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Es werden Posts vom April, 2016 angezeigt.

121/2016 - waste management

Zusammen mit unseren Sachen kamen ebenso viele Kilo und Kubikmeter Verpackungsmüll aus Deutschland in Delhi an. Einiges habe ich direkt nachts mit den drei Lastwagen loswerden können. Zerbrochene Paletten und aufgebrochene Holzkisten sowie aufgerissene Stretch- und Noppenfolie wurden gerne von den jungen Herren entgegengenommen.  
Nach dem Auspacken der Kartons und anderen Sachen türmte sich ein weiterer Berg Müll vor unserer Haustür. Es gibt ein kleines Recyclingprojekt mit Namen "Pompom" in Neu Delhi, welches halbwegs sortenreinen Müll aufkauft und abholt. Wir haben für den ersten Schwung Verpackungsmüll 460 Rupien (6 Euro) bekommen, verbunden mit der Hoffnung, dass mit dem Müll irgendwie besseres passiert, als wenn wir ihn einfach so weggeworfen hätten. 
Foto: Jamal und Kiran kontrollieren das Wastemanagement. Dank an dieser Stelle an die Abfallwirtschaft Dithmarschen GmbH für den Support mit Gelben Säcken. 

120/2016 - morgendliches Parrotspotting

Keine Ahnung, ob die Bezeichnung "Papagei" für diesen grünen Vogel, der mit seinen zwölf Kumpels allmorgendlich um unser Haus jagt, korrekt ist. Vielleicht sind es die halbstarken Vorstadtrüpels einer  Gruppe Jungsittiche, die sich gegenseitig kappeln und alle paar Minuten laut kreischend und umherdüsend den Baum wechseln. Grün hinter den Ohren sind sie - soviel ist sicher. Erst im Mangobaum hinterm Haus, dann an der Seite, dann vorne im Baum mit den lustigen Trunselfrüchten und dann wieder hinten. Und wieder von vorne. Ein Papageienspektakel als Frühstücksuntermalung und wir mittendrin beim Parrotspotting

Foto: Parrotspotting für Anfänger: In dem Foto vom Baum vor unserem Haus sind vier Papageien zu sehen. 

119/2016 - Googlemaps gestern und heute

2010 Mumbai Wir fahren im Privatwagen durch die Stadt und der einzige Plan den wir haben ist ein iPhone 3G auf dem Googlemaps ein grob gepixeltes Satellitenbild zeigt, mit einem pulsierenden blauen Punkt, der unseren Standort darstellt. Es sind kaum Straßen erfasst und die vielen Funklöcher sorgen dafür, dass das Bild nur schleppend nachgeladen wird. Dennoch war es ungemein hilfreich und eine tolle Orientierungshilfe. "Fahre nach da vorne hin, zu den blauen Pixeln - dann sind wir am Meer und müssen nur noch rechts fahren ..."

2016 Delhi Die Stadt ist von Google komplett vermessen. Online oder offline leitet Google Maps auf dem Smartphone den Nutzer perfekt durch die Stadt. Manchmal sind sogar kleinste Gassen verzeichnet, die mit einem Auto unbefahrbar sind, aber vielleicht einem Motorrad oder einer Rickshaw weiterhelfen. Die Damenstimme aus dem Äther weiß sogar die Straßennamen und kennt die halbwegs richtige Aussprache. 
Veränderung der Geschäftswelt Das Digitale verändert …

118/2016 - unerwartet geflenst

Der Bierjieper treibt mich in einen nahegelegenen Liquor Store am Ende unserer Straße. Hier gibt es in schmaler  Auswahl Alkoholika zu kaufen. Ein paar Weine, einige wenige Biersorten und natürlich Schnäpse werden feilgeboten. Beeindruckend ist, dass er ausgerechnet Flensburger Pilsener im Angebot hat. Die Flaschen sind sauber poliert und stehen wie Trophäen im Schaufenster. Und dann gibt es nicht nur Flensburger Pilsener, sondern auch Flensburger Weizen und Flensburger Dunkel. Eine Flasche kostet etwa drei Euro. 
Ich spare mir das große nordfrische Plopperlebnis auf für einen späteren Moment der da kommen mag, und erwerbe zum Preis einer Flasche Flens vier Dosenfosters. Prost.

117/2016 - Sachen da

Unsere Sachen kommen am Montag aus dem Zoll. Das Timing ist brillant - am Dienstag endet der einmonatige Mietvertrag für das Serviceappartment. Wegen Beschränkungen für LKW-Verkehr innerhalb der Stadt kann die Anlieferung erst nach 23 Uhr erfolgen.

Als ich nachts mit dem Auto aus dem Serviceappartment zur neuen Wohnung fahre, um dort die Sachen in Empfang zu nehmen treffe ich auf der Strecke die drei bunt bemalten Lastwagen mit unseren Sachen darauf. Zwei der Lastwagen haben eine offene Ladefläche aus denen die großen mit Stretchfolie umwickelten Pakete herausragen. Gemeinsam fahren wir zur Wohnung, wo uns eine lange Nacht erwartet. 
Insgesamt sieben Männer erledigen das Auspacken. Es gibt keine Hebebühne oder sonstige Hilfsmittel. Lediglich eine alte Rasierklinge ist vorhanden, mit denen die Folienpakete aufgeschnitten werden können. Und eine große Eisenstange dient als Brechwerkzeug für die Kisten. Von den sieben Helfern sind zwei Chefs, die es sich sofort nach der Ankunft auf eini…

116/2016 - valet parking goes streetlife

"Valet Parking" ist eingespielt und gewohnt bei Hotels und Restaurants vor allem in Innenstadbereichen mit begrenzten Parkplätzen. Der Kunde kommt mit dem eigenen Auto direkt am Eingang der jeweiligen Lokalität vorgefahren, steigt aus und übergibt bei laufendem Motor Schlüssel und Fahrzeug einem Angestellten, der sich um das Parken kümmert. Beim Verlassen der Lokalität funktioniert das Ganze genau umgekehrt: der Wagen wird vom Angestellten geholt, und man kann wiederum direkt vor dem Haupteingang in das laufende (und gekühlte) Auto steigen und losfahren. Ein toller Service! 
In Delhi habe ich es nun an zwei Stellen gesehen, dass es diesen Service auch normal im öffentlichen Raum in der Nähe von größeren Shoppingbereichen gibt. Dort laufen scheinbar privat organisiert junge Männer in Warnwesten herum, hauptsächlich kenntlich durch einen riesigen Schlüsselbund mit mehreren Dutzend Fahrzeugschlüsseln um den Hals. Der Service ist ansonsten der Gleiche wie oben beschrieben. 
Heu…

115/2016 - First curtain Siesta

One of the first essential steps when it comes to make a home cozy and worth living in is the installment of curtains.

Fabindia, an indian company, is a blend of IKEA, Manufactum and an organic food store. They also offer a pretty grand varienty of curtains in beautiful colours and patterns. This weekend we not only bought curtains, but we also installed them, realized that they were too short and managed to get a taylor in charge for the arrangement. 
However, Kiran already enjoyed his first Siesta on the floor of the still empty boys room - with a charming redlight from the curtains moving slowly in the soft wind of the fans above.

Video: A room with all new curtains from Fabindia

114/2016 - Back on indian roads!

Finally we did our first trip with our own car in Delhi. It has been a little while since I last drove my own car in India. Back in 2010 we were cruising with our Honda City in Mumbai. Compared to that experience traffic in Delhi is calm - although the odd and even scheme that is active at the moment might influence the amount of traffic a little. 
After three years of left side driving in Germany little adaptation time was needed to be back on the right side system. Plus: driving without horning in Germany was so quiet. Now things have changed a little in India and more and more cars are seen with a sticker at the back saying "No honking please!" I can live with that.
Photo: Kiran and Jamal in the back of our fully loaded car

113/2016 - uneingeschränkte Mobilität für PARTEI-Mitglieder

Seit einer Woche gilt in Delhi das so genannte "Odd even scheme". Für insgesamt zwei Wochen dürfen Montags bis Samstags zwischen 8 und 20 Uhr immer nur die Autos fahren, deren Kennzeichen entsprechend deckungsgleich mit dem jeweiligen geraden oder ungeraden Kalendertag sind. Am 15.4. dürfen z.B. alle ungeraden Kennzeichen fahren, am 16.4 alle geraden Kennzeichen usw.

Es gibt einen Haufen Ausnahmen. Für folgende Gruppen gilt u.a. die Regel nicht: Politiker, Not- und Rettungsfahrzeuge, Taxis und Autorickshaws, ÖPNV, Diplomatenfahrzeuge, VIPs, Erdgasfahrzeuge und Fahrzeuge mit Frauen am Steuer (alleine im Auto, oder mit Schulkindern)
Uns fehlt der Vergleich, um wirklich sagen zu können, ob durch diese Maßnahme der Verkehr in der Stadt signifikant weniger wird. Mir ist beim morgendlichen Blick aus dem Bürofenster auf die Haupstraße nur die Masse an öffentlichen Bussen aufgefallen. Zudem waren zeitweise die Wartezeiten auf ein Taxi bei Uber etwas länger als sonst (über 10 Minute…

112/2016 - Die indische Fußgängerzone

In der Nähe unserer neuen Wohnung, gibt es einen mittelgroßen Geschäftsbereich mit einer Fußgängerzone. Der Bereich ist von der eigentlichen Hauptstraße "Munirka Marg" abgehangen und nur fußläufig zu durchqueren. Das Laufen, vor allem mit Kindern, wird so wesentlich entspannter. Ein guter Teil der Geschäfte, Restaurants und Läden ist (natürlich) hochpreisig. Aber internationale Marken sind neben kleinen indischen Einzelhändlern, McDonalds in unmittelbarer Nachbarschaft zu indischen Restaurants und der Kinokomplex ist neben dem Handyschalenverkäufer im fliegenden Verkaufsstand zu finden. Die Mischung stimmt also.

Der öffentliche Raum ist leicht abgerockt, aber noch einigermaßen nutzbar und noch nicht zu ungepflegt. Imposant sind die vielen großen Bäume, die inzwischen völlig aus der Proportion der Fußgängerstraße herausgewachsen sind, und Urwaldcharakter haben. 
Und spätestens wenn eine kleine Kuhherde in großer Ruhe und majestätischer Gelassenheit vor den Geschäften und dur…

111/2016 - Die urbane Kuhherde in Googles Verkehrsrechner

Unsere neue Wohnung liegt 4,9 km von meiner Arbeit, 6,7 km von Jamals Kindergarten und 10 km vom India Gate entfernt. Googlemaps gibt für diese Distanzen außerhalb der Rushhour folgende Autofahrminuten an: Büro 11 Minuten, Kita 14 Minuten, India Gate 19 Minuten. 
Google liegt mit dieser Zeitschätzung ziemlich nah an der Realität, weil Google dank Uber (ein App bzw. Internet basierter Taxiservice, bei dem jeder Taxifahrer mitmachen kann, der ein Smartphone besitzt) auf unglaubliche Verkehrsdaten über Delhi zurückgreifen kann. In fast jedem Taxi hängt ein Smartphone auf dem Googlemaps den Weg weist. Und auf jeder halbwegs befahrbaren Straße in Delhi fahren immer zeitgleich mehrere solcher smart vernetzter Taxis nebeneinander her. Die Datendichte muss unglaublich sein, mit der sich hier Voraussagen machen lassen. 
Wir fahren gerade mehrmals am Tag mit Uber und die Zeiteinschätzung, die Googlemaps bereits am Anfang der Fahrt gibt, ist fast schon gespenstisch genau, wenn man am Ende der Fahr…

110/2016 - new flat 1

We can no longer wait to finally move to our new flat. But first our stuff has to be cleared from the costums at "Delhi Dry Port". That is why we have spent some time the last evenings in the new flat just like that. To be close to the place that soon will be our new home. Enjoying the empty spaces. Imagining what to put where, and where to do what. 
The painter is almost done with his work. We have already bought some plants from the nursery. Jamal and Kiran checking on their room (it is possible to pick Mangos from the Mangotree right from the balcony of their room!) And tonight we even brought us some pizza to have our very first diner on the floor of the empty flat. (Thank you, Pizza Hut Delhi, for this unique experience!)
Photo: Evening diner on the floor of the empty flat

109/2016 - Coconutwalas

These guys are our heros here at Safdarjung (along with the Dairy Milk Man): The Coconutwalas. Almost every evening we are going for a short walk to visit them and to buy some of the delicious Coconuts. It became a routine for us to enjoy the Coconuts at home icecold from the freezer.

Video: Buying, preparing and enjoying Coconut from The Coconutwalas

108/2016 - Gebrauchtwagenkauf

Die speziellen Regeln und Vorzeichen unter denen der Gebrauchtwagenkauf im Zeitalter der Odd-even-Regel und anderer Auflagen für Fahrzeuge mit Verbrennungsmotoren erfolgt, waren hier bereits Thema. Heute nun hat unser Suchen ein Ende. Wir haben uns für einen 2007er Honda CRV mit Benzinmotor entschieden (ohne Abbildung). Restlaufzeit 6 Jahre. 
Das Beste: wenn Shanti fährt, die Jungs Schuluniformen tragen und Georg als blinder Passagier unterm Beifahrersitz mitfährt, dann - ja dann, gilt für uns die Odd-even-Regel nicht. 
Foto: ... aus der Fahrzeugbeschreibung: "Zu den Extras gehören neben dem Dachgepäckträger und der Diebstahlsicherung der Fahrertür ein Steinschlagschutz für die Windschutzscheibe und eine spezielle Camouflage Lackierung "Mad Max". Nichtraucherfahrzeug."

107/2016 - The Sari Rickshawride

Competition within the festivities for the 55th anniversary party @ German School New Delhi.

Video: Jamal and Kiran going fast

106/2016 - walk to work

Before we move to our new flat (hopefully by the end of next week) I herewith give a short documentary on my actual walk to work from Safdarjung B2 to the office. Odd even scheme is no issue for me at the moment...

Video: walk to work

105/2016 - Safdarjung Monkey

Wie gehabt kaufen wir spätnachmittags am Ende unserer Straße etwas Obst beim rollenden Händler und Milch beim fast vollautomatischen Milchstand von "Mother dairy". Plötzlich Aufregung. Die Obsthändler weichen von ihren Ständen und stehen mit Abstand um ein parkendes Auto herum. Auf dem Fahrzeugdach sitzt ein stattlicher Affe und schickt sich an, einen der Obststände zu plündern. Er setzt sich neben die Waage und macht sich an den Melonen zu schaffen. 
Die Händler bringen nach und nach ihre Stände in Sicherheit. Schließlich gelingt es ihnen, den Affen mit einer Banane wieder zurück auf das Autodach zu locken, wo er dann gemütlich futtert.
In dieser Gegend der Stadt sind Affen eher ungewöhnlich. Aber mit der Hitze kommen die Affen auch hierher, weiß einer der Händler zu berichten. 
Foto: Kundschaft

104/2016 - ohne Hos' viel los

An den Jungs geht die Wärme nicht spurlos vorbei. Vor allem Kiran mit norddeutschem Klima im Blut hatte anfangs hauptsächlich nachts mit der Hitze zu kämpfen. Regelmäßig war er morgens klatschnass geschwitzt, obwohl die ganze Nacht der Ventilator über unseren Köpfen seine Kreise dreht. Und es ist erst "Frühling" in Delhi, was bedeutet, dass die richtig heißen Tage noch vor uns liegen. 
Aber die angenehmen Seiten der Wärme sind bei den beiden auch deutlich spürbar. Die Freiheit ohne viele Klamotten herumlaufen zu können; barfuss sein zu können; mit Wasser zu pütschern, etc... das alles gibt ihnen zugleich eine innere Ruhe und immer wieder auch eine übersprudelnde Ausgelassenheit. Letzteres z.B. wenn die beiden in der Wohnung bisweilen nackt herumspringen und dabei vor Glück quietschen. Und wir genießen die verkürzten Ankleidezeiten bei den beiden. Hier ein kurzer Klamottenvergleich vor dem Abflug und nach der Ankunft:
Heide im März Unterhose Unterhemd Hemd Pullover Hose Socken …

103/2016 - Delhi Belly

= "Delhi Bauch"

Bezeichnung für Verdauungsprobleme oder Verdauungstotalversagen nach dem Verzehr von problematischem Essen. (z.B. Streetfood, ungewaschenem Obst oder sonstwie unter fragwürdien hygienischen Bedingungen erzeugte Lebensmittel)
Foto: Beim formal korrekt hergestellten Obstsalat aus der häuslichen Küche hat der DB keine Chance. 

102/2016 - toilet paper flatrate @ service appartment

After arriving at Delhi Airport within the night of Holi (24th of March) we have spend our first four Delhi nights in a hotel in Vasant Vihar. 
From there we moved to a so called "Service Appartment" in Safdarjung Enclave very close to the GIZ Office. This apartment on the third floor of a five storey building has two bedrooms, two bathrooms, a kitchen and a living room and is fully furnished. Plus we have an additional service of a person that is cleaning the flat on a daily basis. And magically we never run out of toilet paper - so I assume that this is also somehow part of the service. 
We will stay in this Appartment until end of April and then move to our flat in Vasant Vihar were we just signed the lease agreement yesterday. (more on that a little ways down the road...)
It was the 26th of February 2016, when we left Heide. Since then all we have with us is in our suitcases. Gipsy style. We are pretty much looking forward now to unpack our household goods from the shipp…

101/2016 - green Delhi

We are amazed by all the well maintained greenery and parks in Delhi. We have not expected this kind of nature within the city.

Video: Some Delhi parks we have visited recently

100/2016 - milk

Maybe it was 70 years ago that it was common in Germany to buy milk in a small cylindric steel can from the shop at the corner.

In Delhi I see cool guys on their motorbikes cruising around with exactly those steelcans and the exact same content: milk. In my opinion the Delhi packaging free milk distribution system is super up to date, green and sustainable. Plus: it adds a charming meeting point to small city quarters. "Let's go and have a milk - you come with me?"

Video: Jamal buying milk from the dairy shop at Safdarjung Enclave

099/2016 - washing hands

As indian dishes are often eaten with the hands, it is necessary to wash them afterwards. While in most indian restaurants the guest receives a small bowl with warm water and a slice of lemon added, this rajastani restaurant that Saloni invited us to had a beautiful and fancy alternative. Watch the video!

098/2016 - Autokauf mit Restlaufzeitdruck

In Mosambik lief das so einfach mit dem Fahrzeugkauf: ein schön altes Auto, was noch irgendwie ok ist und zusätzlich den  feinsinnig-technischen Charme der 90er hat, wurde in Japan gebraucht erworben, ins Land importiert und angemeldet. 
Läuft so in Delhi nicht. 
Delhi hat (vermutlich statt Abgas- und Sicherheitsvorschriften) eine strenge Baualterbegrenzung eingeführt. Benziner älter als 15 Jahre und Dieselfahrzeuge älter als 10 Jahre sind nicht mehr zulassungsfähig. Jedes Fahrzeug mit Verbrennungsmotor bekommt somit eine Restlaufzeit! 
Mein Eindruck ist, dass davon vor allem die indischen Fahrzeughersteller profitieren: die Tatas und Mahindras dominieren das Straßenbild.  
Unsere Fahrzeugsuche geht unter diesen Vorzeichen in die zweite Runde. 
Foto: Leicht verbeulter und abgerockter Toyota Innova, der uns per Handyfoto via WhatsApp angeboten wird.

097/2016 - Der kleine Spalt im Zeitzonenfenster

Meine Arbeit ist mit regelmäßigem Austausch mit der GIZ Zentrale in Deutschland verbunden. Nicht nur meine Arbeit, sondern natürlich auch die der Kolleginnen und Kollegen. Eine stetige Beachtung des Zeitunterschieds ist daher nötig. In vielen Büros in der GIZ Zentrale in Delhi hängen daher zwei Uhren. Ich habe meinen Kalender mit der zweiten Zeitzone erweitert, um einen Besseren Überblick zu bekommen, wann es Sinn macht, in Deutschland wegen irgendeines Anliegens anzurufen. Zusätzlich zum Zeitunterschied, der die gegenseitige Erreichbarkeit einschränkt, sind es natürlich die Pausenzeiten im jeweiligen Land, die sich nochmals überlagern. Hier ist mein normaler Delhi-Büroarbeitstag von acht bis Feierabend mit den jeweiligen Erreichbarkeiten und Pausenzeiten. Wann ist das Zeitzonenfenster offen?
Delhi 8 bis 12.30 Uhr - Das Fenster ist zuDeutschland schläft bzw. fährt zur Arbeit (4:30 bis 9 Uhr)
Delhi 12.30 bis 13.00 Uhr - Das Fenster ist offen!In Deutschland sitzen jetzt auch alle am Schre…

096/2016 - Delhi Morgenstund'

Delhi fängt morgens erst um neun an. Ich um acht. 
Der kurze Fußweg zur Arbeit um kurz vor acht durchs Viertel: Einige Straßenfeger sind mit ihren Besen zugange und wirbeln zwischen Müllhaufen den Staub auf, der im noch fahlen Licht durch die Straßen wabert. Die Wachmänner vor den Häusern schlafen hemmungslos, wohl weil es ja mit der Helligkeit wieder sicher ist. Die Luft ist lau und die Straße liegt im Häuserschatten mit einzelnen goldenen Streifen der frühen Sonne. Männer laufen unrasiert in Unterhemden auf Balkonen umher. Die Jungs der Wachmänner putzen die Autos ihrer Dienstherren. 
Delhi morgens zwischen acht und neun. Die Stadt schläft nicht mehr - aber so richtig wach ist sie auch noch nicht, und sie zeigt dabei so vieles Eigenartiges von sich. 
Foto: Nickerchen im öffentlichen Raum - wahlweise Adelsprädikat für Aufenthaltsqualität oder große Müdigkeit. 

095/2016 - fully automatic tea service

The tea/coffee service in the daily office life is one thing that I keep in mind from Mumbai, and now in the new office it is back again. Here is the original question - although words alone cannot describe the overall friendlyness and kindness: "Tea, coffee, Sir?"
Photo: Office tea served some minutes ago on my desk. 

094/2016 - Delhi goes Uber

At the moment getting around the city is not so much of a problem for us as we thought it would be. Compared to Mumbai the traffic during the day is reasonable. Only rushhour sucks - but hey, this is normal in any other big city - especially in Heide / Dithmarschen. 
So far, without our own car, we have already tried some possibilities for urban commuting. Walking is definitely a great way to explore any city. At the moment due to the heat only an option during the morning or evening hours. Rickshaw is THE thrilling mode of transport. Taxi is comfortable but maybe a bit expensive. And now comes Uber. The whole thing with the App and the payment and the visibility of who your driver is, and were the car is and how much more minutes you have to wait - all that is amazing. And it is even more amazing, that all this works super smooth in Delhi. Our first Delhi Uber ride was both, great and cheap, and it was not our last one! 
Photo: Screenshots from our first Delhi Uber ride. 

093/2016 - Unser Delhikietz No. 1

Seit einer Woche wohnen wir nun in unserem "Service Apartment" im Stadtviertel Safdarjung Enclave. Service Apartment bedeutet, dass die Wohnung komplett eingerichtet ist - inklusive Küchengerät und Geschirr. Safdarjung Enclave bedeutet, dass ich zu Fuß in 3 Minuten bei der Arbeit bin. Genial.

Das Stadtviertel wird von West nach Ost immer wilder und dichter. Während es im Westen ein für Delhi relativ normales und einigermaßen ruhiges Wohnviertel ist, wird es im Osten zu einem extrem dichten Wohn- und Gewerbequartier. Den ersten längeren Spaziergang machen wir zusammen mit einem Kollegen, der uns herumführt (Danke, Uwe!!!) Auf dem Rückweg beginnt es bereits etwas zu dämmern und die Magie der blauen Stunde mischt sich in die uns ohnehin spannende Szenerie. 
Foto: Shanti und Jamal in einer der Straße in der Nachbarschaft


092/2016 - fully automatic Coconut-Service

A cold coconut water in the evening already became a must-have for us. At the end of our road we have found a gentle coconut wala (seller) who now is in charge to provide us with the exact amount of coconuts needed (5 per day) without any additional effort. Plus, he of course cuts them ready to use for us to pop a straw inside.

After a long hot day the coconut water is perfect for the overall condition of mind, body and soul. We keep them chilled in a fridge to guarantee the best refreshing experience. Only Kiran still finds it too strange to drink directly from this huge green natural thing.
Photo: Jamal and Georg sharing a Coconut.