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Es werden Posts vom Juni, 2016 angezeigt.

182/2016 - Kunst

Wir bringen einen Berg Kunst aus Deutschland mit. Skizzen, Zeichnungen, Kritzeleien, Miniskulpturen, Zusammengebasteltes und Frickeleien. Von uns, von den Kindern, von anderen. Jedes Stück erzählt seine Geschichte und hat darin seinen Wert. 
Das hier ist ein Stück von einer Netzboje, oder so. Gefunden am Meeresufer. Irgendwo zwischen Büsum und Sankt Peter. Oder war es Dänemark? Hastig von irgendjemandem umwickelt mit rotem Klebeband. Der untere Teil ist wohl mal mit einem rostigen Stück Eisen verbunden gewesen. Angespitzt. Dieses abgebrochene Stück Holz fand ich irgendwie attraktiv und habe irgendwann ein Stück Kunststoffband - auch von einem Fischernetz - hinzugefügt. Dazu gesellte sich irgendwann eine Feder. Mehr brauchte es nicht. 
Die Komposition aus drei Teilen genügt sich selbst und erzählt mir eine endlose Geschichte vom Horizont, dem Silberstreif, dem hohen Himmel mit seinen Möwen und dem Salzgeruch über dem Wasser. Immer neu und doch zeitlos.

181/2016 - shelfie

Video: Making of shelfie

180/2016 - Raumtemperatur als Penisverlängerung

Mit einem Fieberthermometer lässt sich die Aussentemperatur nicht mehr messen. Zu hoch. Dazu kommt die Luftfeuchtigkeit. Lässt sich mit dem Fieberthermometer auch nicht messen. Ist aber auch zu hoch. Es drückt im Gesicht.

Top Gründe für künstlich gekühlte Räume. Aber Klimaanlagen haben das Potenzial zu nerven. Zu kalt. Zu pustig. Ähnlich einer Heizung in kühleren Gegenden ist es nicht einfach eine Klimaanlage so einzustellen, dass es angenehm ist.
Hinzu kommt, dass hier ein gekühlter Raum oft als Statussymbol angesehen wird. Je kühler desto cooler. Kleiner Penis? Kein dickes Auto oder goldenes Handy zur Hand? Dann muss zumindest die Bude kalt sein, während draussen die Luft brennt. Kühlen bis Blut kommt. Meine These zur Statussymbolkühlung: die Innenraumtemperatur ist proportional zur Geschlechtsteilgröße des Raumnutzers. 
Taxis, Konferenzräume und Büros in Ministerien sind am extremsten heruntergekühlt. Es sind die perfekten Räume, um Schweinehälften zu kühlen. 
"Dann ist leider s…

179/2016 - toolwall

Video: toolwall

178/2016 - Urbi et Orbi für den Achtelfinalsieg

Es knistert in der Luft. Bis nach Indien ist die unwiderstehliche Magie des bevorstehenden Länderspiels zu spüren.
In dieser Situation bedeutet die richtige Vorbereitung alles. Akribisch erwäge ich das richtige Kleidungskonzept für die bevorstehen 90 oder 120 Minuten. Als Beinkleid entscheide ich mich für einen traditionellen Dhoti. Der "Löwgriff" ist so problemlos möglich. Auf Schuhe verzichte ich klimabedingt ebenso wie auf Unterwäsche, eine Kopfbedeckung oder Fanschal. Als Rumpfkluft wähle ich #Brexit bedingt ein altes England T-Shirt mit der Rückennummer 7 (Beckham). 
Das Bier ist kalt gestellt. Den Dreisatz nochmal schnell aufgefrischt. Und dann Liegestützen, Strechings und Yoga für die innere Balance und jene zwischen Kosmos (Fußballgott) und Erdenkreis (Sofa, bzw. "aufm Platz"). 
Foto: Spielvorbereitung mit Jamal

177/2016 - Holz vor der Hütte

Der Versuch das nicht vorhandene heimische Holzlager durch die grosse Anzahl IKEA "Lack"-Tische zu kompensieren, schlägt weitgehend fehl. 
Der Tischler braucht Holz. (Also ich jetzt)
Wir fahren zum "Munirka Market" ganz in unserer Nähe. Die rumpelige und eng verwinkelte Marktgegend erstreckt sich über einige gassenartige Straßenzüge. Viele dieser Gassen sind mit einem normalen Auto nicht zu durchfahren und auch die Parkraumsituation lässt reichlich Wünsche offen. 
So fahren wir mit der Rickshaw. Spass, Fahrtwind, Kontakt zum Straßenleben und Kompetenz beim Fahrer sind garantiert. Ein guter Rickshawfahrer kennt mehr Geschäfte und Servicedienstleister als "Die Gelben Seiten" und Google zusammen. Und so werden wir zielsicher vor einem Holzladen abgesetzt.
Ordentlich Holz vor der Hütte. Der Straßenabschnitt ist eine einzige große Tischler- und Lackiererei. Alles passiert direkt vor den Geschäften. Es riecht nach Schweiss, Holz und Lösungsmitteln. Wundersame Mö…

176/2016 - My european stories

The stories from my parents about a europe in war. How my grandfather was imprisoned as a soldier in France. How my father left his home in todays Poland as a refugee with his parents. How Hamburg, the home from my mother, was bombed and burned down. My parents used to link those stories to the todays peaceful situation. A constant happy ending: The story of a Europe that guarantees us prosperity and peace.
The stories about going on holiday with my parents by car in the 80s. Crossing the borders to Danmark, France, Holland, Belgium, Italy or Austria. The blue signs with the yellow stars at the border posts were setting the frame. From year to year lower intensity of passport controls. The feeling of being in a foreign country but still being at home in Europe.

The stories about those crazy and funny cross border TV Shows or sports events. It starts in the early fifties and there is no end. Eurovision Song Contest or "Einer wird gewinnen" with Grandma on the sofa. Seeing peo…

175/2016 - Patschehändchen an Shivas Ausschnitt

Wir besuchen ein staatliches Kaufhaus. "Central Cottage Industries Emporium" in der Nähe des Connaught Place im Herzen Delhis. Indische, traditionelle Handwerkskunst wird angeboten. Das Kaufhaus deckt die Bereiche Möbel, Statuen, Kleidung, Geschirr, Spielsachen und allgemeiner Wohnnippes ab. 
Die Räumlichkeiten sind großzügig und verwinkelt zugleich. Auf verschiedenen Leveln und Geschossen, die Einblicke zueinander ermöglichen, sind die verschiedenen Abteilungen untergebracht. Das Angebot ist umfassend und die Auswahl ist fast endlos. Zum Beispiel kleine hölzerne Elefanten mit Schnitzerei oder Intarsienarbeit: Das Angebot reicht vom daumengroßen Elefanten als Schlüsselanhänger für unter einen Euro bis zur übermannsgroßen Elefantenstatue für mehrere tausend Euro. 
Jamal und Kiran sind euphorisiert von den vielen Dingen, die es zu sehen gibt. Sie rennen und toben durch die Räume, lachen, kreischen und singen. Und dann wollen sie natürlich alles anfassen. Erst müssen alle Elef…

174/2016 - Animals from Mangoseeds

The furry surface of a Mangoseed fascinates and inspires Kiran and Jamal to create small animals.

Photo: Mangoanimal

173/2016 - Lurchi Attack

Video: Lurchi

172/2016 - Honiggraubrot mit Herrn Maier im Himalaya

"Erst als enge Freunde vertrauensvoll an mich herangetreten sind, habe ich was gemerkt...", erzählt M. Maier* Leiter der Auslandsvertretung eines mittelständischen Unternehmes aus Stuttgart in Neu Delhi . "Ich dachte immer als Deutscher muss ich mir darum keine Sorgen machen, sie wissen schon, ... "richtig" Deutscher zu sein." Aber dann, nachdem Maier einige Zeit mit seiner Familie in der indischen Hauptstadt gelebt hat, begannen sich die Dinge langsam zu verändern. Er veränderte sich. Am Anfang war alles ganz normal, erzählt Maier: "Frühstück. Normal Graubrot mit Honig - die Kinder Nutella. Mit dem Audi in die Firma. Mittags hat meine Frau einen Erbseneintopf mit Würstchen gemacht, oder auch mal Hühnerfrikassee. Zum Abendbrot wurde via Internet die Tagesschau gesehen und danach noch etwas die deutsche Tageszeitung auf dem Tablet gelesen."Maier zupft nervös an seinem Turban. Dann erzählt er unter Tränen, wie er nun jeden morgen auf einer Kuh zur…

171/2016 - The fascination of life

It is so simple, yet so fascinating.

In the park we collect some seeds from a tree. We put them in water and later on wet cotton. First the seed is becoming bigger. Soon the sprout starts to grow. Everyday something new is visible. Change. Movement. Scale. Colours and shapes. It is an everyday fascination for the boys and even for us. 
Photo: tree from the park in our kitchen

170/2016 - Essen, um den Mund zu erfrischen.

Mughwas. Übersetzt "Mundgeruch". Bezeichnet eine Fenchel-/ Gewürzsamenmischung mit Zucker- und/oder Minzanteil, die nach dem Essen gekaut wird. "Mouthfreshner". In vielen Restaurants in Indien bekommt man einige kleine Päckchen mit Mughwas (ähnlich einem Zuckerpäckchen) nach dem Essen gereicht. Ebenso üblich ist eine Schale voller loser Mughwas mit einem kleinen Löffel.

Jamal und Kiran sind Mughwas-süchtig. Sie kennen und sortieren mittlerweile die Restaurants in die wir gehen nach der Mughwas Qualität. Das eigentliche Essen wird zur Nebensache. Der Kellner wird regelmässig nach dem Essen mehrfach gebeten, für mehr Mughwas zu sorgen. 
Foto: Lufthansa Mughwas mit akkurat-amtlicher Inhaltsangabe. 

169/2016 - Der lächelnde Gandhi am Welthandtuchtag

Profis gehen nicht ohne Handtuch aus dem Haus. Mehr noch: Sie haben es immer parat. Immer in Griffweite. Die sich daraus ergebenden Lebensvorteile sind evident. Hier in Indien gilt dies einmal mehr. Ganz allgemein: die Situationen - Lebensmomente über den Tag verteilt - in denen hier ein schönes, flauschiges, dickes Frottee-Handtuch von großem Nutzen ist, überwiegen.
Der indische Staat weiss es und die Menschen wissen es auch. Alles Profis. Am 25. Mai, dem Welthandtuchtag, ist hier die Hölle los.

Ich besuche verschiedene Ministerien und bundesstaatliche Einrichtungen unter dem Vorwand irgendwas mit Entwicklungszusammenarbeit zu machen. Ich sehe kaum einen Bürostuhl auf dem nicht ein Frotteehandtuch sauber ausgebreitet zurechtgelegt ist. Mit einem "Government Car" fährt man mich durch die Gegend und der gesamte Innenraum ist akkurat mit frischen, dicken Handtüchern drappiert und ausgekleidet. Als ich im flauschigen Frottee des Rücksitzes versinke, schließe ich lasziv die Auge…

168/2016 - Deutschland gegen Polen . Der Spielverlauf

Vor dem Anpfiff
Rummenigge singt die Hymne nicht mit. Rote Karte. Deutschland beginnt das Spiel mit nur 10 Spielern.
3. Spielminute Aus Solidarität mit den Opfern von Orlando spielt Hummels als Dragqueen verkleidet mit Echthaarperücke (blond), Rüschenkleid und Highheels. Bei einem harmlosen polnischen Angriff über die rechte Aussenseite stolpert er über das Kleid. Neuer chancenlos. 0:1 für Polen.
14. Spielminute Löw fingert aus seiner Unterhose eine etwa daumengroße Küchenschabe.
28. Spielminute Als Deutsche verkleidete russische Hooligans liefern sich derweil Straßenschlachten mit französischen Barmixern, die sich weigern Rotwein mit Vodka zu mischen. 
41. Spielminute Auf der Tribüne macht Angela Merkel im Beisein des polnischen Präsidenten einen Witz über den Angriff Deutschlands auf Polen. Podolski, davon abgelenkt, verwechselt die Tore und stürmt alleine auf Manuel Neuer zu. Eigentor. 0:2 für Polen. 
Halbzeitpause Kaum nennenswerte Zwischenfälle in der Halbzeitpause. Die Polizei e…

167/2016 - "Alle, die mit uns auf Kaperfahrt fahren ...

... müssen Jungs und Mädchen mit Bärten sein."

Foto: Zwirbelschnauzbartmobilé aus Filz

166/2016 - Sicherheit im Kiez

In Deutschland ist ja ein halbwegs sicheres Wohnen in einem Einfamilienhaus kaum mehr möglich. Die große Umverteilung ist längst in vollem Gange, und so muss sich der Eigenheimbesitzer damit abfinden, sein trautes Heim mit Einbrechern zu teilen. Irgendwo habe ich gelesen, dass Experten erst mit einem statistischen Rückgang der Dauereinbruchserien rechnen, wenn sich die Einbrecher gegenseitig behindern und verjagen.

Die Einbruchsstatistiken Delhis sind mir nicht bekannt. In unserem Wohngebiet "Vasant Vihar" fühlen wir uns jedoch in der Hinsicht ziemlich sicher. Die Grundstücke sind zwar mit Mauern und Zäunen eingefriedet. Die meisten Tore und Pforten stehen aber in der Regel offen. Und die Einfriedungen sind auch oft nur so hoch, dass sie überblickt werden können. Bei unserem Haus ist das nicht anders. Zudem steht bei uns den ganzen Tag die Haustür sperrangelweit offen. Kommt ein Handwerker oder Postbote steht er in der Regel direkt in der Tür zur Küche (im ersten Stock!). 

165/2016 - Mosquitonetoptions

Because of Malaria and Dengue, and because of this nasty "sssssssssss"-sound at night, it is not such a bad idea to have a mosquito net installed in the bedrooms. There are three types of nets:
1 Trekkingnet The trekkingnet is a simple net for one person that is attached at one point above the bed.  Pros: Simple to install almost anywhere. Lightweight.  Cons: Complicated to access. Constant touching of the net enables mosquitos to stich through the net.
2 Homenet easy Attached at four corner points.  Pros: More spacious than the Trekking net. More security and comfort. Cons: ... yet  accessing is still a little complicated.
3 Homenet deluxe Attached to a Bamboo structure.  Pros: A proper entry makes access comfortable and easy. The inside is very spacious.  Cons: Complicated to install.
We got two of the last mentioned nets made and have them installed since last weekend. 
Photo: Jamals and Kirans bed with new mosquitonet. 

164/2016 - Connecting Mosaics 2016

Die indische Planerprominenz aus Forschung und Lehre, der Privatwirtschaft und der öffentlichen Verwaltung ward geladen, um über "die Kultur der Raumplanung in Indien" zu reden. Die wunderbar unkonkrete Überschrift "Connecting Mosaics" ließ der Diskussion freien Lauf und inspirierte. 
>>> Link zum Workshop mit zusätzlichen Infos. 
Foto: Gruppenfoto zum Workshop. Dresscode: smart but casual. 

163/2016 - Ayurvedic Cockring Architecture

As a foreigner I am not supposed to get access to the inside of the big and famous Lingaraj Temple in Bhubaneswar. Thus a smaller temple nearby is being explored. 

I have to rush from one shady spot to another as my bare feet hurt when touching the hot floor outside the temple. Half naked priests guide to the inner of the temple. The structure is pretty old. A lot of the carvings are wiped out and washed away by time. Noon heat blues. Men either sleep on the floor or rest in shady places. 
Immediately I am attracted by an old tree in the temples yard. Only some branches are still vivid. Some attached assessories show that this tree is being worshipped a lot. Small plastic rings, "bangles", are attached to the twigs and branches. The bottom part of the trunk is wrapped in a golden piece of tissue. It reminds me of the tradition to decorate a christmas tree.

"What sort of tree is that, and why do you worship it?" - these are my first logic questions to the priests. O…

162/2016 - How to clean India

On a saturday morning Jamal is bored. So we invent a device for cleaning India. The whole system is based on a truck that has various filters attached on the back.

A radar system detects waste and dust and displays it on a screen in the cockpit. 
With rotating brushes, huge movable tubes and a vacuum system, solid waste, smaller particles and dust are being soaked in the truck. All waste that is bigger than the tubes diameter can be cut to smaller pieces by two fully automatic working circular saws.

According to chief engineer Jamal, the truck will operate all over India. Together with his Dad he will sit in front. Mum and Kiran will sit in the back of the truck. 
Photo: Truck for a clean India. Technical drawing by Chief Engineer Jamal and Technical Assistant Georg

161/2016 - trip to Bhubaneswar

Video: trip to Bhubaneswar

160/2016 - in the mood for mood

For someone from Europe, an indian city and its normal streetlife are already pretty impressive. There is so much going on. So many things happening at the very same moment simultaneously. So many details to discover. So many new things compared to the own horizon of experiences.

In the evening hours, the darkness creates from all this a magical scenery that amazes even more. The volumes of the huge savage trees turn into black shaded cubes that are illuminated from below by a few lightbulbs. With less light in the sight, the intensity of the smells and sounds increase. 
After a long workshop day in Bhubanesar I feel the need to have a cold big beer in the evening in order to come down. But then, instead, I go out for a Rickshawride through the nocturnal city and visit the central templecomplex. Immediately I am not only in a different world but in a completely different mindset.
Photo: Streetlife at night near Lingaraja Temple (background)

159/2016 - non spicy in India

Ordering non-spicy food for children in an indian restaurant is sometimes a challenge. In general everything with gravy will be somehow spicy no matter how often we tell the waiter not to make it spicy, and no matter how often he shakes his head saying "yesyesyes". Maybe the only exception is "Raita", a yoghurt based gravy.

So instead we go for non gravy dishes, or dishes with gravy served separately. ParathaDosa and Roti or Naan are great options. And by watching us enjoying the various sauces and gravies maybe little by little the boys will try and adapt to the rich spices. 
Video: Jamal enjoying a Dosa in the Greenpark based restaurant "A2B". 

158/2016 - self brewed Architecture for the freedom of thinking and creating

CEPT University in Ahmenabad is a fine place to study Architecture, Urban Planning or Art. We visit the University on a sunny calm morning during the week. It is university holiday, so all rooms are empty but still accessible. The whole place breathes creativity and free thinking. The Architecture is sophisticated, yet elegant. It connects the landscape with the building. It creates open spaces that inspire to take action and do something unique. 
In fact these spaces are so open, that many rooms are without doors and windows. They just open to the nature via gaps and holes in the volumes - even in upper storeys. The only security device that the Architect foresees is a horizontal metal tube at the height of the belly. Thats it. This design for a place where Architects learn their job is a bold statement!
And last but not least the self brewed Chai from the cafeteria is a must have! 
Photo: One of the CEPT buildings with the Atelier spaces on the first floor. 

157/2016 - Pigeon excrements vs. MacBook desk

Our workdeskfunds for workdeskpurchases are limited. We already bought two workdesks. But there is an additional need for at least one more workdesk. What to do?

From our previous relocations we have a wooden box left. This was done by a local carpenter in Mozambique and got additonally modifications in Germany by me. At the moment the main purpose of this box was to catch the pigeon excrements in our backyard. I decided to give it a new purpose: workingdesk. 
It takes me one evening to redesign and transform this wooden relocation container to a proper computer working table. I add two additional IKEA "Lack" tabletops for this nice industrial shabby finish. 
Material: mozambican pine Measurements: 55x75x110cm Tabletop: IKEA "Lack"
Photo: Workdesk from a wooden relocation box



156/2016 - Hitzeeuphorie und nasser Hundearsch

Zu Hause flimmert die Bude vor Hitze. Ich warte auf den Tag an dem ich nicht aufstehen kann, weil der Marmorfußboden zu heiß ist. Kann nicht mehr lange dauern. Tagsüber ist das Duschen bereits unmöglich, weil das Wasser in den schwarzen Dachtanks ab 11 Uhr vormittags irgendwo bei 60 Grad ist. Der Warmwasserboiler hängt wie eine Farce an der Wand des Badezimmers und spricht zu mir: "Na, soll ich mal schön warmes Wasser machen? Hahahahaaaa!" Aber wer duscht schon tagsüber!?

Also gehen wir mal nach Draussen. Im Park werden die Pflanzen dauergewässert. Die Hälfte des Wassers verdunstet allerdings sofort und kondensiert auf unseren Körpern. Das herunterperlende Wasser auf der Haut kitzelt. Alles klebt. Zu Hause zerreisse ich mein Hemd, beim Versuch es auszuziehen. 
In einer der Pflanzmulden, in denen sich das Wasser gesammelt hat, liegt ein Hund und döst im Schatten, den Hundearsch im Wasser. Der macht alles richtig, und es kostet Überwindung mich nicht einfach dazuzulegen.
Aber d…

155/2016 - Lodhigarden cycling

Video: Jamal cycling @ Lodhi Garden

154/2016 - Lecker Beton im kastigen Stadtgrundriss

Der offizielle Besuch im Bundesstaat Gujarat ist geprägt vom kultivierten Understatement im Umgang mit Gästen. Vom ersten bis zum letzten Augenblick fühle ich mich als Gast wohl aufgehoben und bestens umsorgt. Dieses Sich-umeinander-kümmern ist in der Stadt spürbar und sichtbar. Der öffentliche Raum ist in vielen Bereichen gepflegter und sauberer als es in anderen Landesteilen Indiens der Fall ist. Die öffentlichen Gebäude, in denen ich war, sind aufgeräumt und sauber. 
Vom Flughafen in Ahmenabad geht es in die geplante Stadt Gandhinagar. Hier ist der Sitz der gesamten Landesbürokratie des Bundesstaates Gujarat. Also ganz ähnlich zu Chandigarh. Auf einem Rastergrundriss entwickelt sich die Stadt. Die Straßen sind breit und es gibt viel Platz. 

Die Betonarchitektur der Regierungsgebäude und wie sich diese in die Achsen des Stadtgrundrisses einfügt ist beeindruckend, aber auch roh und wuchtig. Aus den Gebäuden heraus ergeben sich tolle Blicke auf die Stadt und die Umgebung. Und auch mu…

153/2016 first rains

Die ersten stärkeren Regen kommen mit Gewittern und Sturmböen daher. Zunächst in den Abend- und Nachtstunden, dann auch tagsüber. Morgens sind die Straßen voller heruntergefallener Äste und Blätter und vielem anderen Krimskrams. Außerdem war der Wind wie eine natürliche Ausastung: dicke Äste und Bäume, die morsch waren, liegen kreuz und quer auf den Straßen und Wegen und behindern den morgendlichen Verkehr.

Normalerweise werden in den Morgenstunden vor 9 Uhr in den Wohngebieten die Straßen gefegt. Dabei wirbelt es den Staub auf, und dieser wird mit dem Besen von der einen auf die andere Seite gebracht. Nun nach dem Regen ist alles reingewaschen. Das Grün der Bäume leuchtet, und die Luft ist für einen Moment spürbar reiner.   
Auf die Hitze haben die Regenfälle kaum Auswirkung. Bei den Regenfällen während des Tages ist es schön zu sehen, dass es den meisten Leuten komplett egal ist, ob sie nass werden. Durchtrieft laufen oder fahren sie durch die warme Naturdusche.

Video: Kiran und Jam…