometern auf Koh Rong Island hingelegt. Bei sonnigen 28 Grad und kaum Laufbreite zwischen Wasser und losem Sand für mich kein ganz leichtes Vorhaben.   Aber die Tradition will es so. Ja, Gott will, dass wir am Weihnachtstag einen Lauf machen. Schliesslich schickt er die Heiligen Drei Könige und die Hirten auf eine Reise, die unmissverständlich als Lauf gedeutet werden sollte. Nur die bonzigen drei Könige entziehen sich durch Wahl eines alternativen Verkehrsmittels (Kamele) dieser körperlichen Laufertüchtigung. Genaue Distanz und Geschwindigkeit der Hirten sind nicht übermittelt aber letztlich auch unerheblich. Was zählt sind der Nachhaltigkeitsgedanke und der Wille zur körperlichen Fitness und innerer Achtsamkeit, die dieses göttliche Ereignis erreichen will. Gott ist auch hier mal wieder absoluter Vorreiter und Vorbild in Sach

Koh Rong Island

Per chinesisch aufgepimpter Limousine geht es am frühen morgen des 23.12. für uns von Phnom Penh nach Sihanoukville am Meer. Die Fahrt dauert etwa fünf Stunden. Dort wartet ein offenes Motorboot mit dem wir eine weitere Stunde auf die Insel "Koh Rong" übersetzen.  Die Stimmung und das Licht über dem Meer bei bedecktem Himmel und sporadischen Nieselregen ist sehr eigentümlich. Die Holzhütten des Resorts stehen direkt auf dem Strand unter den Palmen - daneben der geschmückte Weihnachtsbaum.   Foto: Heiligabend auf Koh Rong Island 

Mach das Dach

Die Architektur hält Tricks bereit, wie der warmen Klimazone in Kambotscha zu begegnen ist. Es sind Gebäude, die ganz ohne Technik und Energieverbrauch trotzdem ein gutes Raumklima erzeugen. Weniger ist mehr. Es braucht zunächst ein hohes Dach. Und es braucht im unteren Bereich entweder gar keine Wände, oder luftdurchlässige Wände. Die Hitze wird fern gehalten. Und der verschattete Bereich wird von Luft durchströmt. Fertig.   "Mama Thai" - ein Restaurant in der Innenstadt von Phnom Penh funktioniert so. Ein riesiges Dach auf ca. 10m Höhe überspannt einen Raum, in dem dann aus Holz mehrere offene Ebenen zum Sitzen und Speisen einladen.  Eine Kommunalverwaltung bei Battambang funktioniert so. Der kommunale Rat tagt unter dem hohen Dach quasi im Freien und zu beiden Seiten gibt es je zwei weitere Büroräume die eher geschlossen sind. Das Dachwasser wird in einem kleinen Teich hinterm Haus gesammelt, welches tagsüber zusätzlich kühlt.   Dieses uralte Design ist lässig, smart und m