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Der Planer mit der Schmodderhand

Sein Name tut nicht zur Sache. Entscheidend ist, dass er Stadtplaner ist. Leidenschaftlich. Und Inder. Vermutlich auch leidenschaftlich. Zumindest trägt er gerne typisch indische Klamotten. Gerne und gerade auch zu offiziellen Anlässen. Wie zu dem Planer-Kongress, den wir beide gemeinsam besuchen, und schon seit einigen Stunden gemeinsam verbringen.

Das opulente Essen zum Abschluss eines langen Kongresstages gehen wir ebenso gemeinsam an. Man steht in lockeren Grüppchen essend beieinander. Den Teller führt und stabilisiert er souverän in der einen Hand, während die andere Hand das Essen dynamisch mit Verve durchmatscht und in schnellen Bewegungen zum Mund führt. Führen tut er außerdem parallel den Diskurs zu indischen Stadtentwicklungsthemen. Die Esshand wird dabei doppelt beansprucht. Neben der Nahrungsaufnahme ist sie voll damit beschäftigt, durch ausfahrende Gesten, seine Argumante zu unterstützen und raumgreifend zu illustrieren. Dann wieder Essen matschen - argumentieren, gestikulieren, Essen zum Mund führen, und von vorne.

Ich bin paralysiert. Und so geht das eine halbe Ewigkeit. Sein leerer Teller ist längs abgestellt, und Viertelstunde um Viertelstunde vergeht, in der er mit der Schmodderhand weiter seinen Diskurs führt. Es ist mir unmöglich ihm noch irgendwie inhaltlich zu folgen. Ich nicke geistesabwesend und aus Höflichkeit in regelmässigen Abständen, während meine Augen gefesselt das Schauspiel der mit Resten von Reis und Sauce verklebten Hand verfolgen. Die Magie der Schmodderhand lullt mich ein und wird erst nach über einer Stunde durch seinen lapidaren Satz durchbrochen: "Ich geh mir mal eben die Hände waschen."




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Chuflay - der bolivianische Longdrink für die schnelle Abkürzung

Singani, den typisch bolivianischen Schnaps, verwendet man fast ausschließlich für Longdrinks. Ähnlich wie Grappa wird er aus Trauben hergestellt. Die bekannteste Singani-Longdrinkvariante in Bolivien ist der "Chuflay". Der Drink ist frisch und spritzig das Richtige für 36 Grad im Schatten und wärmt zugleich in den Abend- und Nachstunden, wenn die Gletscherkälte in die Täler kriecht.
Zubereitung Ein Schnapsglas Singani mit zwei Eiswürfeln in ein Longdrinkglas geben. Den Saft einer halben Limette dazugeben und mit Ginger Ale auffüllen. Mit einer Limettenscheibe servieren.
Der Name Die spanischsprachige Wikipedia sagt zum Namen: Britische Eisenbahningenieure und -Arbeiter haben im 19. Jahrhundert den Drink bei ihren Arbeiten in Bolivien gerne genossen, unter anderem weil er schön schnell betrunken macht. Sie nannten ihn daher "Short Fly" (Abkürzung). Wenn man spanischsprachig und singaniumnebelt "Shortfly" sagt (lallt), dann wird daraus "Chuflay". Ic…

255/2016 - Bananaboat

Sich mit dem Kopf voran durch die Fluten zu pflügen ist keine Kunst - egal ob auf dem Rücken oder bäuchlings. Kinderkram. Connaisseure und Geniesser des nassen Elements bewegen sich im Wasser stets mit den Füßen voran fort. "Bananaboat". 

Unter allen Schwimmstilen, ist Bananaboat die Königsdisziplin. Geschwindigkeit spielt keine Rolle. Und es ist zweifelslos die athletischste Art, sich im Wasser zu bewegen. Vorsicht: Nach ein paar Bahnen "Bananaboat" passt man in kein Hemd mehr hinein. Die Muskeln blähen sich auf und zerfetzen die schönste Rumpfbekleidung. 
Völlig unverständlich bleibt vor diesem Hintergrund, warum Bananaboat bis heute nicht olympische Disziplin ist. Vielleicht, weil es einfach albern aussieht, wenn man derart unförmig, wie ein nasser Sack im Wasser hängt, und dabei kaum von der Stelle kommt.

Video: Georg praktiziert Bananaboat

Fuck, yeah: Yoga!

Ich sag´:"Digga, ich brauche keine Wellness!"
Ich will nur tanzen bis es hell ist Kein Spa oder Yoga Was ich brauch´sind ein paar Whisky-Cola. / Beginner, Rambo Number 5

Yoga ist eine uralte Kulturtechnik. Sie dient dem Aufpumpen und der Reinhaltung von Körper, Geist und Seele. Yoga scheint beliebter denn je, und wird bis in die Gegenwart und sogar in diesem Augenblick von vielen Millarden Menschen täglich praktiziert. Die Geschichte des Yogas lässt sich bis zu den Anfängen der Menschheit zurückverfolgen. Wissenschaftler haben wohlmöglich herausgefunden, dass wahrscheinlich sogar Maria und Josef Adam und Eva bereits leidenschaftliche Yoga-Anhänger waren. (Übung: "Sich nach dem Apfel strecken.")
Neben den klassischen und total langweiligen Yogapraktiken gibt es auch moderne Abwandlungen der bewährten Techniken, die unserer Zeit und heutigen Kultur und Lebensweise entsprechen. Speed-Yoga, Superpower-Yoga, Virtual-Yoga, Beer-Yoga, Workdesk-Yoga, Metal Yoga oder Hazelnut-Lat…