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Die sympatische Teewertmarke



Chennai ist Landeshauptstadt des indischen Bundesstaates Tamil Nadu. Die Landesregierung und die wichtigsten Ministerien sind in dem historischen Gebäudekomplex "Fort St. George" untergebracht. Wie ein Festungsbau in unmittelbarer Nähe zum Strand sind die Gebäude von einem sternenförmigen Graben schützend umgeben. Wie bei allen Regierungsgebäuden ist der Zutritt von vielen Polizisten und Sicherheitsleuten streng bewacht. Unser Eintritt ist nur mit vorheriger Anmeldung möglich. 

Menschen wuseln um unser Auto herum, als wir langsam in das innere des Komplexes einfahren. Im Schatten der hohen Palmen ist zwischen den vielen parkenden Regierungsautos und den Menschen, die jede Lücke ausfüllen, kaum mehr Platz. Strammstehen, wenn Ministerfahrzeuge einfahren. Ehrfürchtig an den übergrossen Bildern der kürzlich verstorbenen Ministerpräsidentin vorbeischreiten. Zeit totschlagen beim Warten auf das nächste Meeting in einem heruntergekommenen Nebenraum, in dem die Klimaanläge mehr Lärm macht, als dass sie zu kühlen imstande ist. 

Und irgendwann ist der Vormittag mit Warten, Bürohopping und Meetings zuende. Wieder draussen, haben wir uns den Tee verdient. Die Cafeteria beweist mit jedem Detail, dass sie eine Institution ist. Die abgeschnuddelten Wände, die verrosteten Götterbilder, die abgewetzten Bodenfliesen. Der routinierte Teemeister wird an seiner Kochstelle mit den alten Töpfen und Sieben von den umstehenden Männern in Dotis und Kurtas kaum beachtet, wie er die heiße Milch durch die Luft fliessen lässt, um sie schaumig zu machen. 

Die abgewetzte Aluminiumwertmarke muss innen an der Kasse erworben werden, um eines der Gläser mit dem dunkel-süßen Tee zu bekommen. Ein Schnack, ein Lächeln, ein freundliches Kopfnicken und zusammen mit dem magischen Getränk sind Körper, Geist und Seele plötzlich wieder im Einklang. 


Bild: Der Chai-Token als sympatische Wertmarke für das Heissgetränk. 


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Chuflay - der bolivianische Longdrink für die schnelle Abkürzung

Singani, den typisch bolivianischen Schnaps, verwendet man fast ausschließlich für Longdrinks. Ähnlich wie Grappa wird er aus Trauben hergestellt. Die bekannteste Singani-Longdrinkvariante in Bolivien ist der "Chuflay". Der Drink ist frisch und spritzig das Richtige für 36 Grad im Schatten und wärmt zugleich in den Abend- und Nachstunden, wenn die Gletscherkälte in die Täler kriecht.
Zubereitung Ein Schnapsglas Singani mit zwei Eiswürfeln in ein Longdrinkglas geben. Den Saft einer halben Limette dazugeben und mit Ginger Ale auffüllen. Mit einer Limettenscheibe servieren.
Der Name Die spanischsprachige Wikipedia sagt zum Namen: Britische Eisenbahningenieure und -Arbeiter haben im 19. Jahrhundert den Drink bei ihren Arbeiten in Bolivien gerne genossen, unter anderem weil er schön schnell betrunken macht. Sie nannten ihn daher "Short Fly" (Abkürzung). Wenn man spanischsprachig und singaniumnebelt "Shortfly" sagt (lallt), dann wird daraus "Chuflay". Ic…

255/2016 - Bananaboat

Sich mit dem Kopf voran durch die Fluten zu pflügen ist keine Kunst - egal ob auf dem Rücken oder bäuchlings. Kinderkram. Connaisseure und Geniesser des nassen Elements bewegen sich im Wasser stets mit den Füßen voran fort. "Bananaboat". 

Unter allen Schwimmstilen, ist Bananaboat die Königsdisziplin. Geschwindigkeit spielt keine Rolle. Und es ist zweifelslos die athletischste Art, sich im Wasser zu bewegen. Vorsicht: Nach ein paar Bahnen "Bananaboat" passt man in kein Hemd mehr hinein. Die Muskeln blähen sich auf und zerfetzen die schönste Rumpfbekleidung. 
Völlig unverständlich bleibt vor diesem Hintergrund, warum Bananaboat bis heute nicht olympische Disziplin ist. Vielleicht, weil es einfach albern aussieht, wenn man derart unförmig, wie ein nasser Sack im Wasser hängt, und dabei kaum von der Stelle kommt.

Video: Georg praktiziert Bananaboat

Fuck, yeah: Yoga!

Ich sag´:"Digga, ich brauche keine Wellness!"
Ich will nur tanzen bis es hell ist Kein Spa oder Yoga Was ich brauch´sind ein paar Whisky-Cola. / Beginner, Rambo Number 5

Yoga ist eine uralte Kulturtechnik. Sie dient dem Aufpumpen und der Reinhaltung von Körper, Geist und Seele. Yoga scheint beliebter denn je, und wird bis in die Gegenwart und sogar in diesem Augenblick von vielen Millarden Menschen täglich praktiziert. Die Geschichte des Yogas lässt sich bis zu den Anfängen der Menschheit zurückverfolgen. Wissenschaftler haben wohlmöglich herausgefunden, dass wahrscheinlich sogar Maria und Josef Adam und Eva bereits leidenschaftliche Yoga-Anhänger waren. (Übung: "Sich nach dem Apfel strecken.")
Neben den klassischen und total langweiligen Yogapraktiken gibt es auch moderne Abwandlungen der bewährten Techniken, die unserer Zeit und heutigen Kultur und Lebensweise entsprechen. Speed-Yoga, Superpower-Yoga, Virtual-Yoga, Beer-Yoga, Workdesk-Yoga, Metal Yoga oder Hazelnut-Lat…