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Es werden Posts vom August, 2016 angezeigt.

244/2016 - Faschismusquatschheft am Bücherkiosk

In jeder gut sortierten indischen Flughafenbuchhandlung, gleich neben den Finanzratgebern, den Damenquatschblättern und den Groschenromanen, findet sich in der Regel auch das politische Standardwerk aus Deutschland: Hitlers "Mein Kampf". Der Umgang mit diesem Kapitel deutscher Geschichte und der Person Adolf Hitler pendelt hier zwischen Unwissen, Naivität und lockerer Zwanglosigkeit. Anders als in Mosambik bin ich hier jedoch noch nicht gefragt worden, ob Hitler eigentlich noch in Deutschland regiert.

Foto: Szene aus der Flughafenbuchhandlung in Chennai. 

243/2016 - Monsunsturzregen

Obgleich die Monsunzeit sich langsam dem Ende nähert, gibt es nochmal einige heftige Regenfälle, die diesmal tagsüber den Verkehr in der Stadt lahmlegen. In unserem Viertel halten sich die Einschränkungen in Grenzen. Es sind vor allem die Unterführungen einiger Hauptstraßen unter den Eisenbahnlinien hindurch, die überfluten und unpassierbar werden. 
Video: überflutete Straße in Vasant Vihar

241/2016 - Ukulele Solo

Video: Kiran inspired by music session in his Kindergarten. 

240/2016 - Büronaschkram

Foto: Indischer Büronaschkram. Links "Barfi" aus Milch, rechts "Laddoo" aus Mehl und in Fett ausgekocht. Alles schön süß! 

239/2016 - Die Lego Pirateninsel

Foto: Traumhafte Strände. Ausgedehnte Palmenwälder. Üppige Gold- und Juwelenschätze. Der gruselige Skelettmann und das gesetzlose Pack. Auf der Pirateninsel war am Wochenende die Hölle los. Im Hintergrund oben rechts das große Seegefecht mit Musketen, Säbeln und lauernden Haien. 

238/2016 - soziale Teilhabe an Basiskörperfunktionen

Nun habe ich schon in so manchem Hotel auf meinen indischen Dienstreisen übernachtet. Und es stellt sich mir die Frage: Gibt es so etwas wie einen roten Faden, ein Standard, an den sich alle Hotels halten, ein Service, der ungefragt dem Gast zur Verfügung steht, die indische Spezialität? Umsonstinternet? Schokolädchen auf dem Kissen? Unklaubare Kleiderbügel? Spezial-Item in der Minibar?

Es ist das Klotelefon. Ein Telefon, welches so angebracht ist, dass es alleine zum Telefonieren taugt, während man auf Klo sitzt. Ein normales Hotelzimmer ohne Klotelefon scheint es nicht zu geben. 
Ist es nicht grob unhöflich, mit jemandem zu telefonieren, während ich auf Klo sitze? Wie dringend muss jemand einen Anruf erwarten, oder etwas von der Rezeption oder Hotelküche wollen, um dies zu rechtfertigen? 
In seinem Buch "Russendisko" beschreibt Vladimir Kaminer, wie in einem Klub in Berlin ein Russe neben ihm im Waschraum gleichzeitig kotzt und telefoniert. Wie ungeniert geht der Mensch mit…

237/2016 - Amtlich: Air India mit Sari, Bart und brennendem Triebwerkswitz

Wieder einmal bin ich in der indischen Luft unterwegs am dienstlichen Reisen. Für einen umfassenden Vergleich der in Indien operierenden Inlandsfluggesellschaften ist es noch etwas zu früh. Also beschränke ich mich zunächst auf Einzelbetrachtungen. Heute: Air India. 
Air India ist die offizielle, staatliche Regierungsfluglinie. Star Alliance Member. Die Stewardessen tragen Saris. Die Piloten haben Bart und Turban. Die indische Bürokratie fliegt Air India. Im Innenraum der Flugzeuge fehlen eigentlich nur noch Gummibaum und Leitz-Ordner, um das Bild abzurunden. Das Logo beinhaltet eine stilisierte Blüte mit spitzen, roten Blütenblättern vor orangenem Hintergrund. 
Diese Blütenblätter sind angeschnitten auch auf die Triebwerke der Flugzeuge gedruckt, so dass es aussieht wie Flammen, die vom vorderen Triebwerkrand nach hinten schlagen. Auf dem Radkasten eines tiefergelegten Prollgolfs ist eine Flammenlackierung ein akzeptables Stilelement. Auf dem Triebwerk einer staatlichen Linienflugmasch…

236/2016 - Ameisen Teil 3 | Vergrämsysteme

Um die Ameisen ausnahmslos aus dem Wohnbereich zu entfernen, wäre der komplette Abriss des Hauses und ein Wideraufbau in Form einer riesigen Tupperdose mit Burggraben nötig. Der Burggraben müsste dann allerdings mit siedendem Teer gefüllt werden.
Drei weitere Strategien folgen, wie mit den nicht immer gewünschten Mitbewohnern umgegangen werden kann:
1 Der indische Chemieangriff In vielen indischen Haushalten wird sich mit Chemikalien aus dem Stationary Shop an der Ecke beholfen, um Ameisen und andere Insekten von den Häusern fern zu halten. Besonders beliebt sind Naphthalinkugeln und Borsäure. Die weißen Naphthalinkugeln von der Größe eines runden Bonbons, verströmen einen stechenden Geruch nach Benzindampf, ähnlich beim Selbsttanken des Autos. Borsäure wird als weißes, sehr feines Pulver verkauft und ist ansonsten unauffällig. Beide Mittel sind in Deutschland als gesundheitsschädlich eingestuft. Beide Mittel haben wir bei uns schon eingesetzt. Nach Lesen des Wikipedia-Eintrags über N…

235/2016 - Ameisen Teil 2 | Die Welt der kleinen Krabbler

Das Gebäude aus den 60ern in dem wir in Delhi wohnen ist ein zeitloses Stück Bauhaus Architektur. Klare Kante, hell, praktisch und logisch. Aber die Gebäudesubstanz ist deutlich in die Jahre gekommen. Die große Hitze und die Luftfeuchtigkeit erzeugen Biomasse und Getier im Power-Modus. Und wenn Flora und Fauna mitwohnt, tut dies der Physis des menschlichen Habitats selten gut. Es gibt mittlerweile verborgen hinter den Wänden und Decken ein zweites für den Menschen unsichtbares Gebäude. In den Ecken und zwischen den Fugen, hinter den Ritzen und unter den Türschwellen zeigt sich diese Welt der versteckten Gänge und kleinen Lebewesen. 
Und da wohnen sie, die Ameisenvölker. Reingefressen in die Türzargen. Durchgebohrt in die Hohlräume unter den Kacheln und Bodenfliesen. Die Ameisen können außerdem stolz auf ein unsichtbares System aus linearen Versorgungsinfrastrukturen in unserem Haus blicken. Sie haben sichere Routen angelegt, um zu den Hotspots der Nahrungsversorgung zu gelangen. Hochg…

234/2016 - Ameisen Teil 1 | Den Gegner kennenlernen

Sie sind überall. Es krabbelt in Wänden. Es kribbeln die Hemden. Die Ameisen sind auf den Tischen und Arbeitsplatten, hinterm Kühlschrank, im Eingang, auf dem frisch gemachten Omelette und in der Poritz'. Dies ist der große Ameisen-Dreiteiler, der dem Phänomen "urbane Ameisen im indischen Wohnumfeld" nachgeht. 
Drei Typen von Ameisen sind bei uns im Haus zu finden. Hier ein kurzer Überblick mit dem Trivialnamen, der Körpergrösse und den Bisseigenschaften: 
"Das dicke Ding" Die großen schwarzen Ameisen sind mit etwa 10mm Körperlänge doppelt so groß wie eine europäische Waldameise. Hohe Krabbelgeschwindigkeit. Kraftvoller Biss, der mühelos kleine Zweige oder Stromkabel durchtrennt. Etwa 35% der Stromausfälle in Delhi gehen auf das Konto von Ameisen. Der Biss tut moderat weh und klingt schnell ab (wenn keine Extremitäten abgetrennt wurden). 
"Die kleine Schwarze" Die kleinen schwarzen Ameisen haben etwa eine Körperlänge von 2-3 mm. Sie treten deutlich häufige…

233/2016 - Clobberfolder (tm)

A two days / one night business trip in hot / warm India requires only a very few things in my bag. Some light shirt and trouser, underpants, a pair of socks and a toothbrush. Thats it. No need for an additional suitcase or even a hand luggage trolley, that only means hassle at the airport.

But what is the perfect way to carry clothing in a small bag that also contains work related things like documents or an iPad. It is easy to imagine weird situations that can occur when picking some documents within a work meeting from a bag that also contains socks and underwear.
Here is the solution: the clobberfolder (tm). 
Video: Making of clobberfolder. 

232/2016 - Meister Eder, der feuchte ATM Futzi und das Ruckeln in derMatrix

Wir schauen "Meister Eder und sein Pumuckl" Folge 6 wo die beiden Urlaub machen. Es fängt mit einem handgeschriebenen Brief an, den Meister Eder vom Urlaubsappartment (einem Bauernhof) als Bestätigung für seine schriftliche Anfrage erhält. Der Urlaub ist damit gebucht. Das war 1982. Ich habe kaum 6 Jahre später mit meinen Eltern auf ähnliche Weise ein Ferienappartment in Südfrankreich reserviert. Eine Briefkonversation, händisch ins Französische übersetzt, die sich über mehrere Wochen hinzieht, als spannender Prozess der Urlaubsbuchung. 
Zeitgleich planen wir gerade unsere Ferien um den Jahreswechsel 2016/17. Buchung und Bezahlung sind mit einigen Fingerpatschern auf dem mobilen Endgerät erledigt. Wohlmöglich während einer Taxifahrt, oder auf dem Weg zur Arbeit. Aber bei der Bezahlung der Flüge hakt es. Die als Highend-Produkt beschworene Kreditkarte des indischen Finanzdienstleisters versagt mal wieder auf ganzer Länge. Weder im Internet, noch vor Ort bei der Fluggesellsch…

231/2016 - Birthdayparty

Shaluk, eine Freundin von Jamal hat Geburtstag. Er geht zu seiner ersten richtigen indischen Kindergeburtstagsparty. Bruder und Eltern sind ebenso willkommen. Die Feier findet am Abend statt. Es wird natürlich gespielt und als Attraktion sind zusätzlich zwei junge Herren engagiert, die Entertainment veranstalten.


Der Luftballonwurstknoter und der Tuschkastentattoomaler sind fester Bestandteil der Party. Das Essen ist herzhaft lecker, aber teilweise knackig scharf, was die Kinder nicht weiter stört. Höhepunkt ist die pinke Geburtstagstorte mit Kerzen, Prinzessin und Lebe-Hoch-Liedern. 
Foto oben: Spielen im "Moon-Sand". Kiran mittendrin. Foto unten: Sie lebe hoch! Geburtstagskind in Pink. 

230/2016 - Rümgetüdelt und "Happy Rakshabandhan"

Nach dem freien Unabhängigkeitstag folgt just in derselben Woche ein weiterer wichtiger Feiertag. Wenn dieser Tag auch nicht ein offizieller "Bank Holiday" ist, so nehmen sich dennoch viele dafür zumindest einen halben Tag frei, um ihre Geschwister zu besuchen. 
Rakshabandhan, gefeiert an einem Vollmondtag im Monat Shravana, ist der Tag an dem die geschwisterliche Verbindung gefeiert wird. Brüder besuchen ihre Schwestern. Sie werden bekocht. Die Schwester bindet ihrem Bruder ein "Rakhi", ein Band, meist geschmückt mit einigen Perlen oder Steinchen um das Handgelenk, um die innige Verbindung zu symbolisieren. Der Bruder schwört ewigen Beschützer-Spirit. 
Auch Kiran und Jamal binden sich gegenseitig diese Bänder um, die sie vorher selber gebastelt und verziert haben. 
Video: "Rumgetüdelt" - der feierliche Augenblick, als Jamal im Flur seinem Bruder das Rakhi anlegt. 

229/2016 - Drachen über Delhi

Es gehört zur Tradition in Indien, am und um den Unabhängigkeitstag Drachen steigen zu lassen. In den Tagen vor dem Ereignis werden die Drachen und das nötige Zubehör (Schnur und Spindel) von Strassenverkäufern angeboten.

Es ist faszinierend, über der dichten bebauten Stadt, oder mitten über dem Verkehrsgewusel umherschnurrende Drachen am Himmel zu sehen. 
Mir wurde als Kind zu Hause und in der Schule immer wieder mahnend klar gemacht, dass man beim Drachensteigen obacht walten lassen sollte. (Mit erhobenem Zeigefinger und stirngerunzeltem Gesicht.)"Nicht in der Nähe von Stromleitungen." "Nie bei Gewitter." "Nicht in der Nähe von Straßen, Bahnanlagen oder Flughäfen."  Schulterzuckend nahm ich es damals als Kind hin, das Drachensteigen offensichtlich eine fast zwangsläufig mörderische Freizeitbeschäftigung für Kinder sein musste. Und ich hielt mich von Flughäfen und Hochspannungsleitungen fern, was im wilden Präriedreieck der Nordheide zwischen Buxtehude,…

228/2016 - India celebrating #Brexit

It is Independence Day in India - thus, India celebrating the 69th anniversary of the Brexit. Flying flag sellers in the streets earning rich. Terrorwarnings at highest level. Monday is a public holiday.

Photo: Some flags near Dharamsala (India and Buddhist Dharmachakra Flag)

227/2016 - manual lawn mowing

Video: Gardening @ "Garden of Five Senses" in South Delhi

226/2016 - hörend spielen

Ein altes iPhone randvoll mit Hörspielen und ein kleiner Bluetoothlautsprecher - mehr braucht es gerade nicht, um Jamal stundenlang in fernen Welten versinken zu lassen. Ob zur Entspannung nach der Vorschule auf dem Sofa, oder beim täglichen Pendeln im Autositz; die Geschichten sind immer dabei.

Foto: Jamal beim Hörspielhören

225/2016 - Die große Schlacht der epischen Kissenabundanz

Das Haus ist voller Sitzkissen, Yogakissen und Riesenflehtzsäcke. Aber alle sind platt, weil das Füllmaterial in Heide bleiben musste. (>>> Dinkelspelzwissen für Fortgeschrittene) Dinkelspelz aus kontrolliert biologischem Anbau ist in Delhi gerade schwer zu besorgen. Daher kommen als Ersatz Styroporkügelchen in den Sack. Weder kontrolliert biologisch, noch vermutlich sonstwie nachhaltig hergestellt. Vielleicht werden die einzelnen Kugeln von indischen Kindern handgeschnitzt und glattgeschliffen.

Weil diese Kügelchen deutlich leichter als Dinkelspelz sind (Dichte), lassen sich die Kissen mühelos durch die Wohnung werfen, schiessen, pfeffern, ballern und knallen. Wir freuen uns auf hoffentlich zahlreiche epische Kissenschlachten und den ein- oder anderen Hoppla-Klirr-Padauz-Unfall.
Foto oben: Säcke mit Füllmaterial Foto unten: Skulptur "Kissenabundanz"

224/2016 - sortenreine Musselkisten

Der Umzug brachte viel handwerkliches Gewerkel mit sich. Das Bauen der Kisten, das Auseinanderbauen von Möbeln und anderen Dingen und das Verpacken und Schützen von Gegenständen.

Mit der Zeit hat sich in verschiedenen Kisten und alten Joghurtbechern ein Chaos aus Schrauben, Nägeln, Muttern, Unterlegscheiben, Scharnieren, Winkeln und vielen anderen Metallkleinteilen angesammelt. Musselkisten (hier mehr dazu) sind per se nicht schlecht, wenn sie nicht zum Grundprinzip von Ordnung werden. In diesem Fall gab es Handlungsbedarf. Challenge accepted!
Wir fangen zaghaft an, einige Kisten und Becher auszuschütten und halbwegs zu ordnen, und Jamal übernimmt nach kurzer Zeit. Er liebt es, die Dinge zu sortieren und in kleine Kunststoffbehälter zu füllen. Sich zu überlegen wo was hingehört, und wie die verschiedenen Teile zusammenhängen fasziniert ihn. "Ich bin eine Sortiermaschine", sagt er am Ende des ersten Nachmittags, den er komplett mit dieser Tätigkeit verbringt.
Inzwischen ist …

223/2016 - Jamal learning English

It is sometimes a challenge for Jamal to interact with people as he does not yet speak English. But he loves this interaction, he needs it and he searches for it. And as most of the Indians are so open and friendly, it becomes easier for him. Often we have to tell him some English vocabulary and he uses it to speak to a waiter in a restaurant, or a taxi driver or any other persons around us.


For the new every day Kindergarden routine at the American Embassy School this language barrier is an issue that a lot of other children and the teachers are facing. The teachers have great techniques to deal with it: they use strong facial impressions like actors, or hand gestures - this all combined with a continuous conversation in English. 
This way they promise that Jamal and the other non English speaking children will be able to fluently speak English by the end of this school year.

Photo above: Interaction with Hotel Porter @ Marriott Aerocity Photo below: Nametag for Jamals first Kindergarde…

222/2016 - American Embassy School

Jamals lange Ferien sind vorbei. Und sein Wechsel von der Deutschen Schule New Delhi auf die American Embassy School ist perfekt. Die ersten Einführungsveranstaltungen und das Willkommen sind verheissungsvoll. Die Atmosphäre könnte kaum besser sein und auch die Baulichkeiten und die Außenräume sind einfach toll.

Foto: Gruppenbild mit Schulhof-Kletterbaum ("Luftwurzler")

221/2016 - monkey attack

Before coming to Delhi I was joking in Germany that I might have to share my workdesk with a couple of monkeys that usually occupy office buildings in Delhi.

In the meantime I have seen such monkeys at the facade of a Ministry building in Delhi several times. All windows are protected with iron bars to prevent the monkeys from entering the offices. 
And now we have experienced at our flat in Vasant Vihar how it feels when those animals are coming real close to the human beings houses and living spaces. This monkey has eaten the lower parts from our balconies plants. When I knock on the window he is obviously surprised by me and immediately attacks. 
Video: Monkey on our balcony

220/2016 - Kirans Frisörpremiere

Des Öfteren sind wir nun schon bei unserem Kiezfrisör "Looks Unisex Salon" beim D-Block-Market um die Ecke gewesen. Die Stimmung dort ist hervorragend. Ein Gewusel aus Angestellten und diversen Gästen, die die volle Bandbreite des Beauty- und Stylingprogramms über sich ergehen lassen, machen den Aufenthalt dort zu einem unterhaltsamen Erlebnis. Der normale Herrenhaarschnitt in knapp 15 Minuten wird dort ebenso gemacht, wie das volle "Treatment" welches die Pflege und Umsorgung von Kopf, Füßen, Händen und Gesicht umfasst und wohl gerne mal zwei Stunden dauert.

Bislang war Kiran nur Zuschauer gewesen. Nun hat ihn die Lust gepackt selber umsorgt zu werden. Nach einer ausgiebigen Haarwäsche, werden seine Haare zum ersten Mal etwas gekürzt.
Foto: Kiran beim Haarewaschen

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>>> Der Ronaldofri…

219/2016 - Delhi beaches

As Delhi is not able to offer us a decent beach scenery, we are trying to find a suitable substitute. The "Tabula Beach Café" offers an outside sitting area with an additional feature that appears to be something like a sandpit. Jamal and Kiran are happy!

Any suggestions for similar locations in Delhi are most welcome!

Photo: Jamal and Kiran enjoying restaurant with beach feeling. Background: a young couple trying to have a romantic afternoon while some boys are playing like crazy with sand around them. 

218/2016 - lipstick massacre

It does not work. Giving a five year old boy a lipstick and telling him not to make a mess.

Photo: Jamal making a mess after receiving a lipstick with some hint not to make a mess. Not captured in the photo: the bathroom.

217/2016 - das güldene Sofa

Das neue Sofa aus der indischen Tischlerei "Urban Ladder" ist ganz schick. Wir nutzen es sehr viel. Der Bezug aus einem Kunststofftextil ist vielleicht etwas fade in seinem Grau und zudem etwas schwitzig. Es dauerte nicht lange und wir hatten die Oberfläche mit allerhand Flecken einigermassen gründlich verhunst. Richtig ansehnlich war es zumindest nicht mehr. Der Bezug lässt sich nicht abnehmen und waschen, und so musste eine andere Lösung her.

Von zwei Schneidern haben wir einen Bezug aus einem schicken Baumwollstoff schneidern lassen. Die Herren kamen mit ihrem Werkzeug direkt in unser Wohnzimmer und werkelten einige Stunden bis sie fertig waren. Das Ergebnis ist famos. Das Sofa ist seitdem schicker denn je. Der Stoff ist von leicht güldenem Glanz und fühlt sich angenehm an. 
Video: Neuer Sofabezug

216/2016 - Das stressende Frühstückshörnchen

Die friedfertige Putzigkeit mit der die kleinen Pelzknäule in allen Bäumen und an den Mauern herumhopsen täuscht. Das kindliche Spiel, wenn sie hintereinander herjagen zeichnet ein trügerisches Bild. Ihr Keifen verwechselt man allzuschnell mit einem lieblichen Vogelgezwitscher. 
Die kleinen Streifenhörnchen sind die Stressmacher Delhis. Sie sind überall und das hat mit der Nahrungskette zu tun. Die geht so:
Der Mensch (hier: Inder) füttert größzügig die Tauben. Wofür das gut sein soll, bleibt rätselhaft. Den Tauben gehts prächtig und sie mehren sich. Überall Taubennester. Überall Taubenscheisse. Und mit den vielen dick mit Eiern gefüllten Nestern schlägt auch die Stunde der Nesträuber. Das Streifenhörnchen tritt auf den Plan. 
Die Streifenhörnchen streiten sich untereinander um die Nester. Dann attackieren die Tauben die Streifenhörnchen, um ihre Nester zu verteidigen. Die Streifenhörnchen keifen zurück. Unschuldige Papageien werden involviert, die ins allgemeine Gekeife einstimmen.

215/2016 - Der Jahrhundertsnack

Chaat ist ein Snack in vielerelei Gestalt, der hauptsächlich auf der Strasse angeboten wird. Das kleine Essen für zwischendurch. Dahi Puri, ist einer von ihnen. 
Im Restaurant A2B in Greenpark essen wir ihn des öfteren. Und letzte Woche haben wir auch einmal ein erstes eigenes Mittagessen zu Hause mit Dahi Puri gemacht. (Foto) Darunter auch eine Kindervariante ohne scharfe Saucen und Chili. Und so geht Dahi Puri:
In einen dünnen, hohlen Keksball von der Grösse eines Golfballs wird zunächst ein kaltes Stück gekochte Kartoffel hineingestopft. Dazu macht man mit dem Daumen ein kleines Loch in den Golfballkeks. Dann kommen hinterhergestopft einige kleingehackte rohe Zwiebelstücke, Tomatenstückchen und Chilistückchen. Vier bis fünf solcher Bällchen werden nebeneinander auf einen Teller gelegt. Drei (Spezial-) Saucen kommen nun drüber- und hineingegossen. Süss, würzig, scharf. Dann gesüsster Joghurt und Zitronensaft über die ganze Chose. Zum Abschluss Kornflakespoppies und gehackte Korianderb…

214/2016 - Klomuseum

Das Toilettenmuseum in Delhi zeigt die Entstehung und Entwicklung des Klos in der Menscheitsgeschichte in einer Ausstellung mit vielen Exponaten aus aller Welt. Alles ist gut erklärt und reich bebildert und die Exponate dürfen sogar angefasst werden.

Das Museum ist von einer Organisation ins Leben gerufen worden, die sich zum Ziel gesetzt hat, möglichst vielen Menschen in Indien Zugang zu Toiletten zu verschaffen. Dafür wird Forschung betrieben, wie möglichst kostengünstig, und unter Beachtung lokaler Gegebenheiten, eine einfache Toilette realisiert werden kann. Dies vor allem in Gegenden, in denen es kein vernetztes Abwassersystem gibt. 

Die Organisation betreibt auf dem eigenen Gelände in Delhi eine öffentliche Grosstoilette mit täglich etwa 1000 Klogängen. Aus diesen Abwässern und Fäkalien wird mit einer einfachen Anlage Biogas gewonnen, welches zum Kochen in der betriebseigenen Küche genutzt wird. Zudem wird mit dem Gas ein Generator betrieben, der einen Teil der Stromversorgung a…